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Die Schweizer Armee von heute

von Josef Beda

Nicht über dieses Thema wollen wir heute nachdenken – die Armee analysieren, sie beurteilen, nach ihrem Sinn und Zweck urteilen, über ihre Aufgaben debattieren, die Organisation kritisch beleuchten, … -, nein »Die Schweizer Armee von heute« ist der Titel eines im Jahr 1952 im »Vaterländischen Verlag AG Murten« erschienen Buches.

 

Für die damalige Zeit trägt es zurecht den Untertitel »Das aktuelle Standardwerk über die Schweiz in Wehr und Waffe«. Herausgegeben wurde es – so steht es: in Zusammenarbeit mit den berufensten militärischen und zivilen Fachleuten und Künstlern. In seinem Vorwort schrieb der damalige Chef des Eidgenössischen Militärdepartements und im Jahr 1952 auch Bundespräsident Dr. Karl Kobelt: «Der Marschhalt, den unsere Armee nach den Anstrengungen der Kriegsjahre 1939 his 1945 glaubte einschalten zu dürfen, ist nur von kurzer Dauer gewesen. Viel früher, als wir alle im stillen gehofft haben, ist wieder die bange Schicksalsfrage an unser Volk und unsere Armee herangetreten, wie wir in einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den Grossmächten, die sich drohend gegenüberliegen, zu bestehen vermöchten. Die Welt ist heute weit entfernt von einem dauerhaften Frieden. Alle stehen im Banne des kalten Krieges, und in Korea wütet bereits wieder ein grausamer Krieg der Waffen, dessen Ende noch nicht abgesehen werden kann. … Dieses Buch möchte unserem Volk zeigen, welches das Gesicht unserer heutigen Armee ist und welches die Entwicklungen sind, die unser Wehrwesen in der Nachkriegszeit durchgemacht hat. Möge dieses Volksbuch Eingang finden in viele Stuben unseres Landes und Zeugnis ablegen von dem heissen Bemühen zur Erhaltung unserer Wehrbereitschaft!»

 

Karl Kobelt (* 1. August 1891in St. Gallen; † 5. Januar 1968 in Bern) studierte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) Bauingenieur und erhielt im Jahr 1917 den Titel Dr. sc. techn. ETH. In seinem Heimatkanton St. Gallen leitete er als Regierungsrat ab 1933 das Baudepartement, bis er am 10. Dezember 1940 als Nachfolger von in den Bundesrat gewählt wurde. Am 1. Januar 1941 übernahm er das Eidgenössische Militärdepartement, dem er bis zu seinem Rücktritt am 31. Dezember 1954 vorstand. In den Jahren 1946 und 1952 war Dr. Karl Kobelt Bundespräsident.

Sieben Hauptkapitel umfasst das 371-seitige Werk in dem verschiedene Autoren detailliert auf das unter dem jeweiligen Titel zusammengefasste Thema eingehen. Im allerersten Abschnitt »Der Tag der Fahnenehrung« unter dem Kapitel-Titel »Die Armee in den Nachkriegsjahren« ermahnt General Henri Guisan ganz am Schluss seiner Ausführungen: «Glanz, Ehrfurcht und Stolz hielten dort Einkehr. Beim Anblick all‘ dieser treuen Begleiter unserer Soldaten hat sich allen der Eindruck aufgedrängt, dass dieses weisse Kreuz im roten Feld, dieses Symbol eidgenössischer Treue und Bruderliebe, dieses Wahrzeichen schweizerischer Freiheit, uns immer wieder zurufen möchte: seid auch fürderhin einig, wachsam und stark!

 

Das in Leinen gebundene Buch im Format weist zahlreiche Schwarzweiss-Fotografien und auch mehrfarbige Kunsttafeln auf. Es ist im Online Shop für Gebrauchte Bücher – buchplanet.ch – für CHF 10.00 erhältlich.

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