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Hirnwurm-17

von Josef Beda

Um Musik zu machen, braucht es Musikinstrumente. Als Musikinstrument kann jeder Gegenstand bezeichnet werden, der Töne oder Geräusche hervorbringen kann – auch die menschliche Stimme. Im engeren Sinn wird jedoch unter einem Musikinstrument ein Gegenstand verstanden, der eigens für den Zweck Musik zu machen hergestellt oder verändert wurde. Die Liste der verschiedenen Musikinstrumente ist ellenlang und viele der aufgezählten sind in unserer Gegend unbekannt. Die Musikistrumente werden mit verschiedenen Klassifikationssystemen in Gruppen eingeteilt. Die einfachste für den Laien zu erkennende Einteilung ist die nach der Spieler-Benutzung. In dieser Klassifikation wird nach Blasinstrumenten, Schlaginstrumenten, Streichinstrumenten, Tasteninstrumenten und Zupfinstrumenten unterschieden.

 

Als Beispiele für Blasinstrumente sind in der oberen Reihe links die Trompete – ein Blechblasinstrument – und in der unteren Reihe rechts, das Saxophon – ein Holzblasinstrument abgebildet. Die Becken, in der oberen Reihe das mittlere Bild, zählt zu den Schlaginstrumenten. Eine bekannte Vertreterin der Streichinstrumente ist die Violine und das in unserer Volksmusik viel eingesetztes Musikinstrument, welches in die Gruppe der Tasteninstrumente gehört, ist das Akkordeon. Die Gitarre, die in allen Musikstilen eine wichtige Rolle spielt, ist eine Vertreterin der Zupfinstrumente.

Weitere Klassifikationen orientieren sich beispielsweise nach der Herkunft, nach der Entstehungszeit, nach Bestimmung (Einsatz), nach der Musikrichtung oder nach dem Rohmaterial der Musikinstrumente. Die klassische Einteilung richtet sich nach »Art der Tonerzeugung« – wie wird der Ton erzeugt?

Nachstehende Abbildung zeigt schematisch einen vom Oszilloskop erzeugten Sinuston. Musikinstrumente, mit Ausnahme der Stimmgabel, erzeugen keine Sinustöne, sondern deren Töne setzen sich aus einem Grundton und mitklingenden – bei einigen Instrumenten harmonischen, bei anderen nichtharmonischen – Obertönen zusammen.

 

 

»Selbstklinger« sind Instrumente, die den Ton durch Klingen des gesamten Gegenstandes erzeugen. In dieser Gruppe sind zum Beispiel die Becken und der Schellenbaum zu finden. In der Fachsprache heissen diese Musikinstrumente »Idiophone«. Unter der Rubrik »Membranophone« sind Tonerzeuger mit einem Fell, zum Beispiel die Pauke, die Trommel oder das Tamburin aufgelistet und werden entsprechend als »Fellklinger« bezeichnet. »Saitenklinger« oder in der Fachsprache »Chordophone« genannt, sind Instrumente, die den Ton durch Saiten erzeugen, darunter fallen beispielsweise die Gitarre, die Violine aber auch Tasteninstrumente wie das Klavier und der Flügel. Zu den »Luftklinger«, deren Töne durch einen Luftstrom erzeugt werden, gehören die Blasinstrumente und das Akkordeon, sie werden in der Fachsprache »Aerophone« genannt. Als fünfte Gruppe in dieser Klassifikation sind unter dem Begriff »Elektrophone« die elektromechanischen, die elektronischen und die digitalen Musikinstrumente zusammengefasst.

 

Die Glocke, eines der schönsten Musikinstrumente, ist in die Gruppe der »Idiophone« (»Selbstklinger«) eingeteilt – der ganze Körper klingt durch Anschlag des Klöppels. Die linksstehende Fotografie zeigt die grösste Glocke des Berner Münsters, sie ist mit einem Durchmesser von 2,5 Metern und einem Gewicht von 10 Tonnen auch die grösste Glocke in der Schweiz. Rechts ist die Haupt-Orgel der Hof-Kirche Luzern abgebildet. Die Orgel, eine Ansammlung von Pfeifen, die den Ton infolge schwingender Luftsäulen abgeben, gehört zur Gruppe der »Aerophone«.

Am 19. Januar 1934 beantragte ein Unternehmer und Erfinder in den USA für sein entwickeltes Musikinstrument das Patent. Dieses wurde ihm bereits drei Monate später, am 24. April 1934 vom Patentamt zugesprochen. Nach einem Jahr wurde das Musikinstrument der Öffentlichkeit vorgestellt – der Pianist Pietro Yon spielte darauf die erste Symphonie von Brahms. Der Name des Musikinstrumentes setzt sich aus dem Namen des Erfinders und dem Namen eines Instrumentes aus der Gruppe der Aerophone zusammen. Die Bezeichnung ist jedoch genau genommen falsch, denn bei diesem Instrument handelt es sich um keinen Luftklinger – der unverkennbare Klang dieses Instrumentes wird nämlich durch Elektromotoren erzeugt.

Unsere Frage lautet: «Wie heisst das Musikinstrument, dessen Namen sich aus dem Namen des Erfinders und – genau genommen unrichtigerweise – aus einem Vertreter der Luftklinger zusammensetzt?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-17» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis, ein Gutschein im Wert von CHF 18.00 ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 18.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten von CHF 8.00, in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich, beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 4. Mai 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A:
Bild B: Wikipedia
Bild C:

 

 

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