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Archiv vom Mai, 2012

8. Mai 2012

Schweizer Luftfahrt – »Streifzüge« • Teil 2/5

Der Zweite Weltkrieg wurde in Europa am 8. Mai 1945 – heute vor 67 Jahren – offiziell beendet. Die Schweiz jubelte, doch die Beziehungen zu den Alliierten und so auch zu den USA waren getrübt. Die Schweiz wurde bezichtigt Raubgold zu besitzen, ihre Guthaben wurden in den USA blockiert und sie wurde zu einer Zahlung von 250’000’000 $ aufgefordert. Nach den Kriegsjahren, in denen sich die »Geistige Landesverteidigung« gegen den Nationalsozialismus und den Faschismus stellte, konzentrierte sie sich nun die Schweizer Neutralität wieder ins richtige Licht zu setzen und lehnte sich gegen den Kommunismus. Ein Teil der »Geistigen Landesverteidigung« war auch die »Schweizer Filmwochenschau«, die erstmals am 1. August 1940, ab dann mehr oder weniger regelmässig, in den Kinos – die erste Sendung des Schweizer Fernsehens wurde am 20. Juli 1953 ausgestrahlt – gezeigt wurde. Eine Vielzahl von Themen wurden in diesen – in allen Kinos der Schweiz als Vorprogramm obligatorisch erklärten – fünf bis acht Minuten dauernden Streifen behandelt.

Das untenstehend abgebildete Buch, welches 1969 an alle Haushalte der Schweiz verteilt wurde und zu einem Sturm des Unverständnisses und der Entrüstung führte, bedeutete von offizieller Seite das Ende der »Geistigen Landesverteidigung«. Die Zivilverteidigung wurde vier Jahre später in das Konzept der Gesamtverteidigung integriert.

 

 

Ende November, anfangs Dezember 1946 konnte die »Schweizer Filmwochenschau« eine aus der Not geborene Schweizer-Pionierleistung präsentieren: Die erste alpine Luftrettung der Welt. Alle nationalen und internationalen Medien berichteten über die Rettung der acht Passagiere und der vier Besatzungsmitgliedern des am 19. November am Gauligletscher abgestürzten Flugzeuges. – Die Piloten der am 18. November in Wien nach Pisa gestarteten Dakota C-53 verloren über Innsbruck die Orientierung. Das Flugzeug setzte infolge mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h unfreiwillig auf einer Höhe von 3300 Metern über Meer in unmittelbarer Nähe einer Gletscherspalte auf dem Südhang des Gauligrats auf. Alle Personen überlebten den Absturz und die Piloten konnten einen Notruf senden, welcher von zwei Stationen in Frankreich aufgenommen wurde. Die Piloten glaubten in den französischen Alpen bruchgelandet zu sein – die Suchaktion beschränkte sich deshalb vorerst auf dieses Gebiet. Weitere Notrufe der Piloten wurden dann auch in Meiringen empfangen, so gut, dass der Chef des Militärflugplatzes eine Peilung veranlasste. Die Ortung ergab als mögliches Absturzgebiet das Dreieck Airolo-Sion-Jungfrau – die Suche wurde nun auch in der Schweiz aufgenommen und die abgestürzte Dakota C-53 wurde gesichtet.

 

Die obenstehende Fotografie zeigt die am Gauligletscher bruchgelandeten Dakota C-53. [Um zur Filmdokumentation der spektakulären Rettung zu gelangen, klicke man auf diese Fotografie.]

Die uneigennützige Rettung der zwölf US-Amerikaner durch Schweizer-Rettungskräfte wurde in aller Welt gewürdigt und löste in den USA eine Welle der Begeisterung aus – die politische Meinung gegenüber der Schweiz hat sich massgeblich in die positive Richtung gewendet. Die Rettungsaktion war der Beginn der Entwicklung für die Rettung aus der Luft und die Geburtsstunde der am 27. April 1952 gegründeten »Schweizerischen Rettungsflugwacht« (SRFW).

