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Archiv vom November, 2012

27. November 2012

Vor Weihnachten die Weihnachtsmärkte

by Strichli

Landauf landab, nicht nur in der Schweiz, überall finden vor Weihnachten die Weihnachtsmärkte statt. Diese Märkte besitzen ganz verschiedene Namen – Christkindlmarkt, Adventsmarkt, Chlausmarkt, … -, und sie sind auch in Form und Gestaltung sehr unterschiedlich. Der »Einsiedler Weihnachtsmarkt« dauert dieses Jahr vom 1. Dezember bis 9. Dezember. Er wird durch ein sehr umfassendes Kultur- und Rahmenprogramm begleitet und weist über 130 Verkaufsstände auf. In der Stadt Nürnberg findet auch dieses Jahr der vor über 300 Jahren begründete, heute zu den grössten Weihnachtsmärkten Deutschlands zählende »Nürnberger Christkindlesmarkt« statt. Vom 30. November bis 24. Dezember werden an diesem Weihnachtsmarkt weit über  2 Millionen Besucher erwartet.

Auf einer nicht so langen Tradition beruhender und in beschaulicher Weise durchgeführter Weihnachtsmarkt findet am kommenden Samstag, 1, November von nachmittags 15.00 Uhr bis abends 21.00 Uhr in Degersheim statt. Degersheim ist eine Gemeinde, welche etwa 4000 Einwohner zählt, an der Grenze zum Kanton Appenzell Ausserrhoden, aber noch im Kanton St. Gallen liegt. Zum achten Mal wird der »Weihnachtsmarkt Degersheim« in gleicher Gestalt organisiert. Etwa 45 Aussteller –  Gewerbetreibende, Vereine und Freischaffende – nehmen an diesem Event, der mit einem Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche begleitet und verschiedenen Attraktionen auf der Show-Bühne umrahmt wird, teil.

Auch »buchplanet.ch« hat sich entschlossen einen Stand zu errichten und zu betreiben. In wenigen Tagen haben vier Mitarbeiter den Anlass unter der Leitung der Chefin vorbereitet und warten am 1. Dezember mit einem ausgewogenen Angebot, bestehend aus zahlreichen – etwa 500 – »Gebrauchten Büchern« verschiedener Preisklassen, verschiedener Sparten und Rubriken auf. Besonders freut es uns, dass sich unser Stand gleich neben dem, des ebenfalls zur »Stiftung Tosam« gehörenden Betriebes, des »Brockenhaus Degersheim« stehen wird. – Und, mich persönlich freut es zudem, dass gleich vor den beiden Ständen der »Stiftung Tosam« der »Männerchor Harmonie Degersheim« mit einem Stand – letztmalig, weil er sich per Ende Jahr infolge Mitgliederschwundes aufzulösen muss – vertreten ist.

Geschätzte Freunde, Kameraden und Kollegen, besucht unsere drei in Reihe stehenden Marktstände – es lohnt sich auf jeden Fall. Bis bald!

26. November 2012

Ex Libris Nummer 23 und 24

by Sara Grob

Ich freue mich immer sehr wenn ich wieder ein neues Ex Libris in einem Buch entdecke. Heute möchte ich Ihnen gleich zwei Ex Libris zeigen, die wir vor kurzem in einem secondhand Buch gefunden haben.

 Ich vermute, dass dieses Ex Libris das Familienwappen für den Namen „Hilligardt“ zeigt. Ich kannte den Namen „Hilligardt“ bisher nicht, zuerst las ich „Stillhardt“ auf dem Ex Libris.  Ich nehme an, dass der Name „Hilligardt“ aus Deutschland stammt, denn es gibt in der Schweiz  nur sieben Telefonbucheinträge auf diesen Namen. Ich fand im Internet auch nichts zur Herkunft und Bedeutung des Namens. Meine Suchmaschine listete vor allem Geneaologie-Portale auf, die kostenpflichtig sind und einen eher unseriösen Eindruck machen.

