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Archiv vom Dezember, 2012

30. Dezember 2012

Ein kleiner Beitrag zum Jahreswechsel

by Adventskalender

Adventskalender 8: «Bücher die ich mehrmals lese.»

Josef B. Senn

 

Es kommt oft vor, dass ich ein Buch zur Hand nehme und dieses lese – man kann auch sagen »verschlinge«. Es gibt Bücher, die ich zur Hand nehme und lese – praktisch »Satz für Satz«. Das meint: jeder Satz impliziert Fragen, die ich mir dann selbst zu stellen habe – «Verstehst Du, was der Autor schreibt?», «Kannst Du seinen Gedankengängen folgen?», «Wo ist seine Ansicht einzuordnen?», «Besteht eine Kausalität zu einer realen Existenz?», «Was will der Autor genau mitteilen?» – und im eigenen Auftrag versuche Antworten auf diese Fragen zu finden.

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Den Kriminalroman »Der Richter und sein Henker« einer der drei grossen Kriminalromane welche Friedrich Dürrenmatt geschrieben hat, ist ein Beispiel dafür, wie ich mich – bei ausserordentlichem Interesse – mit einem Text beschäftige. Eine Liste aller im Text vorkommenden Personen und ihren gegenseitigen Beziehungen wird erstellt, jedes Kapitel wird schriftlich zusammengefasst und dokumentiert. Am Ende des Buches versuche ich eine Graphische Darstellung der Geschichte zu erstellen.

Es gibt natürlich sehr wenige Bücher, die ich auf diese, doch etwas längerdauernde Weise lese, zu verstehen versuche, darüber in Gedanken beginne zu philosophieren. Meine meist in Angriff genommenen Schriftstücke sind schon eher bei mathematisch bildender Literatur zu finden. Meist autodidaktisch auf bestehendem Wissen dieser Wissenschaft durch »interne Forschung und Entwicklung« auszubauen ist eigentlich eine meiner Freizeitbeschäftigungen. Wenn man den grossen Mathematikern und Philosophen ein wenig Zeit widmet, kommt man doch etwas ins grübeln.

«Mathematik und Philosophie, eine Schnittmenge?» «Was bedeuten denn so Begriffe wie »unendlich gross«, oder »unendlich klein«, was ist »Null«, was ist »Nichts«?» «Wo fängt was an und wo hört dies, wenn es dann noch dasselbe ist, auf, oder hört immer alles auf und beginnt gleichzeitig immer wieder neu?» – Dies sind die Fragen die mich dann beschäftigen.

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Bücher, wie die von Friedrich Dürrenmatt lese ich immer Mal wieder; Bücher, die mindestens einen Zusammenhang haben – einen Link zur Mathematik herstellen -, sind meine stillen Begleiter. Die Menge all dieser Bücher hat vor etwa einer Woche um ein Element zugenommen. Es handelt sich dabei um das Essay »Gegen Null – Eine mathematische Phantasie« verfasst vom schwedischen Philosophen Lars Gustaffson. – Nein ich bin mit Lesen dieses Buches nicht fertig, ich stehe noch am Anfang, denn was der Autor wie zu sagen hat, ist nicht trivial, sondern benötigt eine intensive geistige Auseinandersetzung mit seinen in den Text projezierten Gedanken.

Man stelle sich das etwa so vor: «Laut Wahrscheinlichkeitsrechnung tendiert das Ereignis unserer Existenz gegen Null – und doch sind wir da.» – Fantastischer Gedanke! Das Universum ist gemäss Präzisionsmessungen knapp 14 Milliarden, die Erde etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Die Menschheit soll sich etwa vor 2 Millionen Jahren »in Gang gesetzt« haben und ich, ich zähle knapp 59 Jahre. Sie, geschätzte Leserin, geschätzter Leser und ich sind da, und dies obwohl, wenn man das so genau betrachtet, Zufälle gigantischen Ausmasses sind.

 

Danken wir unserem Schöpfer für all das, was er uns in jedem Augenblick gibt. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr – Wohlergehen, Gesundheit und Freude am Existierenden. Josef B. Senn

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel
Bild B: Buchdeckel

 

 

 

 

 

29. Dezember 2012

Seneca: De brevitate vitae – Die Kürze des Lebens

by Adventskalender

Adventskalender 7: Seneca: De brevitate vitae – Die Kürze des Lebens von Frau S. W.

Lucius Annaeus Seneca, genannt Seneca der Jüngere  oder vielfach ohne Zusatz `Seneca` lesbar. Er wurde- einfach einzuprägen- etwa anno Eins nach Christi Geburt im heutigen Andalusien geboren

Noch als Kleinkind wurde er in die Obhut seiner mildtätigen Tante mit einem nach Rom gegeben. Seneca war sehr kränklich, starkes chronisches Asthma beispielsweise. Er war ein guter Autodidakt, als Jugendlicher von den pythagoräischen Lehren angetan, befolgte disziplingewandt manches Theorem bis ans Lebensende.

