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Die Rheinbrücke N4

von Strichli

Der Kanton Schaffhausen – der nördlichste Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft – mit eine Grenzlänge von 185,4 Kilometern – ist beinahe ganz von der Bundesrepublik Deutschland umgeben; auf einer Länge von 33,6 Kilometern grenzt er durch den Rhein getrennt an die beiden Kantone Zürich und Thurgau.

  

 

Es ist daher klar, dass alle Landwege von den Nachbarkantonen nach dem Kanton Schaffhausen über Rheinbrücken führen. Eigentlich war ich selten in diesem Kanton, der nicht nur eine wunderschöne Landschaft, Rebberge, malerische Ortschaften, sondern mit der Rundfestung Munot und dem grössten romanischen Sakralbau der Schweiz, dem Münster Allerheiligen, auch eine sehr attraktive Hauptstadt vorweiesen kann. Doch einmal, als etwa dreissigjähriger Soldat, verbrachte die Einheit – der Gz Uem KP II/7 – in der ich damals als Fach-Uof diente, einen dreiwöchigen Wiederholungskurs in Thayngen. Es war das erste Mal, als ich den Rhein auf der im Jahr 1995 soeben fertig gebauten Brücke der damaligen N4 – heute als A4 bezeichnet – mehrmals als Beifahrer eines Pinzgauers überqueren konnte. Von der Schrägseilbrücke mit einem um 70 Winkelgrad gegen den Fluss geneigten Pylon war ich sofort begeistert.

 

 

Zwar gab die Linienführung der Autobahn bekanntlicherweise sehr viel zu reden – Projekte wurden aufgegleist und auch wieder begraben. Mit der realisierten Lösung bekamen die Kantone Zürich und Schaffhausen jedoch ein faszinierendes und einzigartiges Brückenbauwerk des Schweizerischen Nationalstrassennetzes. In Erinnerung gerufen wurde mir das schon weit zurückliegende Erlebnis durch ein Buch, welches ich heute morgen auf meinem Tisch vorfand. Es trägt den Titel »Rheinbrücke N 4«. In diesem Buch, welches vom Nationalstrassenbüro des Kantons Schaffhausen im Jahr 1995 herausgegeben wurde, werden von verschiedenen Autoren die Vorgeschichte, die Debatten, die Projektierungsphase, die Konstruktion und der Bau der beinahe 152 Meter langen Brücke ausführlich – in Text und Bild, mit vielen Skizzen und Plänen – geschildert.

 

 

Im Vorwort schrieb Adolf Ogi, damaliger Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftdepartemens: «Bei der neuen Rheinbrücke zwischen Schaffhausen und Flurlingen handelt es sich um ein faszinierendes Zeugnis modernster Baukunde. Ob man die neue Schrägseilbrücke in Superlativen rühmt oder eher ablehnt, ist von untergeordneter Bedeutung und wohl eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wesentlich ist, dass mit der Vollendung dieses prägnanten Bauwerkes eine weitere wichtige Lücke im Schweizerischen Nationalstrassennetz geschlossen werden kann und dass eine weitere gute Verbindung zum nördlichsten Teil unseres Landes entstanden ist. Wesentlich ist vor allem auch, dass die neue Brücke über den Rhein nicht nur beschränkt auf die Verkehrswege Wirkung zeigen wird, sondern auch als Brücke der symbolischen Art, als wichtige neue zusätzliche Brücke in die Zukunft.»

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buch
Bild B: Buch
Bild C: Buch

 

 

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