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Brückenland Schweiz

von Josef Beda

»Brückenland Schweiz« lautet der Titel eines im Jahr 1978 im Orell Füssli Verlag erschienen Buches. Der Autor Irmfried Siedentop führt den interessierten Leser methodisch in das Thema »Brücken« ein. So zeigt er beispielsweise, dass die sehr unterschiedlich gestalteten Brückenanlagen auf einen Nenner gebracht einfach einzuteilen sind: nach Bauart, Baustoffen, Verkehrsart und nach dem zu transportierenden Material.

 

Die obenstehende Fotografie aus dem Buch »Brückenland Schweiz« zeigt die Pipelinebrücke in Tamins im Kanton Graubünden – eine der eher »wenig attraktiven« jedoch trotzdem notwendigen Brückenbauten, die den Rhein überqueren.

In seinem Buch geht der Autor auf die Geschichte – den Werdegang -, die Bedeutung der Brücken und auf die verschiedenen Brückentypen ein. Aufgrund der von ihm klar erklärten topografischen Einteilung der Schweiz in drei Landschaften, kann er den Nutzen – die Aufgaben – der Brücken ebenso klar erläutern. In einem Kapitel stellt Irmfried Siedentop die brückenreichen Eisenbahnlinien der Schweiz vor und im nächsten Kapitel wählt er Brücken aus, die er etwas genauer unter die Lupe nimmt. Ein besonderes Kapitel ist die durch Forschungsarbeiten gewonnene Zusammenstellung aller – über hundert – gedeckten Holzbrücken unseres Landes. Das Buch enthält nebst vielen Informationen auch Tabellen und Skizzen, die den Text gut zu visualisieren vermögen. Eindrückliche Fotografien geben einen Eindruck in die Vielfalt der Ingenieur- und Baukunst, die sich in den Brücken reflektieren.

 

 

 

Weil das Buch eben bereits im Jahr 1978 veröffentlicht wurde, ist es natürlicherweise in Hinsicht der neueren Brückenbauten nicht aktuell – aber es kann als eine Grundlage für das Verständnis des Brückenbaus eingestuft werden. Ohne erforderliche Kenntnisse der Statik, der Mathematik des Tiefbauwesens oder einer anderen Disziplin werden in diesem Buch die Augen geöffnet – geöffnet, um auf Durchfahrten durch unsere Landschaft die Brückenbauwerke aus einem anderen Hintergrund zu betrachten – zu bewundern.

 

Das Bild oben zeigt die derzeit längste Brücke der Schweiz. Sie ist Teil der A5 und gehört zur Umfahrung von Yverdon-les-Bains. Das Viaduc d’Yverdon überquert mit einer Länge von 3155 Metern die Orbeebene – vier Gewässer, mehrere Strassen und die Eisenbahnlinie Lausanne-Yverdon.

Mit der Dissertation ETH Nr. 14736 erlangte Dipl. Bauingenieur ETH Daia Leonid Zwicky (* 6. Juli 1971) im Jahr 2002 den Titel »Doktor der technischen Wissenschaften«. In seiner 228 Seiten umfassenden Arbeit widmet er sich unter dem Titel »Zur Tragfähigkeit stark vorgespannter Betonbalken« einem Bereich des Brückenbaus. Die »Kost« ist nich einfach, nein sie verlangt ausgewiesene bautechnische, mathematische und physikalische Kenntnisse. In der handgeschriebenen Widmung meint der Autor: «Ihr braucht es nicht zu verstehen, sondern Euch nur mit mir zu freuen!☺Liebe Grüsse Daia»

 

 

Beide Bücher »Brückenland Schweiz« von Irmfried Siedenton und die Dissertation »Zur Tragfähigkeit stark vorgespannter Betonbalken« von Daia Leonid Zwicky sind in unserem »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« – buchplanet.ch – erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Erwähnt
Bild B: Buchdeckel
Bild C: www.mageba.ch
Bild E: Buchdeckel

 

 

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