Er entschied sich, eine Aemterlaufbahn einzuschlagen, wurde bald zum erfolgreichen Anwalt und bereits  Mitglied im Senat, als Caligula 37.n.Chr. den Thron bestieg.  Seneca hatte früh mit Schreiben begonnen und war sich seines Talentes (sogar posthumer Ruhm) wohl bewusst.

Im Jahre 41.n.Chr. verbannte man Seneca, auf hinterlistiges Betreiben Messalinas acht Jahre lang aus Rom. Er hatte Glück, dem Tode entgangen zu sein und wusste auf Kosika seine Zeit zu verbringen, so sind denn zwei Trostschriften aus dieser langen, quälenden Abgeschiedenheit erhalten geblieben.

Kurz nach seiner Rückkehr begehrte Agrippina die Jüngere, Seneca zum  massgeblichen Lehrer des künftigen Kaisers Nero zu machen. Da Seneca diesem Angebot nicht widerstehen konnte, trat er beim damals gerade zwölf Jahre alten Nero zum Dienst an. Eine schicksalshafte Entscheidung, denn von Nero selbst- seinem ehemals eigenen Schüler- wurde der  Beteiligung der `Pisonische Verschwörung`  beschuldigt. Nero bekleidete bereits das Amt des Princeps, und eine und verschied im Jahre 65.n.Chr in Rom.Empfehlung des Kaisers sollte man nicht ignorieren. So beging Seneca der Jüngere

 

Seneca hat  geschrieben, damit ein Werk geschaffen, an dem die Nachwelt sich glücklich schätzen darf. , Seneca hält man heute als Staatsmann, Philosoph, daraus Stoiker, Naturforscher und Dramatiker in Erinnerung. Ueberwiegend verfasste er überwiegend Dialoge und Tragödien (beispielsweise ‚Oedipus‘), und hat damit ein Werk geschaffen,

Einer seiner Schriften trägt den Titel: De brevitate vitae – die Kürze des Lebens.

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24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

by Sara Grob

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Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.
Konfuzius

Wir möchten das Weihnachtsfest und das Ende des Jahres nutzen, Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen in buchplanet.ch zu danken und hoffen weiterhin auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Ihnen und Ihrer Familie wünschen wir ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Möge das neue Jahr viel Freude, Wohlergehen und Gesundheit bescheren.

Sara Grob und das Team des buchplanet.ch

23. Dezember 2012

Werner Bergengruen – einer meiner Lieblingsschriftsteller

by Adventskalender

Adventskalender 6: Werner Bergengruen – einer meiner Lieblingsschriftsteller

von Urs Steiner

 

Mit dem Erzählband „Der letzte Rittmeister“, erschienen 1952 im Verlag der Arche, Zürich, schenkt uns Werner Bergengruen (1892 – 1964) sein persönlichstes Werk, weil darin einer Welt gehuldigt wird, welcher der Dichter selber entstammt: der versinkenden Welt der Pferde und der echten Kavaliere. Dieses gemeinsame Weltgefühl verbindet den Erzähler mit der faszinierenden Gestalt des „Letzten Rittmeisters“, in dessen nobler Bescheidenheit und humorvoller Güte wir jene besten Eigenschaften vereinigt finden,  welche der Engländer im „Gentleman“ verkörpert sieht. Dieser Mann, der sich als ursprünglicher Offizier in zaristischen Diensten nach mancherlei Abenteuern in das Tessin zurückgezogen hat, besitzt die seltene Gabe, in zahlreichen Geschichten und Anekdoten sein eigenes Schicksal zu offenbaren.

 

Josef

 

Dieser sehr treffende Klappentext  macht klar, wieso ich Bergengruen mag.  In eine Rahmenerzählung eingebettet  finden sich eingeschobene Berichte, Kochrezepte, allgemeine Lebensregeln,  Anekdoten, welche an Don Quixote oder den Baron von Münchhausen erinnern.  Der letzte Rittmeister  (und man fragt sich immer, wieweit das autobiographisch zu verstehen ist) ist an Liebe, Wein und Waffen ebenso interessiert wie an Wunderlichem und Wunderbarem und an metaphysischen Fragen (Kindlers Literatur Lexikon). Nachfolgend ein paar Müsterchen:

„…Nach dem Umsturz kämpfte er in verschiedenen weissen Truppenkörpern. Hier avancierte er zum Oberstleutnant – der Dienstgrad eines Majors war ja unter Alexander dem Dritten abgeschafft worden, – doch nahm er diese Beförderung nicht gänzlich ernst und billigte es, dass er für mich und für viele andere Menschen der Rittmeister blieb…Wenn der Rittmeister über sein letztes Avancement abschätzig dachte, so hatte das einmal seinen Grund darin, dass es ja nicht mehr vom Kaiser gekommen war und daher  einer Vollgültigkeit zu ermangeln schien. Dann aber passte ihm auch der Titel Oberstleutnant nicht. „Sehen Sie, ein Rittmeister ist man“, sagte er, „wie man ein Bauer, Priester oder Asthmatiker ist. Es ist konstitutionell. Oberstleutnant wird man nur genannt. Schliesslich ist das eine Funktionsbezeichnung. Für die Funktionäre bin ich nie sehr portiert gewesen.“