 

 

Zu den Mitbegründern der »Schweizerischen Rettungsflugwacht« gehörte auch Hermann Geiger. Er war ein Rettungsflieger und Pionier des Gletscherfluges. Hermann Geiger wurde am 27. Oktober 1914 in Sitten geboren und verunglückte nach über 600 Rettungseinsätzen am 26. August 1966 nachdem er kurz nach einem Start mit einem Segelflugzeug zusammenstiess. Obenstehendes Foto zeigt den Gletscherpiloten Hermann Geiger mit seiner Piper.

Dieses Jahr kann die »Schweizerische Rettungsflugwacht«, die im Jahr 1960 von der »Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft« losgelöst wurde, ihr sechzigjähriges Bestehen feiern. Mehr über diese Organisation, welche auch Rettungen aus dem Ausland unternimmt, erfährt man unter www.rega.ch, der Homepage der »Schweizerischen Rettungsflugwacht«.

 

 

Im Buch »Retter aus der Luft« schildert Giorgio Wedtgrube seine dramatischen Einsätze als Pilot der »Schweizerischen Rettungsflugwacht«. Giorgio Wedtgrube wurde am 6. Juli 1938 in Wien geboren und interessierte sich seit seiner Jugend für das Flugwesen. Er leistete in der Bundeswehr der Republik Österreich als Helikopter-Pilot bis 1963 Dienst, wechselte 1964 seinen Wohnsitz in die Schweiz und arbeitete bei der »Schweizerischen Rettungsflugwacht«, zuerst als Pilot, dann als Leiter der im Jahr 1980 in Locarno installierten Basis. Er leistete in seiner Flieger-Karriere über 9000 Flugstunden. Am 29. Juni 1999 verstarb Giorgio Wedtgrube kurz vor seinem 61-sten Geburtstag.

 

Das reich bebilderte Buch wurde 1997 vom Scherz Verlag herausgegeben. Die gebundene, 219 Seiten umfassende Ausgabe kann bei uns, Online-Shop für Gebrauche Bücher – buchplanet.ch – für CHF 9.00 bestellt werden.

Die »Schweizerische Rettungsflugwacht« ist eine gemeinnützige private Stiftung die auf Gönner-Beiträge angewiesen ist. Ihre Hilfe kann unter der Nummer 1414 angefordert werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Buchdeckel
Bild B: SRF Zweigniederlassung der SRG
Bild C: Bibliothek der ETHZ
Bild E: Wikipedia
Bild F: Buchdeckel

 

 

8. Mai 2012

Blicke in unsere Halle

So sieht es im buchplanet.ch also aus 🙂

7. Mai 2012

Hirnwurm-17 – Die Lösung

Nebst dem Patent für sein erfundenes Instrument, welches den Namen, zusammengesetzt aus seinem Nachnamen und eigentlich unrichtigerweise aus der Bezeichnung eines Repräsentanten der Luftklinger trägt, hat Laurens Hammond in seinem Leben 109 weitere Patente erlangt. Laurens Hammond wurde am 11. Januar 1895 geboren und ist am 3. Juli 1973 gestorben. Eine seiner Erfindung war die Hammond-Orgel, die eben keine Orgel, sondern ein elektromechanisches Instrument ist. In seiner Kindheit und frühen Jugend – 1898 bis 1909 – lebte er mit seiner Familie in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Nach seiner Rücksiedlung in die USA studierte Hammond an der Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) und arbeitete nach seinem Abschluss für die »Gray Motor Company« in Detroit. Sein erstes Patent brachte ihm eine Menge Geld ein, was ihm ermöglichte sich selbstständig zu machen und privat weiter zu forschen, zu entwickeln und zu erfinden.

Die nachstehende Fotografie zeigt eine Hammond-Orgel des Typs C3 MKZ. Der Aufbau der Bedienungselemente gleicht dem eines Spieltisches einer Orgel. Klar zu erkennen sind die beiden Manuale und das Pedal sowie die Zugriegel. 