 

 Dieses Ex Libris erinnert mich an den Newsletter, den die buchplanet.ch-Kunden heute von mir erhalten haben. Denn der November-Newsletter dreht sich um Bücher für die kalte Jahreszeit und um eine kleine Broschüre mit dem Titel „Blumenpflege für Haus und Kirche“. Da passt doch dieses Lesezeichen wirklich perfekt dazu.

Sie haben unseren Newsletter noch nicht abonniert? Zögern Sie nicht und registrieren Sie sich noch heute für den buchplanet.ch-Newsletter: zum Newsletter
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20. November 2012

Amboise, die Kleinstadt an der Loire

by Strichli

Amboise, die Kleinstadt mit etwa 12’000 Einwohnern, wird einerseits von der Altstadt, vor allem aber vom prächtigen »Schloss Amboise« dominiert. Entlang der Loire und ihrer zahlreichen Nebenflüsse befinden sich allerdings mehr als 400 weitere, teilweise ansehnliche, Schlossanlagen; doch das »Schloss Amboise« hat eine besondere Bedeutung. Kennen lernen konnte ich die Stadt, das Schloss wie auch das Schloss »Clos Lucé«, welches 600 Meter vom »Schloss Amboise« – mit diesem durch einen Stollen unterirdisch verbunden ist – entfernt liegt, während eines Sprachaufenthaltes in Frankreich.

Der Sprachkurs dauerte vier Wochen – die Firma zahlte die Schule und den Aufenthalt und ich gab zwei Wochen meiner Ferien in »Zahlung«. Die Schule wurde bestens geführt; engagierte Gastredner, die sich in ihren Vorträgen zu Themen TGV, Loire-Schlösser sowie zur Geschichte und Kultur des Departements »Indre-et-Loire« – natürlich in französischer Sprache – äusserten, bereicherten den Schulunterricht in geradezu schmückender Weise. Zwei Reisen wurden in diesen vier Wochen ebenfalls von dem »Eurocenter Amboise« organisiert. Eine davon führte unser »Volk der Lernenden« in verschiedene Schlösser an der Loire.

Es war sehr interessant, wie sich die nach Vorkenntnissen der französischen Sprache gebildeten Klassen zusammensetzten. In der Klasse, in der ich eingeteilt wurde, befand sich ein Student aus Deutschland – nicht mehr der jüngste, er ging schon gegen die Dreissig. Auf die Frage, «Was er in der Zukunft gedenke zu arbeiten», meinte er: «Ich bleibe mein Leben lang Student – vom Deutschen Staat bezahlt, unterstützt und begleitet.» Er wurde zu einem »Akademischer Kulturträger Deutschlands« ausgebildet – seine Worte. Nach den doch relativ anstrengenden Schultagen fanden wir uns im unter dem »Schloss Amboise« betriebenen Restaurant »l‘ Epirerie« zum Feierabend-Bier ein. Dieses dauerte manchmal solange, dass sich der Heimgang in die Unterkünfte, die von den meist ausserhalb von Amboise wohnenden Gastfamilien zur Verfügung gestellt wurden, kaum mehr lohnte.

Amboise war eine Erfahrung, eine lehrreiche Zeit, nicht alleine wegen des Unterrichts in französischer Sprache, sondern auch, weil wir einem der grössten Genies aller Zeiten näher gekommen sind: Leonardo da Vinci, der berühmteste Universalgelehrte der am 15. April 1452 in Anchiano geboren wurde. Im Jahr 1516 wurde Leonardo da Vinci von Fürst Franz I. nach Amboise eingeladen. Leonardo nahm drei seiner Bilder mit auf das Schloss Amboise: Mona Lisa, Anna selbdritt und Johannes den Täufer. Der von Leonardos Werken tief begeisterte Fürst überliess dem Maler, Bildhauer, Architekten, Anatom, Mechaniker, Naturphilosoph und Ingenieur – eben Leonardo da Vinci – das Schloss »Clos Lucé«. In diesem Schloss arbeitete Leonardo noch gut zwei Jahre bis kurz vor seinem Tod; am 2. Mai 1519 ist Leonardo da Vinci im Alter von 67 Jahren gestorben. – Heute beherbergt sein letzter Wohnsitz, seine letzte »Werkstätte« ein Museum.