Der Rittmeister hatte ein Buch veröffentlicht mit dem Titel „Einhundertundsechsundachtzig Rezepte für die differierendsten Lebenslagen, ersonnen oder gesammelt und in jedem einzelnen Falle sorgsam  ausprobiert von Incertus“. In der Tat waren, wie der Titel es versprach, die differierendsten  Lebenslagen berücksichtigt. So gab es ein „Rezept  für den Umgang mit Behörden“ und in einem Anhang „Winke für den Umgang mit Behörden in totalitären Staatswesen“. Ein anderes galt dem Mischen von farben unter spezieller Beachtung von Sonnenuntergängen, Reseda und Herbstnebeln. Beim „Kaffee à la Marghiloman“ wird die Entstehungsgeschichte dieses Getränks mitgeliefert. Marghiloman, rumänischer Premierminister, erwarb sich bei einer Jagd Beifall und Dankbarkeit der Gesellschaft, als er kurzerhand Befehl gab, den Kaffee mit Champagner zu kochen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass kein Wasser  mitgeführt worden und die Quelle, auf die man sich Rechnung machte, versiegt war. Der  Rittmeister fand rühmende Worte für die aufstimmende und erheiternde Wirkung dieses wasserlosen Kaffees und unterliess nicht, ihn auch für Wüstenexpeditionen zu empfehlen.

Ein Rezept hiess: „Schuhwerk richtig zu behandeln“.  Hier vertrat er ketzerische Meinungen. Kein Schuhwerk, so behauptete er, erhebe den Anspruch , täglich geputzt zu werden; erhebe eins ihn dennoch, so sei ihm das von Menschen eingeredet worden. Ein richtiges Schuhputzen brauche, unvorhergesehene Widrigkeiten abgerechnet, nicht häufiger als Haarschneiden vorgenommen zu werden, da habe man gleich einen guten Anhaltspunkt und zugleich sei eine Verbindung von oben und unten hergestellt. Bei trockener Witterung  wischt man den Staub geschwind mit einem Lappen ab, am besten mit einem alten Strumpf, da kommen Nachbarn zueinander. Bei schmutzigem  Wetter denken die Leute auf der Strasse (ohnehin), man sei noch mit blanken Schuhen von Hause fortgegangen; übrigens denken sie gar nichts…

„Der letzte Rittmeister“ bildet zusammen mit „Die Rittmeisterin“ und „Der dritte Kranz“  eine locker gefügte, durch die Titelgestalt zusammengehaltene Trilogie.

Ich werde mir den „Dritten Kranz“  vornehmen, welchen ich bisher noch nicht kannte und welcher mir heute per Zufall (wirklich per Zufall?) erstmals in meine Hände geriet.

Viel Vergnügen                                                                                              Urs Steiner

 

22. Dezember 2012

Adventskalender 5: Der Grimm – Das Deutsche Wörterbuch

by Adventskalender

Adventskalender 5 von Fari Golshani: Der Grimm – Das Deutsche Wörterbuch

Mit seinen stolzen 33 Bänden, wenn man das Quellenverzeichnis, welches den gesamten 33. Band einnimmt, dazuzählt, ist es das umfassendste Wörterbuch der deutschen Sprache. Es wird auch „der Grimm“ genannt, nicht etwa, weil die berühmten Märchensammler wie Sprachwissenschaftler Jacob und Wilhelm Grimm es verfasst hätten, sondern, da sie als Ideenträger dieses gewaltigen Werkes, damit begannen, es in die Wirklichkeit umzusetzen. Sie beendeten die Buchstaben A-E bevor sie starben, allerdings mit der Hilfe von über 80 Mitarbeitenden. Fertiggestellt wurde die Reihe erst 1961 durch das Schaffen zahlreicher, weiterer Sprachwissenschaftler, rund 123 Jahre nachdem die Brüder mit ihr begonnen hatten. Simultan zu ihrer Vollendung startete auch deren Neubearbeitung.

 

Portrait der Gebrüder Grimm von der dänischen Malerin Elisabeth Jerichau-Baumann, 1855

Portrait der Gebrüder Grimm von der dänischen Malerin Elisabeth Jerichau-Baumann, 1855

Nun, was liest sich in einem solch monumentalen Nachschlagewerk? Vorerst ist es etymologisch ausgerichtet, das heisst, es gibt Auskunft über die Herkunft und Entstehung eines Wortes. Wo und wann ist ein Wort zuerst aufgetaucht? Handelt es sich um ein Lehnwort oder ein Wort indogermanischen Ursprungs?