 

Der zweite Teil des Namens des von ihm erfundenen Instrumentes – Orgel – ist damit zu erklären, dass der Aufbau und die Anordnung der Bedienungsteile zur Steuerung der Tonerzeugung dem Spieltisch einer Orgel, wie sie in Kirchen, Konzertsälen und in kleineren Ausführungen auch in Privathäusern anzutreffen sind, sehr ähnlich kommt. Jede Hammond-Orgel ist mit zwei Manualen und einem Pedal sowie Zugriegeln und oftmals mit Presets und weiteren Zusatzeinheiten ausgerüstet. Die Hammond-Orgel war ursprünglich für den Ersatz der sehr viel teureren Orgeln gedacht – doch diese vermochte sie nicht zu verdrängen.
Das elektromechanische Instrument wurde schnell in der Unterhaltungsmusik eingesetzt und breitete sich in verschiedenen Musikrichtungen wie Rock, Blues, Soul und Funk vor allem aber im Jazz aus. Der unverwechselbare Klang der Hammond-Orgel wird seit den 1960er Jahren in Verbindung mit dem Leslie-Lautsprechersystem unterstützt.

Das elementare Merkmal eines Leslie-Lautsprechersystems ist, dass die einzelnen Lautsprecher rotieren. Bedingt durch den Doppler-Effekt wird ein gleicher Ton tiefer, wenn sich der Lautsprecher durch die Drehung vom Zuhörer entfernt und höher, wenn sich der Lautsprecher dem Zuhörer nähert. [Also das ist so, wie wenn ein Auto an einem vorbeifährt: Wenn es sich dem ruhenden Beobachter nähert ist der Ton hoch, im Moment des Gleichstandes ist der Original-Ton zu hören und wenn sich das Auto vom Beobachtungspunkt entfernt, wird der Ton tiefer.] Nachstehende Abbildung zeigt eine Leslie-Box, in der nicht nur Lautsprecher, sondern auch Motoren eingebaut sind.

 

 

Die Tonerzeugung der Hammond-Orgel basiert auf dem Prinzip, dass durch die Veränderung des magnetischen Flusses in einer Spule mit Magnetkern eine Wechselspannung induziert wird. Im System der Hammond-Orgel werden diese Veränderungen durch die von einem Elektromotor über Wellen angetriebenen mit unterschiedlichen Einbuchtungen an den Rändern versehenen Scheiben – Tonräder -, die vor den einzelnen Spulen drehen, vorgenommen. Diese, im Bereich von einigen Millivolt liegenden, beinahe sinusförmigen Signale werden geglättet und durch die einzelnen Bedienungsorgane geleitet. Am Ende der durch den Spieler bestimmten Verarbeitungskette werden die Signale verstärkt und einem Lautsprecher zugefügt.

Zum untenstehenden Bild: In einer Hammond-Orgel sind auf verschiedenen Wellen, die ihrerseits unterschiedlich übersetzt sind, Tonräder montiert. Die einzelnen Tonräder bilden mit einer Spule, die in der Mitte einen Magnetkern aufweist, eine Einheit. Infolge der verschiedenen Drehzahlen und der unterschiedlichen Zähnezahl der Tonräder wird der Magnetfluss in jeder Einheit individuell verändert. Durch die Veränderung des magnetischen Flusses wird eine kleine, beinahe sinusförmige Spannung erzeugt. Dieses Signal wird durch die vom Spieler gewählten Wege zu einem Verstärker geleitet, der das jeweilige Signal verstärkt an einen Lautsprecher weitergibt.

 

 

Zwar wird die Hammond-Orgel auch heute noch in verschiedenen Bands eingesetzt, doch ihre grösste Popularität hatte sie in den 1960er und 1970er Jahren. Die britische Rockband »Procol Harum« verdankt ihren Durchbruch im Jahr 1967 und ihre Bekanntheit im Wesentlichen dem an Johann Sebastian Bach orientierten Hammond-Orgel-Spiel im Song »A Whiter Shade of Pale«, welches damals von Matthew Fisher – einem der Mitgründer der Band – gespielt wurde.