Das 168 Seiten umfassende Buch »Leonardo«, welches im »Schweizer Druck- und Verlagshaus AG, Zürich« als 5. Auflage im Jahr 1960 als Lizenzausgabe des von Giorgio Nicodemi im »Fretz & Wasmuth Verlag AG, Zürich« herausgegeben Originals erschienen ist, enthält 203 Kupfertiefdruckbilder und drei montierte Farbtafeln.

 

 

»Das Werk enthält das gesamte, gesicherte malerische Werk Leonardos in Vollaufnahmen, bereichert durch eine Fülle von kennzeichnenden Gemäldeausschnitten, und gibt überdies eine sorgfältige Auswahl aus den hinterlassenen Manuskripten, Zeichnungen und Studien aus allen nur denkbaren Wissensgebieten, die bisher nur in schwer zugänglichen und teuren fachwissenschaftlichen Publikationen zu finden waren.« (Auszug aus dem Klappentext)

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchumschlag

 

 

 

19. November 2012

Stofftiere und Puppen

by Sara Grob

Jedes Kind hat mindestens eine Puppe oder ein Kuscheltier, das es eine lange Zeit auf seinem Lebensweg begleitet. Auch wenn das Kind 20 Puppen hat, eine macht immer das Rennen und hat einen ganz speziellen Platz im Herzen des Kindes. Auch ich hatte früher sehr viele Stofftiere und Puppen, doch nur eines war mein Liebstes. Dieses Stofftier hat mich über viele Jahre begleitet und ist sogar mit mir aus meinem Elternhaus ausgezogen, jetzt wohnt es in einer gemütlichen Bananenschachtel in meinem Estrich 😉
Was also war mein liebstes Kuscheltier? Es war nicht die Baby Born Puppe, obwohl sie sogar aufs Töpfchen konnte, es war kein Beanie Baby, obwohl die für uns sehr speziell waren denn unsere Tante hatte sie uns aus den USA gebracht, es war auch nicht Fuchur, obwohl er unser grösstes Kuscheltier war. Nein, am liebsten war mir mein Schweine-Kuscheltier.
Gerne würde ich Ihnen jetzt ein Bild von diesem Stofftier zeigen. Die Google-Bildersuche  brachte leider kein passendes Ergebnis. Es war kein rosarotes, süsses, knuffiges Schwein. Nein, es war ein richtiges Schwein, mit eher grau-braunen Haaren und normal grossen Augen (ich finde die riesigen Augen bei den heutigen Kuscheltieren schon süss. Aber irgendwie ist es doch auch total unnötig und unrealistisch…). Dieses Schwein war also keine Schönheit, es war auch nicht besonders süss oder hübsch, nein, es sah aus wie das dreckige Schwein, das ich oft bei unserem Nachbarn auf dem Bauernhof sah.
Und trotzdem hat es dieses Schwein geschafft mein Herz zu erobern und mein liebstes Kuscheltier zu sein.

Das alles fiel mir wieder ein, als ich heute die zwei Bücher „Kinder lieben Tiere“ und „Gib den Puppen Leben“ in unseren Onlineshop stellte.  Beide Bücher sind von Karin Neutschütz und im Verlag Freies Geistesleben erschienen. Im Buch „Kinder lieben Tiere“ zeigt Karin Neuschütz wie man Woll- und Stofftiere herstellt und wie man mit ihnen spielt. Im Buch „Gib den Puppen Leben!“ gibt Karin Neuschütz genaue Anleitungen zum Herstellen der Puppen und detaillierte Hinweise und Tips für die Inszenierung eines Puppenspiels.

In diesen zwei Büchern findet man viele Anleitungen zum Herstellen von Stofftieren und Puppen. Die vorgestellten Puppen und Kuscheltiere sind eher schlicht und überzeugen durch ihre sorgfältige Verarbeitung. Es sind Spielzeuge, die die Fantasie der Kinder anregen.

Klicken Sie auf das Buchbild um das Buch in unserem Onlineshop zu bestellen.