Die Frage, wozu dieses Wissens dient, ist durchaus berechtigt. Meiner Ansicht nach, liegt die Bereicherung darin, mit Hilfe der Geschichte der Wörter die Geschichte der Menschheit und Kultur zu erforschen. Zum Beispiel darf man vermuten, wenn in einer bestimmten Zeitspanne mehrere Lehnwörter eines gewissen Tätigkeitsbereiches in eine andere Sprache übernommen wurden, die Kultur der „wortschenkenden Sprachträger“ eben in jenem Gebiet damals weiter entwickelt war, und durch Kontakt zu den “wortaufnehmenden Sprachträgern“, diesen vermittelt wurde.

Der Grimm hat aber noch mehr zu bieten. Ebenfalls gibt er den aktuellen und ehemaligen Gebrauch der Wörter an, falls sich dieser im Laufe der Zeit geändert haben sollte. Gestützt durch zahlreiche Literaturzitate von bekannten oder weniger bekannten Schriftstellern, die ein jeweiliges Wort verwendet haben, wird einem dessen Geschichte bestens vor Augen geführt.

 

Ausgabe des Deutschen Wörterbuches von 1984 in meinem Besitz

Ausgabe des Deutschen Wörterbuches von 1984 in meinem Besitz

Vielleicht möchten Sie nun wissen, wie man ein solches Nachschlagewerk handhaben kann. Wortwörtlich von A-Z durchlesen dauerte wohl ziemlich lange, und ob es einen positiven Effekt auslöste, bleibt fraglich. Ich gebe gerne ein Beispiel, wie und wann ich es benutze. Im Prinzip muss das Wort mich finden und nicht ich das Wort. Ich sitze im Zug, vor mir der „Blick am Abend“. Es dauert ein paar Minuten, bis ich widerwillig nach ihm greife. Eine Statistik über das durchschnittliche Fernseh-Konsumverhalten der Schweizerinnen und Schweizer. Eine Angabe, ob die berechnete Stundenzahl sich auf den Tag, die Woche, oder gar den Monat bezieht, fehlt. Ich lege ihn zurück und denke: „Diese Zeitung ist doch bescheuert“. Eine Denkpause. Bescheuert hallt nach in meinem Kopf, und ich bemerke, dass es „scheuern“ beinhaltet. So offensichtlich und trotzdem habe ich es bisher nie bemerkt. Ist ein Bescheuerter einer der gescheuert wurde oder zu viel gescheuert hat, als er seinen Verstand verlor. Kaum zu Hause, schlage ich das Wort im Grimm nach. Nichts. Vielleicht ist das Wort zu neu, wenn ich bedenke, dass es in einem der ältesten Bände stehen müsste. Allerdings ist mein Interesse längst geweckt, was es mit dem „scheuern“ selbst auf sich hat, und ich werde mit einer ganzen Spalte Kleingedrucktem beglückt. Die Antwort auf die zuerst entstandene Frage finde ich kurz und prägnant auf www.duden.de.

Wem es genügt, die Rechtschreibung und knappe Bedeutung eines Wortes zu kennen, wird in diesem Sinne auch nicht mehr als einen Duden benötigen.

Bibliographie:

Gebunde Ausgabe
Deutsches Wörterbuch
Jacob und Wilhelm Grimm
Hirzel Verlag, 1961
ISBN: 9783740100001

Oder:

Taschenbuchausgabe
Deutsches Wörterbuch
Jacob und Wilhelm Grimm
Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 1984
ISBN: 3423059451

Oder:

Taschenbuchausgabe
Deutsches Wörterbuch
Jacob und Wilhelm Grimm
Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), 1999
ISBN: 9783423590457

 

 

18. Dezember 2012

Ostern in Sicht!

by Strichli

Noch sind wir in der Adventszeit und begehen diesen vorweihnachtlichen Jahresabschnitt in Besinnung auf die Geburt unseres Herrn, welche wir nächste Woche in Frieden und Freude – so hofft man doch – feiern dürfen. Doch in den Schokoladenfabriken läuft bereits die Produktion von Osterhasen auf Hochtouren. Als ich in meiner Lehrzeit als Elektromonteur bei der damals zu den grössten Unternehmungen der Elektro-Branche der Ostschweiz zählenden »Grossenbacher & Co. Holding AG« über ein Jahr hinweg bei der Schokoladenfabrik »Maestrani«, damals produzierend in St. Georgen bei St. Gallen, meine Berufskenntnisse in einer, nicht nur wegen der frei zugänglichen Schokolade, angenehmen und sehr freundschaftlichen Umgebung aneignen und erweitern konnte, habe ich dieses Phänomen selber miterleben können. Die zeitlichen Abläufe von Privat und Beruf stimmten nicht überein, was vielleicht auch einen Teil meines Denkens dahingehend beinflusst hat, dass mit der Geburt Jesus auch sein Tod am Kreuz unmittelbar verbunden ist. Gerade in der Weihnachtszeit, die durch Freude, Erwartungen und Feststimmung gekennzeichnet, jedoch meist nur, bis tendenziell ausschliesslich, im kommerziellen Bereich zu finden ist, wird die Geschichte von Christus nur partiell vorgenommen.

