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Zum 10. Todestag von Dr. jur. Dr. h.c. Karl Huber

von Josef Beda

Am kommenden Sonntag, 16. September 2012 gedenken wir Karl Huber, der am Montag, 16. September 2002 im 87. Altersjahr verstorben ist. Karl Huber wurde am 18. Oktober 1915 in St. Gallen geboren und besuchte ebenda die Schulen bis zur Maturität. Nachher studierte er an der Universität Bern Rechtswissenschaft und erlangte 1939 den Doktortitel in Jura. Nach dem Aktivdienst, der Karl Huber daran hinderte Anwalt zu werden, zog er 1941 als juristischer Mitarbeiter im Volkswirtschaftsdepartement, welchem von 1940 bis 1947 Bundesrat Walther Stampfli vorstand, in das Bundeshaus ein. Von 1954 bis 1967 leitet Karl Huber das Departement als Generalsekretär. In diese Zeit fielen auch die Verhandlungen zur Schaffung der »Europäischen Freihandelszone« EFTA, welche am 4. Januar durch die Unterzeichnung der »Stockholmer Konvention« gegründet und deren Verträge und am 3. Mai gleichen Jahres in Kraft gesetzt wurden.

 

Obenstehende Karte zeigt den Raum der »European Free Trade Assoziation« (EFTA). Die Gründungsmitglieder waren Dänemark, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Später kamen Finnland, Island und das Fürstentum Liechtenstein dazu. Nach den Beitritten verschiedener Länder zur EU verbleben – dunkelgrün eingefärbt –  Finnland, Island das Fürstentum Liechtenstein die Schweiz in dieser Organisation.

Im Jahr 1967 wurde Dr. jur. Karl Huber von der Vereinigten Bundesversammlung bereits im ersten Wahlgang – als kanzleiexterner Kandidat – zum Bundeskanzler gewählt. In seiner Amtszeit als Magistrat – in der Schweiz die Bezeichnung für die höchsten Staatsfunktionäre – rationalisierte die Entscheidungsverfahren des Bundesrates, schuf Regeln für das Vernehmlassungsverfahren, arbeitete Regierungsrichtlinien des Bundesrates aus und führte die  Von-Wattenwyler-Gespräche ein, an denen Bundesrat, Bundskanzler und die Spitzen der Bundesratsparteien wichtige Themen besprechen und Konsens-Lösungen erarbeiten. Im Jahr 1964 wurde unter der Führung von Karl Huber die Bundeskanzlei aufgewertet und der Bundeskanzler bekam im Bundesrat ein eigenes Antragsrecht. Während seiner Amtszeit wurden die Parlamentsdienste organisatorisch von der Bundeskanzlei losgelöst.

 

Zu seinem 65. Geburtstag erschien das Buch »Staatsreform wohin?«, welches von Hans Peter Fagagnini und Hans Wili herausgegeben wurde. In zehn von einzelnen Autoren verfassten Kapiteln werden Themen wie Struktur der Regierung, Aufgaben und Führung der Regierung, Planung und Koordination im Bund, … und nicht zuletzt auch die Stellung des Bundeskanzlers der Schweizerischen Eidgenossenschaft behandelt.

 

Die Fotografie zeigt Dr. jur. Dr. h.c. Karl Huber im Jahr 1981 – dieses Bild ist eine Kopie des im Buch »Staaatsreform wohin?« im Frontispiz montierten Porträts.

Die Festgabe zum 65. Geburtstag von Bundeskanzler Dr. jur. Dr. h.c. Karl Huber umfasst 98 Seiten und ist im Online Shop für Gebrauchte Bücher – buchplanet. ch – erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B:
Bild C: Buchauszug

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