 

 

14. November 2012

Die dunkle Bedrohung

by Josef Beda

Die Unfälle im Kernkraftwerk Fukishima Daiichi in Japan, welche ab 11. März 2011 infolge eines Erdbebens begonnen haben, dann zur Nuklearkatastrophe führten, läuteten ihn – vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz – definitiv ein; den Ausstieg aus den Atomkraftwerken. Mit heldenhaftem Willen wollen einige Länder dem »Atomstrom« Adieu sagen und setzen sich für die Gewinnung von Erneuerbaren Energien ein. – Toll! Die Basis für die Erneuerbaren Energien bilden drei natürliche Energiequellen: die Kernfusion der Sonne, die Gezeitenkraft und die Geothermie.

In der Sonne werden durch Kernfusion grosse Mengen an Energie freigesetzt, die als elektromagnetische Strahlung, genannt Solarstrahlung – unsere Erde erreichen. Durch die Wechselwirkung zwischen der Erde, unserem Trabanten, dem Mond und der Sonne – der Gravitation zwischen diesen drei Gebilden – entsteht mechanische Energie, die Gezeitenkraft. Im Erdinneren ist Wärme gespeichert, die aus der Restwärme aus der Zeit der Entstehung der Erde besteht und stetig mit der durch die Gezeitenkräfte verursachten Reibungswärme zwischen der Erdkruste und dem flüssigen Erdkern aufrecht erhalten wird.

Die Sonnenenergie, welche auf unserer Erde von den kurz erklärten Energiequellen das grösste Energieangebot liefert, kann direkt oder indirekt genutzt werden. Die Solarenergie ist die Form der direkten Nutzung, die Bioenergie, die Wasserkraft und die Windenergie zählen zu den indirekten Nutzungsformen der Sonnenenergie.

Doch es scheint, dass das Interesse an der Nutzung der drei Basen, welche zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien viel dominanter verwendet werden könnten, zwar vorhanden und auch grossartig proklamiert wird, aber unter verschiedenen Aspekten nicht durchdringt. – Die Windenergieanlagen – um diese Möglichkeit zur Diskussion zu stellen – räumlich zu Windparks vereint, verursachen Lärm, verunstalten das Landschaftsbild und sind Totschläger für die Vögel. Um die in der Schweiz die fünf mit einer Gesamt-Nettoleistung von gegen 3300 MW in Betrieb stehenden Kernkraftwerke zu ersetzen, müsste beispielsweise ein Park mit etwa 550 Windkraftanlagen der modernster Bauart erstellt werden. – Statt bestehende umweltfreundliche Technologie rasch weiter zu entwickeln, sie dann auch einzusetzen, fallen wir ins finstere Zeitalter der Kohlenkraftwerke zurück.

 

Eine ganz andere dunkle Bedrohung wird im ersten Teil der Prequel-Trilogie, welche die Vorgeschichte der berühmten Star-Wars-Filme als Inhalt hat, erzählt. Die drei Episoden der Vorgeschichte der Star-Wars-Filme, welche in den Jahren 1977 bis 1983 gedreht wurden, tragen die Titel Episode I – Die dunkle Bedrohung, Episode II – Angriff der Klonkrieger, Episode III – Die Rache der Sith. Diese drei Geschichten wurden in den Jahren 1999 bis 2005 verfilmt.

 

In unserem schon im gigantischen Ausmass bestehendem Angebot an Gebrauchten Büchern, haben wir ein besonderes Juwel, welches für Freaks der Star-Wars-Reihe sehr interessant sein dürfte. Es ist zwar dünn, umfasst lediglich 31 Seiten, das Format des Buches ist hingegen mit einer Breite von 27 cm und einer Höhe von 36 cm sehr speziell. Der Inhalt des Buches zeigt die Risszeichnungen der in der Episode I – Die dunkle Bedrohung gezeigten Vehikel; zum Beispiel den 115 Meter langen Raumkreuzer, das Landungsschiff, welches eine Flügelspannweite von 370 Metern aufweist, den mit 17 Anti-Personen-Blaster bestückten Grosstransporter MTT und das Gungan-U-Boot, dessen Auftrieb durch den Einsatz schwammähnlicher Kammern, welche wie die Tauchorgane bestimmter Meerestiere wirken, gesichert wird.