Auf meinem Arbeitstisch lag heute das kleine, sehr schöne Büchlein mit dem Titel »Die Passion«, welches in den Jahren 1935 bis 1945 entstanden ist – besser erklärt, dessen siebzehn abgedruckte Bilder in dieser Zeitspanne von Willy Fries gemalt wurden. Erschienen ist das Werk in der »Zwingli-Bücherei Zürich«. Das Büchlein wird mit einem Text eingeleitet und beendet, und auch jedes der Bilder wird mit einem kleinen Text begleitet. Alle diese Texte stammen – als Auszüge – aus dem Alten oder aus dem Neuen Testament.

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Mit dem Gemäldezyklus »Die Passion« – oben abgebildet eines der siebzehn Bilder, welches im Buch mit dem Text «Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen» begleitet ist -, auch mit anderen Gemäldezyklen und vielen seinen Werken fand Willy Fries in der Schweiz, und im Ausland grosse Beachtung, Anerkennung. Für sein künstlerisches Wirken wurde Willy Fries verschiedentlich geehrt. – Im Jahr 1970 erhielt er den Rembrandtpreis der Johann Wolfgang Goethe-Stiftung in Salzburg und die Evangelisch-theologische Fakultät der Universität Bern verlieh Willy Fries im Jahr 1972 die Ehrendoktorwürde.

Willy Fries wurde am 26. Mai 1907 in Wattwil, einem Dorf im Toggenburg (Kanton St. Gallen) geboren, besuchte die Primar- und Sekundarschule, maturierte an der Kantonsschule St. Gallen und studierte anschliessend an der Universität Zürich, allerdings nur ein Semester lang, Kunst- und Literaturgeschichte. Er reiste nach Paris und Berlin, setzte in diesen Städten sein Studium fort und unternahm Studienreisen nach Italien und Holland. Im Jahr 1935 kehrte Willy Fries nach Wattwil zurück. Nach vielen Jahren seines künstlerischen Schaffens als Kunstmaler und Buchautor verstarb Willy Fries am 18. Juli 1980 in seiner Geburtsgemeinde, Wattwil.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchseite

 

17. Dezember 2012

Onlineshop des Hof Baldenwil

by Sara Grob

Der Hof Baldenwil ist auch ein Betrieb der Stiftung Tosam und ist ein Wohnheim für Menschen mit einer psychischen Belastung oder einer leichten kognitiven Einschränkung, gleichzeitigt bietet der Hof Baldenwil auch Arbeitsplätze im alternativen Arbeitsmarkt an.
Seit dem Jahr 2011 werden auf dem Hof Baldenwil Kräuter und Beeren angebaut. Auf einer Fläche von ca. 1 Hektare bauen sie 40 verschiedene Kräuter, Beeren und Wildobstsorten an. Aus den geernteten Kräutern und Beeren stellt der Hof Baldenwil schliesslich verschiedene feine Produkte in Bioqualität her. Die Produkte kann man entweder im Onlineshop des Hof Baldenwil bestellen oder man besucht den Hof Baldenwil an einem Markt (zum Jahresprogramm). Hier einige Produkte aus dem köstlichen Sortiment von Baldenwil:

Kornblumen Schokolade

Landjäger

Chilisalz

Tomaten-Dip

Aroniasenf

Klicken Sie auf ein Bild und Sie werden direkt zum entsprechenden Artikel im Onlineshop des Hof Baldenwil weitergeleitet. Den Onlineshop finden Sie hier

Die Produkte vom Hof Baldenwil wurden durch buchplanet.ch getestet und für gut befunden. Als Weihnachtsgeschenk 2012 haben die Mitarbeiter (und Mitarbeiterinnen) von buchplanet.ch Geschenksets mit Produkten des Hof Baldenwil erhalten. Diese Geschenke sind sehr gut angekommen und bis jetzt ist mir keine Reklamation zu Ohren gekommen.

Die Produkte eignen sich auch sehr gut als Weihnachtsgeschenke für Arbeitskollegen, Lehrer, Vorgesetzte, Grossmütter und Grossväter, Eltern, ernährungsbewusste Personen,…

Ich wünsche viel Freude mit den Produkten vom Hof Baldenwil!

 

16. Dezember 2012

Adventskalender 4: „Ausserhalb des Rasters“

by Adventskalender
Der legendäre japanische Harleqin Sparrow hatte geschrieben, wahre Krieger sollten "Zufäligkeit kultivieren". Ein Harleqin lehnte dumpfe Routine und bequeme Angewohnheiten ab. Er lebte äusserst diszipliniert, hatte aber keine Furcht vor Unordnung.

Der legendäre japanische Harleqin Sparrow hatte geschrieben, wahre Krieger sollten „Zufäligkeit kultivieren“. Ein Harleqin lehnte dumpfe Routine und bequeme Angewohnheiten ab. Er lebte äusserst diszipliniert, hatte aber keine Furcht vor Unordnung.

