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Nationalfeiertag der Schweiz

von Josef Beda

Geschätzte Damen und Herren – Liæbi Fraue ond Manne – Liebe Mit-Eidgenossinnen und Mit-Eidgenossen – oder wie auch immer die Begrüssungsworte lauten werden -, so wird es heute und morgen Abend im ganzen Land ertönen. Anlass dazu gibt der seit 1891 Schweiz weit eingeführte Bundesfeiertag. Der 1. August wurde damals aus Anlass des 600. Geburtstags der Schweizerischen Eidgenossenschaft – wohl aber auch im Zusammenhang mit der 700-Jahr-Feier der Stadt Bern – landesweit zum Nationalfeiertag erklärt. Doch zu einem offiziellen arbeitsfreien Bundesfeiertag wurde er erst durch die am 26. September 1993 mit 83,8% aller abgegebenen Stimmen und von allen 20 6/2 Stände angenommene Volksinitiative – die Bundesverfassung wurde durch den Artikel 116bis ergänzt:

«Der 1. August ist in der ganzen Eidgenossenschaft Bundesfeiertag. Er ist arbeitsrechtlich den Sonntagen gleichgestellt. Der Bundesfeiertag wird der Zahl der Feiertage nach Artikel 18 Absatz 2 des Arbeitsgesetzes vom 13. März 1964 nicht angerechnet.»

Die Inhalte der Reden werden zwar unterschiedlich – wie jedes Jahr – sein, sie mögen politisch gefärbt sein oder auch nicht. Allemal bedeuten sie, dass sich Menschen mit der Schweiz einmal in einer etwas anderen Weise beschäftigen. Meist appellieren die Rednerinnen und Redner an unsere Wurzeln zu denken, an unser Streben nach Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit und Frieden. Und genau dies soll auch unser Volk und Politik oberstes Ziel sein. Wirtschaftliches Wachstum mag gut für unser Land sein – es allein vermag aber nicht, unsere fundamentalen Bedürfnisse zu gewähren. Nur gemeinsam – Volk, Politik und Wirtschaft – werden wir die vielen Aufgaben, die wir derzeit haben und noch auf uns zukommen werden, meistern. Lösungen im Konsens – im übergeordneten Sinn und Geist -, nicht als Kompromisse sondern als Synthese von These und Antithese müssen gefunden werden. Angst und Demut vor »Fremden Mächten«, Unentschlossenheit, Zögern und Halbheiten nützen nichts. Konsequentes Handeln im Sinne und nach den Grundsätzen unserer Verfassung ist gefragt.

Ich wünsche allen Kundinnen und Kunden des buchplanet.ch sowie allen Leserinnen und Lesern ein besinnliches, frohes und gutgelauntes Fest – unserer Eidgenossenschaft die Gnade und den Schutz unseres Herrn.

 

Bild-Quellen:
Bild A: www.tell.ch

 

 

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