 

 

Ein grossartiges Werk für Liebhaber der Science-Fiction-Scene. Erschienen ist das Buch im Jahr 1999 in der Verlagsgesellschaft GmbH & Co. KG, Köln und ist bei uns – buchplanet.ch – zu einem Preis von CHF 11.00 erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

13. November 2012

Wenn die Jugendsprache unerträglich wird

by Strichli

«Echt geil» – ein Ausdruck, der aus dem Wortschatz der deutschen Sprache wohl kaum mehr wegzudenken ist; er ist vielseitig anwendbar. Alles kann geil sein – ein Buch, ein Auto, eine Wohnung, eine Party, die Arbeit, die Musik, die Kleidung, ein Gespräch, eben alles, was gerade gefällt. Die Steigerung von geil ist dann beispielsweise affen-geil, turbo-geil, oberaffen-geil, voll-geil. Der letzterwähnte Ausdruck gilt zudem auch für das – wenn meist auch nur momentane – umfassendere Wohlbefinden; das Gegenteil von geil ist ungeil. «Du siehst echt alt aus», meint nicht die Jahre die jemand auf dem Buckel hat, sondern die nicht ganz gute Situation, in welcher der Angesprochene sich gerade befindet. Und so mancher kommt hie und da auf den Psycho, weil so alles anders abläuft, als er sich das gerade ausgedacht und gewünscht hat. Und wenn das Gegenüber den Redenden oder eine Lösung, ein Buch, einen Beweis, versteht, dann rafft er es.

Es gibt n solcher Ausdrücke, die sich bei den Jungen entwickelt haben und auch in der Welt der Erwachsenen Einzug hielten und ihre Anwendung finden – kaum eine Person stört sich daran.

Sicher! – Es existieren Ausdrücke, die nicht nur persönlich genommen werden, sondern auch sehr verletzen können. Angeführt seien beispielsweise: «Du Schlauch», «Du Hohler», «Du Arsch».

Gegen solche Titulierungen kann man sich allerdings wehren, wenn man will und sofern es der Rufer auch verdient hat, der Wehr würdig ist -; es geht ja um die eigene Person, des Beurteilten. Viel mühsamer wird es, wenn man beispielsweise als Hurensohn bezeichnet wird. Es geht nun weiter, zu weit, denn: die – allfällige – Beleidigung »verlässt« die eigne Person, ein Mitmensch, Mitmenschen, eine Gruppe, die Umgebung werden dabei gleich mitbeleidigt; die Mitbeleidigten können sich aber nicht wehren. Sollten solche Benennungen aus dem Munde eines Jugendlichen kommen, ist es arg; wenn diese aus dem Rachen eines Erwachsenen hervorflammen, dann wird die blumige, etwas saloppe, nicht immer ganz fundamental zu definierende Jugendsprache – ganz einfach – unerträglich.

 

 

Die Jugendsprache ist wahrscheinlich schon immer existent, sie erweitert und entwickelt sich im Gange der Zeiten. Im Jahr 1985 ist im Econ-Verlag das oben abgebildete Taschenbuch mit dem Titel Lexikon der Jugendsprache erschienen. Claus Peter Müller-Thurau hat Ausdrücke gesammelt zusammengestellt und beschrieben, was in etwa darunter zu verstehen ist. Die Zeichnungen zu einigen Wortspielen stammen aus der Feder von Marie Marcks.
Eine geile, erfrischende und auch aufschlussreiche Dokumentation. Zugreifen! – Das Lexikon ist bei uns – buchplanet.ch -, dem Online-Shop für Gebrauchte Bücher, erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A; Buchdeckel

 

 

 

12. November 2012

Il Cudesch da Fier. Das Eiserne Buch

by Sara Grob

Heute habe ich ein zweisprachiges Buch in unseren Onlineshop gestellt, das mich sehr fasziniert. Deshalb folgen hier einige Auszüge aus dem deutschen Vorwort.