 

Adventskalender 4, von Franziska Signer

 

Ein Satz den ein Autor scheinbar zu seinem Lebensmotto gemacht hat. Dieser Autor ist „John Twelve Hawks“ und eines einer Bücher möchte ich Ihnen vorstellen, da ich es mit viel Vergnügen gelesen habe. Aber so denken nicht alle Leser von „Traveler“ und den 2 anderen Bänden der Trilogie. Die Meinungen über die 3 Bücher sind sehr verschieden und positiv wie negativ.

Im Mittelpunkt des ersten Buches steht am Anfang die wortkarge Maya, eine Schwertkämpfer-Amazone die zur Gruppierung der Harlequins gehört, die als Kämpfer Traveler beschützen. Ebenso im Mittelpunkt Zwei Brüder, die zu eben diesen Travelern gehören, und unter Mayas Schutz. Traveler sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten, zu denen u. a. auch gehört, andere Menschen dazu zu bewegen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das frei von gesellschaftlichem Anpassungsdruck und der unkritischen Übernahme des vorherrschenden „Life-Styles“ und der Normen ist. Auch deshalb stellen sie eine Gefährdung für eine Gruppierung namens Tabula, auch die Bruderschaft genannt, dar, die im Hintergrund daran arbeitet, ein politisches und technisches System der totalen Kontrolle und Überwachung zu realisieren (Panoptikum). Mit der Unterstützung von zwei weiteren Personen, gelingt es einem der Brüder, sich dem Zugriff der Tabula zu entziehen, während der andere Bruder sich mit seinen Travelerfähigkeiten in den Dienst der  Tabula stellt.

Mir hat die Idee gefallen, dass die Harleqin-Kämpfer immer ZZG’s mit sich führen, Minicomputer, bei denen auf Knopfdruck eine nach dem Zufallsprinzip erzeugte Zahl auf dem Display erscheint. Sie benützen sie um Entscheidungen zu treffen. Eine ungerade Zahl bedeutet ja, eine gerade nein. Dadurch werden sie unberechenbarer und wirken dem starren Kontrollfetischismus der Tabula entgegen. Ich mag die Botschaft,die das Buch meiner Meinung nach dem Leser nahe bringen möchte. Nämlich dass jeder Mensch seine Einzigartigkeit ausleben und seinen eigenen für sich richtigen Weg gehen soll.

Beim Lesen des Buches fällt auch auf, dass der Autor sich sehr gut über die technischen Mittel und Instrumente der tabulosen Überwachungsinfrastruktur informiert hat. Über ihn selbst ist jedoch nur sehr wenig bekannt und zu seinen Verlegern hält er den Kontakt scheinbar nur über ein nicht zu ortendes Satellitentelefon. Das hat natürlich zur folge dam im Internet die verschiedensten Gerüchte über seine Identität kursieren. Einige meinen er ist Dan Brown andere denken eher das es Michael Cunningham ist.

Aufgrund einer weit verbreiteten Annahme, das John Twelve Hawks im Rollstuhl sitzt und anhand der elektronisch verzerrten Stimme am Anfang der englischen Hörbuchausgabe seines Buches, die die Worte „Hier ist John Twelve Hawks“, und „Ich lebe außerhalb des Rasters.“ spricht (man hört angeblich eine körperliche behinderung) glauben viele das es sich beim Autor um Stephen Hawking handelt.

Falls dies wirklich (was ich nicht glaube) zutrifft, kann ich wenigstens sagen eines seiner Bücher ganz gelesen und verstanden zu haben 🙂

 

 

Hier noch die Links zu den einzigen 2 Interviews die John Twelve Hawks jemals gegeben hat:

http://www.bookbrowse.com/author_interviews/full/index.cfm?author_number=1159

http://www.sffworld.com/mul/146p0.html

 

15. Dezember 2012

Adventskalender 3: Welche Bücher mich interessieren

by Adventskalender

Herzlich Willkommen zum dritten Adventskalendereintrag von buchplanet.ch

Adventskalender 3: Welche Bücher mich interessieren, Sara Grob interviewt Herr XY

Herr Xy arbeitet in der Buchentsorgung des buchplanet.ch. Das heisst aber nicht, dass er Bücher nicht mag oder kein Interesse an ihnen hat.
Im buchplanet.ch haben wir eine schöne Regel, von der auch Herr Xy profitiert: Bücher, die nicht wertvoll oder antiquarisch sind, dürfen von den MitarbeiterInnen des buchplanet.ch kostenlos mitgenommen werden. Wann immer Herr Xy ein Buch sieht, das ihn anspricht, darf er einige Minuten darin lesen und dann entscheiden, ob er das Buch nach Hause nehmen möchte oder nicht. Herr Xy nimmt nicht viele Bücher nach Hause, es reicht ihm kurz einen schönen Satz oder eine interessante Tatsache zu lesen. Herr Xy lebte einige Zeit lang im Wallis, er spricht und versteht deshalb gut Französisch. Wann immer er ein französisches Buch sieht, nimmt er sich Zeit um kurz die Inhaltsbeschreibung zu lesen. Es ist ein kleines aber wirksames Training fürs Französisch von ihm. Seit einiger Zeit nimmt sich Herr Xy auch öfters den englischen Büchern an. So lernt er immer wieder einige Brocken der englischen Sprache.