  

 

Obenstehende Abbildung zeigt die Rock-Band »Procol Harum« in ihrer heutigen Zusammensetzung. Die Gruppe wurde im Jahr 1967 mit ihrem Lied »A Whiter Shade of Pale«, welches damals Matthew Fisher – einer der Mitbegründer der Band – auf der Hammond-Orgel begleitete, erfolgreich und bekannt. [Um den Song zu hören, einfach auf das Bild klicken. Gut zu erkennen – in Ton und Bild – ist das Spiel auf der Hammond-Orgel.]

Die richtige Antwort auf unsere am 26. April im Hirnwurm-17 gestellte Frage lautet: Das Musikinstrument, dessen Namen sich aus dem Namen des Erfinders und – genau genommen unrichtigerweise – aus einem Vertreter der Luftklinger zusammensetzt heisst Hammond-Orgel.

Auf unseren »Hirnwurm-17« haben wir einige richtige und keine falsche Lösungen erhalten. Wie angekündigt, musste bei mehreren richtigen Einsendungen das Los entscheiden. Die Gewinnerin bzw. der Gewinner wird von uns per e-mail persönlich benachrichtigt und erhält den Gutscheincode für eine Gutschrift von CHF 18.00 auf die nächste Rechnung des »buchplanet.ch«. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das Interesse und hoffen, dass viele Personen auch am »Hirnwurm-18«, der am nächsten Donnerstag, 10. Mai erscheinen wird, mitmachen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B:
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

 

 

3. Mai 2012

Schweizer Luftfahrt – »Streifzüge« • Teil 1/5

Die Anfänge der Schweizer Luftfahrt wurzeln im Bereich der Militäravitik. Bereits im Jahr 1892 wurden vom Generalstab der Schweizer Armee zwei Angehörige des Generalstabbüros mit dem Auftrag den Nutzen des neuen Transportmittels für das Militär zu prüfen, auf eine Ballonahrt mit Eduard Spelterini beordert. Eduard Spelterini wurde am 2. Juni 1852 in Bazenheid als Eduard Schweizer, geboren. Im Alter von achtzehn Jahren zog er von Bazenheid aus um sich im Ausland auszubilden. Bald widmete sich Schweizer, der ab Mitte der 1870-er Jahre seinen Namen auf Spelterini wechselte, der Ballonfahrt und erlangte 1877 in Paris das Brevet als Luftschiffer.

 

 

 

Zahlreiche Wissenschaftler und auch die Schweizer Armee zeigten grosses Interesse an Spelterini und seinen Ballonen. Im Jahr 1895 ordnete der Bundesrat die Aufstellung einer Luftschifferkompagnie an. Fünf Jahre später rückten die ersten Rekruten – freiwillig –  zur Luftschiffer-RS ein. Obwohl unter dem Patronat der Schweizerischen Offiziersgesellschaft beinahe zwei Millionen Franken als Nationalspende für den Aufbau einer Flugwaffe gesammelt wurde, stemmten sich die Behörden gegen die neuen Ideen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges gab den angedachten Bestrebungen jedoch Aufwind und aufgrund der politischen Entwicklungen Europas in den Zwischenkriegsjahren wurde erkannt, dass eine stark ausgerüstete Fliegertruppe für die Schweiz von grosser Bedeutung sein würde.