Auslöser für dieses Buch war eine sonntägliche Autofahrt von Silvaplana ins Unterengadin. Mit Frau, Kind und Kegel besuchten wir die schöne Bäderlandschaft von Scuol. Die Fahrzeit nutzten wir, um mit den Anfangsbuchstaben der Dorfnamen eine Eselsbrücke zu konstruieren, und uns damit die richtige Reihenfolge der Ortschaften einzuprägen. Unterhaltsam, weil witzige Phrasen Gelächter auslösten. Das Durcheinander mit der doch langen Eselsbrücke bewog mich, eine andere Lösung für die Erlernung der Namen der Engadinerdörfer zu finden.
„Das Eiserne Buch“, mit Kreide auf Eisen gemalt, beinhaltet 26 Bilder mit dazu passenden Reimen und das Ganze ist erst noch 150 Kilogramm schwer.

Das vorliegende weniger gewichtige Buch hingegen soll einerseits Gross und Klein, Romanisch- und Deutschsprechenden mit Text und Bild Freude bereiten, anderseits mit den im Anhang beigefügten Informationen auch Wissenswertes über das Engadin vermitteln. Zur Auflockerung empfehle ich, die ganz am Schluss aufgeführten romanischen Lieder wieder einmal zu singen.

Während meiner Arbeit musste ich oft – viel zu oft – das romanische Wörterbuch in Anspruch nehmen. Und oft traten Glücksgefühle auf, die vom fantastischen Wortschatz der romanischen Sprache ausgelöst wurden. Ebenso oft aber trat die Gewissheit auf, dass wir, speziell die Mehrheit der romanischssprachigen Oberengadiner, zu denen ich mich leider ebenfalls zählen muss, die romanische Sprache nur oberflächlich beherrsche und dementsprechend mit dürftigem Wortschatz anwenden. 

Das Buch wurde in einer Auflage von 2000 Exemplaren herausgegeben, eines dieser 2000 Exemplare finden Sie bei buchplanet.ch – dem Onlineshop für gebrauchte Bücher. Zum Buch

7. November 2012

Eine weitere Kindheitserinnerung

by Sara Grob

Bilderbücher waren meine erste Erfahrung mit dem gedruckten Wort und der magischen Welt, die in den Büchern verborgen sein kann. Ich freue mich deshalb immer sehr, wenn wir im buchplanet.ch ein Bilderbuch erhalten, das in meiner Kindheit zu meinen Schätzen gehörte.
So ist es mir auch heute nach meiner Mittagspause ergangen. So erwartete mich mein Arbeitspult:

Jenste Bücherstapel und ein ganz besonderer Schatz: Serafin und seine Wundermaschine

Kennt ihr die Geschichte von Serafin und seiner Wundermaschine, gezeichnet von Philippe Fix? Die Hautpersonen in diesem Buch sind: Serafin, Plum und Herkules (ein Hamster).
Serafin arbeitet als Fahrkartenknipser in der Untergrundbahn, diese trostlose Arbeit an diesem trostlosen Ort macht ihn jedoch sehr traurig. Wenn wundert es also, dass Serafin nach kurzer Zeit entlassen wird?
An schönen Tagen lieben es Plum und Serafin über den Flohmarkt zu bummeln. Und eines Tages entdeckt Serafin auf dem Flohmarkt sein Traumbett (Wunschbett). Doch das Bett passt nicht in die Wohnung von Serafin. Der Zufall kommt Serafin aber zu Hilfe, er erfährt, dass er ein altes Haus mit einem Park und mehreren Nebengebäuden geerbt hat. Das Haus ist aber wirklich sehr alt und extrem verfallen.
Doch Serafin wäre nicht Serafin wenn er jetzt aufgeben würde. Gemeinsam mit seinem Freund Plum renoviert er das Haus und baut es ganz nach seinem Gusto um. Auf Flohmärkten und bei Altwarenhändlern besporgen Serafin und Plum die Umbaumaterialien. Das Haus entwickelt sich zu einem wunderbaren Traumschloss.
Plum findet, dass ein Haus ohne Musik kein richtiges Haus sei und bittet Serafin ein Radio zu bauen. Serafin baut eine riesige Wundermaschine aus jensten verschiedenen Instrumenten. Ein Orchester mit grosser Besetzung könnte weder lauter noch richtiger als diese Wundermaschine spielen.
Serafin und Plum waren nun glücklich und wären es auch geblieben. Doch eines Tages kommen zwei „böse“ Männer vorbei. Sie sprechen von Enteignung, gerichtliche Vorladung, Industriegebiet, Wohnsiedlung, armierter Beton, von Amts wegen abreissen, unverzüglich ausziehen….
Serafin und Plum beachten die Drohungen dieser Männer nicht und bleiben in ihrem Wunderhaus. Doch Tag für Tag wachsen auf allen Seiten ungeheure, immer höhere Blocks aus grauem Zement. Serafin und Plum verschanzen sich in ihrem Haus und möchten ihr Eigentum verteidigen.
Auf eine ganz spezielle, erfindungsreiche Art wehren sich Serafin und Plum schliesslich…

