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Schweizer Luftfahrt – »Streifzüge« • Teil 1/5

von Josef Beda

Die Anfänge der Schweizer Luftfahrt wurzeln im Bereich der Militäravitik. Bereits im Jahr 1892 wurden vom Generalstab der Schweizer Armee zwei Angehörige des Generalstabbüros mit dem Auftrag den Nutzen des neuen Transportmittels für das Militär zu prüfen, auf eine Ballonahrt mit Eduard Spelterini beordert. Eduard Spelterini wurde am 2. Juni 1852 in Bazenheid als Eduard Schweizer, geboren. Im Alter von achtzehn Jahren zog er von Bazenheid aus um sich im Ausland auszubilden. Bald widmete sich Schweizer, der ab Mitte der 1870-er Jahre seinen Namen auf Spelterini wechselte, der Ballonfahrt und erlangte 1877 in Paris das Brevet als Luftschiffer.

 

 

 

Zahlreiche Wissenschaftler und auch die Schweizer Armee zeigten grosses Interesse an Spelterini und seinen Ballonen. Im Jahr 1895 ordnete der Bundesrat die Aufstellung einer Luftschifferkompagnie an. Fünf Jahre später rückten die ersten Rekruten – freiwillig –  zur Luftschiffer-RS ein. Obwohl unter dem Patronat der Schweizerischen Offiziersgesellschaft beinahe zwei Millionen Franken als Nationalspende für den Aufbau einer Flugwaffe gesammelt wurde, stemmten sich die Behörden gegen die neuen Ideen. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges gab den angedachten Bestrebungen jedoch Aufwind und aufgrund der politischen Entwicklungen Europas in den Zwischenkriegsjahren wurde erkannt, dass eine stark ausgerüstete Fliegertruppe für die Schweiz von grosser Bedeutung sein würde.

Nachstehenden Abbildug zeigt das Hoheitszeichen unserer Luftwaffe: – Schweizer Luftwaffe – Forces aériennes suisses – Forze aeree svizzere – Aviatica militara svizra –

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind verschiedene Kampfflugzeuge mit Strahltriebwerken auf den Markt gekommen. Die Schweiz entschied sich zum Kauf von 75 einstrahligen »Vampire« des Typs DH-100 Mk 6, die im Flugzeugwerk »De Haviilland Aircraft Company« in England gebaut wurden. Weitere 100 Stück des gleichen Typs wurden in der Schweiz im Lizenzbau hergestellt. Die bis dato zahlenmässig umfangreichste Anschaffung an Kampfflugzeugen tätigte die Armee in den 1950er-Jahren mit dem Kauf von 135 »Venoms« des Typs DH-112 Mk 1, 24 Einheiten des Typs DH-112 Mk 1 R und 100 Jets des Typs DH-112 Dk 4 – insgesamt 259 »Venoms«. Diese Kampflugzeuge, die ebenfalls von der Firma »De Havilland Aircraft Company« stammten und im Lizenbau in der Schwiz gebaut wurden, stellten die Weiterentwicklung des »Vampire« DH-100 dar. Die letzten »Vampire« wurden am 12. Juni 1990 anlässlich einer Feier in Emmen aus dem Armeebestand verabschiedet.

 

 

Und wie ging die Geschichte der »Venoms« weiter, wann war sie – ist sie – zu Ende? Was geschah mit all den vielen Einheiten und gibt es noch irgendwo welche zu bewundern? Auf diese und viele andere Fragen gibt die Broschüre von Herrn Hans Prisi Antworten. In seinem Ringheft »Venom Flugzeuge der Schweizer Flugwaffe« sind nicht nur die Technischen Daten der drei in der Schweizer Armee eingesetzten Venom-Typen aufgelistet, sondern es ist auch die Geschichte vom Beschluss zur Beschaffung über die Einführung bis zur Ablösung der Flugzeuge festgehalten – kurz und klar. In Tabellen sind alle »Venoms« mit Werknummer, dem Datum der Auslieferung an die Truppe, dem Datum der Ausserdienststellung und in der Spalte »Bemerkungen« das Schiksal der einzelnen Einheiten aufgelistet. Zur Sprache kommen in dieser Arbeit auch die Bewaffnung sowie die Spezifischen Eigenschaften der »Venoms«. Viele mit Bildlegenden versehehnen Fotografien zeigen verschiedene Typen, Formen, Details und Farbanstriche der Flugzeuge.

 

Das Ringbuch von Hans Prisi – ehemaliger Mitarbeiter der Schweizer Luftwaffe – umfasst 37 A4-Seiten geballter Informationen rund um das Kampfflugzeug »Venom«. Es ist in unserem »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« – buchplanet.ch – für CHF 12.00 erhältlich. [Obenstehendes Bild anklicken um zum Buch zu gelangen.]

Sukzessive wurden die »Venoms« in allen Fliegerstaffeln der Schweizer Luftwaffe durch neue Kampfflugzeuge abgelöst – zuerst vom »Hunter«, später von der »Mirage« und dem »Tiger«. Kann sein, dass der einte oder andere »Venom« noch im zivilen Einsatz weiter geflogen wird – eine besondere Attraktivität wäre es allemal.

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B: Wikipedia
Bild C:
Bild D: Titelblatt des Rinbuches

 

 

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