Nachstehenden Abbildug zeigt das Hoheitszeichen unserer Luftwaffe: – Schweizer Luftwaffe – Forces aériennes suisses – Forze aeree svizzere – Aviatica militara svizra –

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind verschiedene Kampfflugzeuge mit Strahltriebwerken auf den Markt gekommen. Die Schweiz entschied sich zum Kauf von 75 einstrahligen »Vampire« des Typs DH-100 Mk 6, die im Flugzeugwerk »De Haviilland Aircraft Company« in England gebaut wurden. Weitere 100 Stück des gleichen Typs wurden in der Schweiz im Lizenzbau hergestellt. Die bis dato zahlenmässig umfangreichste Anschaffung an Kampfflugzeugen tätigte die Armee in den 1950er-Jahren mit dem Kauf von 135 »Venoms« des Typs DH-112 Mk 1, 24 Einheiten des Typs DH-112 Mk 1 R und 100 Jets des Typs DH-112 Dk 4 – insgesamt 259 »Venoms«. Diese Kampflugzeuge, die ebenfalls von der Firma »De Havilland Aircraft Company« stammten und im Lizenbau in der Schwiz gebaut wurden, stellten die Weiterentwicklung des »Vampire« DH-100 dar. Die letzten »Vampire« wurden am 12. Juni 1990 anlässlich einer Feier in Emmen aus dem Armeebestand verabschiedet.

 

 

Und wie ging die Geschichte der »Venoms« weiter, wann war sie – ist sie – zu Ende? Was geschah mit all den vielen Einheiten und gibt es noch irgendwo welche zu bewundern? Auf diese und viele andere Fragen gibt die Broschüre von Herrn Hans Prisi Antworten. In seinem Ringheft »Venom Flugzeuge der Schweizer Flugwaffe« sind nicht nur die Technischen Daten der drei in der Schweizer Armee eingesetzten Venom-Typen aufgelistet, sondern es ist auch die Geschichte vom Beschluss zur Beschaffung über die Einführung bis zur Ablösung der Flugzeuge festgehalten – kurz und klar. In Tabellen sind alle »Venoms« mit Werknummer, dem Datum der Auslieferung an die Truppe, dem Datum der Ausserdienststellung und in der Spalte »Bemerkungen« das Schiksal der einzelnen Einheiten aufgelistet. Zur Sprache kommen in dieser Arbeit auch die Bewaffnung sowie die Spezifischen Eigenschaften der »Venoms«. Viele mit Bildlegenden versehehnen Fotografien zeigen verschiedene Typen, Formen, Details und Farbanstriche der Flugzeuge.

 

Das Ringbuch von Hans Prisi – ehemaliger Mitarbeiter der Schweizer Luftwaffe – umfasst 37 A4-Seiten geballter Informationen rund um das Kampfflugzeug »Venom«. Es ist in unserem »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« – buchplanet.ch – für CHF 12.00 erhältlich. [Obenstehendes Bild anklicken um zum Buch zu gelangen.]

Sukzessive wurden die »Venoms« in allen Fliegerstaffeln der Schweizer Luftwaffe durch neue Kampfflugzeuge abgelöst – zuerst vom »Hunter«, später von der »Mirage« und dem »Tiger«. Kann sein, dass der einte oder andere »Venom« noch im zivilen Einsatz weiter geflogen wird – eine besondere Attraktivität wäre es allemal.

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B: Wikipedia
Bild C:
Bild D: Titelblatt des Rinbuches

 

 

2. Mai 2012

Internet-Bücher, Teil 3 They Draw & Cook

Willkomen zum dritten und letzten Teil meiner Serie über Bücher, die es ohne das Internet nicht geben würde.
Den Abschluss bildet das Buch „They Draw & Cook“.
Nate Padavick und Salli Swindell starteten im Februar 2010 einen Blog mit dem Titel „They Draw & Cook“. Dort kann jeder, der sich für Kunst und Kochen begeistert seine eigenen, selbst illustrierten Kochrezepte hochladen. Es ist aber auch ein wahrer Genuss einfach auf der Seite zu schmökern und die verschiedenen Rezepte zu begutachten.
Im Buch sind 101 Rezept-Illustrationen von verschiedenen Künstlern vertreten. Manche Rezepte kommen fast ohne Text aus, bei anderen sind nur die Zutaten aufgelistet.  Die ISBN des Buches lautet: 978-1-616-28-138-0

Drei Rezepte aus dem Buch:

Fresh Lemonade

 

Vegetarian Meatballs

 