Bei Biografien von Schauspielern oder anderen berühmten Personen kann Herr Xy nicht widerstehen. Er nimmt sich dann Zeit um die Lebensdaten dieser Person kurz nachzulesen. So erfahren er und sein Mitarbeiter immer wieder interessante Informationen über Schauspieler und berühmte Personen, die sie vorhin noch nicht wussten. Zum Beispiel, hat Herr Xy vor kurzem ein Buch über Charlie Chaplin angeschaut. Einem anderen Mitarbeiter kam dann sofort in den Sinn, dass die Leiche von Charlie Chaplin in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1978 vom Friedhof in Corsier-sur-Vevey entwendet wurde. Nachzulesen ist die Geschichte auch im Wikipediaeintrag über Charlie Chaplin. Diese spannende und auch komische Tatsache über Charlie Chaplin war vielen von uns nicht bekannt und wir freuen uns, dass wir etwas Neues lernen konnten.

Die Mitarbeiter bei buchplanet.ch sollen nicht stur ihre Arbeit verrichten, sondern auch von der Arbeit profitieren, etwas Neues dazulernen. Deshalb ist es von mir, Sara Grob, sogar sehr gewünscht, dass die Mitarbeiter ab und zu auch in den Büchern schmökern und sich darüber austauschen.

Hier sind einige Bücher, die Herr Xy spannend findet, mit einem Klick aufs Bild gelangen Sie zur Verkaufsseite.

            

12. Dezember 2012

Die Mittelwerte in der Mathematik

by Josef Beda

Wer kennt die folgende Aufgabe nicht: »Vor dem Haus liegt ein kleiner Garten mit fünf Beeten auf denen die dreiköpfige Familie jedes Jahr erlesenes Gemüse anpflanzt und liebevoll beim Gedeihen betreut. Wenn im Laufe des Jahres alle Früchte der Arbeit geerntet, verzehrt oder eingemacht sind, zieht der Winter, der das kleine Feld mit weissem Schnee zudeckt, ins Land. Im Frühling dann, muss die Erde wieder gelockert – umgestochen – werden. Wenn der Vater alleine arbeitet, braucht er fünf Stunden, sein Sohn dagegen benötigt für die gleiche Arbeit sieben Stunden. Wie lange brauchen Vater und Sohn, wenn sie das Umstechen gemeinsam erledigen?« Die Lösung wird wie folgt gefunden: Der Vater schafft in einer Stunde 1/5 des Gartens, der Sohn schafft in einer Stunde 1/7 des Gartens. Vater und Sohn zusammen schaffen in einer Stunde 1/5 und 1/7, also 12/35 des Gartens. Daraus folgt, dass sie – zusammen – nach knapp 3 Stunden mit dem Umstechen fertig sind. Diese Lösung kann auch mit einer Zeichnung gefunden werden.

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In der oben stehenden Abbildung ist auf der unteren Gerade g1 die für die Arbeit notwendige Zeit des Sohnes As und auf der oberen, zur unteren Gerade parallel verlaufenden Gerade g2, jene des Vaters Av abgetragen. Werden diese beiden Strecken zu einem Trapez ergänzt und die beiden Diagonalen d und e eingezeichnet, erhält man den Schnittpunkt H durch den eine Gerade ggezogen werden kann, die zu den beiden anderen Geraden g1 und g2 ebenfalls parallel läuft. Die Strecke auf dieser Gerade g3 welche durch die beiden ergänzten Seiten des Trapezes begrenzt wird, entspricht dem Harmonischen Mittel Avon Av und As → für die gegebene Arbeit brauchen Vater und Sohn, wenn sie gleiche Zeiten für die Erledigung einsetzen, etwa sechs Stunden, für jeden Einzelnen bedeutet dies knapp drei Stunden Arbeit. Allgemein gilt, dass die Linie (im Bild rot eingezeichnet) durch den Schnittpunkt der Diagonalen eines jeden Trapezes dem Harmonischen Mittel der beiden parallel liegenden Trapez-Seiten entspricht. Die Beweisführung ist allerdings nicht ganz einfach.

In der Mathematik ist eine ganze Menge von Mittelwerten definiert. Unter diesen Definitionen gibt es solche, welche bekannt und wichtig zugleich sind, andere hingegen sind eher »spezieller Natur« und im Alltag selten anzutreffen. Zu den Mittelwerten zählen auch der Modus und der Median, die nur eine Skalendignität unterster Stufe – eine Nominalskala – als Basis benötigen. Die drei klassischen Mittelwerte – das Arithmetische Mittel, das Geometrische Mittel und das Harmonische Mittel -, wie auch weitere, oft weit weniger bekannte Mittel (Quadratisches Mittel, Kubisches Mittel, Logarithmischer Mittelwert, …), setzten eine Skalendignität höchster Stufe, eine Kardinalskala – eine Intervallskala oder sogar eine Verhältnisskala – voraus.

