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Sie nimmt ab – jede Sekunde eine Million Tonnen • Teil 2/2

von Josef Beda

Der Sonnenwind, der in Erdnähe eine Dichte von 5’000’000 Teilchen pro Kubikmeter aufweist, wird vom Magnetfeld der Erde weitgehenst abgehalten. Auch wenn die Existenz des Sonnenwindes erst durch die Raumfahrt nachgewiesen werden konnte, sind dessen Auswirkungen auf die Technik bekannt, so z. B. im Zeitalter der Entwicklung der drahtgebundenen Telegraphie und der damit verbundenen Bahntelegraphie oder beim terrestrischen Funk.

 

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Am 13. März 1989 wurde in Quebec eine Transformatorenststion zerstört – dies führte zu einem totalen Stromausfall in der Stadt. Die Ursache der Zerstörung war ein von Schockwellen des Sonnenwindes hervorgerufener geomagnetischer Sturm, welcher eine Störung des irdischen Magnetfeldes zur Folge hat. Ebenfalls ist der Sonnenwind, wenn er stark genug ist und dadurch Teilchen des Plasmas in die hohen Schichten der Erdatmosphäre eindringen, verantwortlich für die Polarlichter. Starke Sonnenwinde haben auch Einfluss auf die Ausbreitung elektromagnetischer Wellen und können dadurch u.a. die Kommunikation mit Satelliten stören.

 

 

Der Sonnenwind ist Gegenstand weitere Forschungen. Viele Erkenntnisse konnten bereits durch verschiedene Missionen im All – innerhalb wie auch ausserhalb der Erdumlaufbahn – gesammelt werden. Ein Meilenstein in der Erforschung des Sonnenwindes waren die Sonnenwindsegel, die bei den meisten Mondlandungen aufgestellt wurden.

 

 

Die Sonne verliert durch den von ihr ausgelösten Sonnenwind pro Sekunde etwa eine Million Tonnen ihrer Masse. Das mag in erster Betrachtung eine Riesenmenge sein. Wenn man jedoch bedenkt, dass unser Stern etwa 2 ·1030 kg Masse hat, ist ihr Gewichtsverlust pro Sekunde unscheinbar klein. Wenn es nur daran läge, dass das Sonnensystem in geraumer Zeit durch den Gweichtsverlust der Sonne verschwindet, würde dies immerhin noch etwa 31’709’791’983’764 Jahre dauern und das ist rund 7000 Mal so lang, wie unser Sonnensystem schon existiert. Anmerkung: Einige Zahlen stammen von einschlägiger Literatur, andere sind berechnet – ohne Gewähr.

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