Ein wunderschönes Buch mit wunderschönen Zeichnungen und einer wunderschönen Geschichte…
Das Buch passt auch zur Stiftung Tosam, da Wiederverwertung und Re- bzw. Upcycling eine grosse Rolle im Buch spielen.

Das Buch ist einmal in unserem Onlineshop erhältlich. Zum Buch
Der Zustand des Buches ist mässig, bitte beachten Sie die Zustandsbeschreibungen!

6. November 2012

Salvador Dali

by Strichli

Salvador Dali, unter diesem kurzen Namen kennt man den Surrealisten, wurde am 11. Mai 1904 in Figueres geboren und verstarb nach seinem erfolgreichen Leben – als Maler, Schriftsteller, Grafiker, Bildhauer und Bühnenbildner – in seinem 85. Lebensjahr, am 23. Januar 1989 in seinem Geburtsort. Wer kennt sie nicht, die schmelzenden Uhren, die brennenden Giraffen, Krücken und die zierlichen Vögel, welche seinem Schnauz so ähnlich sind, dass Salvador Felipe Jacinto Dali i Domenèch, wenn ich seine Bilder betrachte, für mich immer gegenwärtig ist.

Es ist schon viele Jahre her, als ich auf dem Rückweg von Genf nicht über die Autobahn zurück nach Zürich fuhr, sondern einen Weg vorzog, der mir in keinster Weise bekannt war. Ich sah Dörfer und Weiler, die ich nicht im entferntesten kannte – es war mir gleichgültig ob ich heute oder morgen Zürich erreichte, auf welchen Umwegen auch immer. – «Irgendwann wird ein Wegweiser kommen, der mich auf den Pfad der Arbeit zurückführen wird», dachte ich mir, rief die Sekretärin an und versicherte ihr, dass ich gut unterwegs sei. Doch inmitten der grünen, hügeligen, sonst eher kargen aber inspirierenden Landschaft, entdeckte ich in einem Dörfchen ein kleines Gasthaus – sonderbar und einmalig: in den nicht allzugrossen Räumen dieses einfachen Hauses war eine Ausstellung mit Bildern – echten, teuren Originalen – von Salvador Dali eingerichtet. Ein perfekter Abend – eine perfekte Nacht!

 

Vor einigen Wochen haben wir in unserem Online-Shop das Buch »Dali – Les diners de Gala« entdeckt, es im System erfasst und gleichentags ist es bestellt worden. Und heute fiel mir ein ebenso prachtvolles Werk in die Hände: »Dali – Les vins de Gala«! Nach der Erfassung in unserem Shop wartet es nun in unseren Regalen – schön vorverpackt – auf einen Käufer, einen, der Salvador Dali nicht nur mag, sondern auch vermag.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel

 

 

5. November 2012

Buchvorschläge

by Sara Grob

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist nicht so mein Tag und ich kann Sie deshalb nicht mit einem spannenden Blogeintrag erfreuen.
Ich zeige Ihnen heute einfach einige Bücher aus unserem Onlineshop, die ich lesenswert oder interessant finde.

Klicken Sie auf das Bild (Rechtsklick, Link in neuem Tab öffnen) und Sie werden direkt zum Buch in unserem Onlineshop weitergeleitet!