Uns allen vertraut ist das Arithmetische Mittel. Wenn wir als Beispiel den Durchschnittslohn einer Gruppe berechnen wollen, addiert man all die Löhne und teilt die Summe durch die Anzahl der addierten Löhne, welche natürlicherweise der Anzahl der Gruppen-Mitglieder entspricht. Gerade bei der Betrachtung von Löhnen – natürlich nicht nur – kann es jedoch sinnvoller sein, den Median und nicht das Arithmetische Mittel als Grundlage für Analysen heranzuziehen, denn die Löhne der untersten oder obersten Klasse, wenn sie als Ausreisser darstellen, können die Statistik – deren Interpretation -, den Eindruck – »verfälschen«, wie folgendes Beispiel zeigt:

Lohnliste einer Arbeitsgruppe: 11000;  9000; 10000; 12000; 35000; 8000.00; 13000; → das Arithmetische Mittel liegt somit bei 14000, der Median bei 11000;

Ob nun das Arithmetische Mittel oder der Median für eine Analyse aussagekräftiger ist, hängt von der Fragestellung ab. Es kann generell gesagt werden, dass sich bei der Erstellung einer Liste allfällig eingeschlichene Fehler beim Median, dies im Gegensatz zum Arithmetischen Mittel, wenig oder gar keine Auswirkung haben. Der Median wird am einfachsten bestimmt, wenn die Werte einer Liste in aufsteigenden Werten geordnet werden. Bei einer ungeraden Anzahl an Werten entspricht der Median dem mittleren Wert; bei einer geraden Anzahl an Werten, wird der Median als Durchschnitt der beiden mittleren Werte, dem Untermedian und dem Obermedian, berechnet. In den Wirtschaftswissenschaften, wenn es um die Berechnung der Einkommen geht, wird der Median gegenüber dem Arithmetischen Mittel bevorzugt. Der Median hat jedoch in diesem Bereich als Alternative die Wohlfahrtsfunktion als »Mitbewerber«.

Wenn man von einer Durchschnittsgeschwindigkeit redet, meint man allgemein den Quotienten aus zurückgelegtem Weg und der dafür benötigten Zeit – es handelt sich bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten um das Arithmetische Mittel. Es ist der Vollständigkeit festzuhalten, dass diese Betrachtung auf der Messung in gleichen Zeiten – in vielen Fällen pro Stunde oder pro Sekunde – beruht. Man kann sich aber auch  vorstellen, dass die Betrachtung auf Messungen gleicher Strecken – beispielsweise Kilometer oder Meter – beruht. In diesem Fall wird die Durchschnittsgeschwindigkeit als Harmonisches Mittel berechnet.

Mit dem Geometrischen Mittel wird der mittlere Faktor eines Wachstums bestimmt. Durch Multiplikation dieses Faktors mit dem Anfangsbestandes kann so der Endbestand errechnet werden.

Beispiel folgt

Die Beziehung der drei klassischen Mittel kann, wenn es nur zwei positive Merkmalträger gibt, in einem rechtwinkligen Dreieck unter Beizug der Sätze von Euklid – dem Höhensatz und dem Kathetensatz – sehr schön gezeigt werden.

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Aus der Skizze gehen folgende Beziehungen hervor: <x>a = ½ (x1 + x2) und <x>g = √ (x1 · x2) – dies nach dem Höhensatz sowie<x>h = <x>g : <x>a – dies nach dem Kathetensatz. Ebenfalls ist in der Skizze auch sehr gut die Ungleichung der drei klassischen Mittelwerte von zwei positiven Zahlen zu erkennen: <x>h ≤ <x>g ≤ <x>a

Mathematik, für manche als »Rotes Tuch« wahrgenommen, kann interessant, sehr spannend und lehrreich sein und niemand auf dieser Erde verlangt, dass man alles dieser Wissenschaft zu verstehen hat. Nein, im Gegenteil: Das eigene Erforschen, das Eintauchen in die Materie macht Spass!

 

Mathematik

 

Das oben abgebildete, im »Weltbild-Verlag« in Lizenz von »Worldcopy Est. Verlagsgesellschaft« in zwei Bänden erschienene Werk mit dem Titel »Mathematik« ist ein Ratgeber zum Selbststudium; es ist geeignet für Schule und Beruf, enthält über 3000 Beispiele und Übungen mit Lösungen sowie über 1000 farbige Abbildungen. In den beiden Bänden werden Themen wie Zahlenbereiche, Algebra, Geometrie, Mengenlehre sowie die Wahrscheinlichkeitsrechnung und das Kaufmännische Rechnen behandelt. Die zwei Bücher sind als Package (652 Seiten umfassend) bei uns  – buchplanet.ch -, dem »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« für CHF 18.00 erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A: JBS
Bild B: JBS
Bild C: Buchdeckel