Monkey Banana Cream

1. Mai 2012

In Memoriam des »Mr. Swiss Country«

Heute am 1. Mai vor sechs Jahren ist der bekannteste und beliebteste Country-Sänger der Schweiz im Alter von 56 Jahren gestorben – John Brack. John Brack, eigentlich Hans-Heinrich Brack ist am 4. April 1950 in Zürich geboren. Bereits in seiner Jugend lernte er Flöte, Klarinette und auch Gitarre. Im Alter von vierzehn Jahren trat er zusammen mit der von ihm gegründeten Band »Knights Of Blues« zum ersten Mal als Sänger auf. Zu Beginn seiner sich anbahnenden Musiker-Karriere widmete sich JB vor allem dem Blues, dem Rock’n’Roll, dem Dixieland und dem Boogie Woogie. Dann – im Jahr 1979 – wechselte er seine musikalische Stilrichtung und wurde der »Country-Sänger der Schweiz«. Einer seiner Country-Erfolge wurde seine Interpretation des Songs »Jambalaya«, eines Cajun-Songs, der 1952 durch Hank Williams erstmals bekannt wurde. Die Version von John Brack, die den Untertitel »Es Praliné« hat, vermag die Beziehung zwischen der Country-Music und unserer Volksmusik durch die in Dialekt gesungenen Text-Partien auf sympathische Art und Weise einzigartig zu zeigen.

 

Ein an den Konzerten von Jahn Brack immer wieder gewünschtes Lied ist seine Interpretation von «Jambalaya«: »Es Praliné«. Die Single wurde 1983 veröffentlicht. [Durch klicken auf obenstehendes Bild, kann der Song, der in Text-Partien in Dialekt gesungen wird, angehört werden.]

John Brack widmete sich insbesondere der Southern- und Country-Gospelmusik. Zusammen mit Jeff Turner und anderen Musikern oder Gruppen gab er verschiedene Gospel-Konzerte. Darunter fallen auch die legendären Weihnachts- und Oster-Konzerte. Nebst den Auftritten produzierte er CDs, produzierte Gospelsendungen, welche auf verschiedenen Radiostationen »On Air« gingen, war Radio-DJ und schrieb Gospelsongs. John Brack veröffentlichte über dreissig CDs und hat von diesen über 380’000  Stück verkauft. Für die beiden Weihnachtsalben »A Time For Feelings« und »Together Again« erhielt er für über 25’000 verkaufte Exemplare Gold und für »A Time For Feelings«, das über 50’000 mal verkauft wurde, auch Platin. In den Jahren 1996 und 2005 konnte JB den »Prix Walo« – die wichtigste Auszeichnung im Schweizer Showbusiness – in der Sparte »Country / Blues / Roots« entgegen nehmen.

Links im untenstehenden Bild ist das Cover des Weihnachtsalbums »A Time For Feelings«, welches über 50’000-mal verkauft wurde, abgebildet. Rechts im Bild ist das Cover des Weihnachtsalbums »Together Again«, welches über 25’000-mal verkauft wurde. Beide Alben hat JB produziert und zusammen mit seiner Band und Jeff Turner eingespielt.

 

 

Nach über dreissig Jahren, in denen John Brack als Country-Entertainer in der Musik wichtige Impulse gesetzt und sie mit grossem Erfolg umgesetzt hat, ist er viel zu früh an seiner Erkrankung gestorben. Sein letztes Konzert gab John Brack – im Rollstuhl – zusammen mit »The Cumberland Brothers« kurz vor seinem Tod am 20. April 2006 in Zollikofen. [Klick auf das untere Bild: Ausschnitte vom letzten Konzert mit John Brack]

 

 

Für die Weihnachtstournee 2005 produzierte John Brack das Album mit »John’s Brack’s Wise Men Quartett«. Dreizehn Gospels sind in diesem Album »Gospel Reloaded« eingespielt. Danke John für Deine Musik!

 

Bild-Quellen:
Bild A: Youtube
Bild B: CD-Covers
Bild C: Youtube