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Allein – Ja oder Nein

von Josef Beda

«Entweder sind wir allein im Universum oder nicht. Beide Vorstellungen sind beängstigend.» Diesen Satz sprach Arthur Charles Clerke, der am 16. Dezember 1927 in Minehead, einer kleinen Stadt an der Westküste Somersets in England, geboren wurde.

 

Arthur C. Clarke hat im Rahmen seiner Werke drei Gesetze aufgestellt: 1. «Wenn ein angesehener, aber älterer Wissenschaftler behauptet, dass etwas möglich ist, hat er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Recht. Wenn er behauptet, dass etwas unmöglich ist, hat er höchstwahrscheinlich Unrecht.» – 2. «Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustossen.» – 3. «Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.»

Der Science-Fiction-Schriftsteller gilt als Visionär neuer Technologien. Schon als Junge im Alter von dreizehn Jahren begann er Geschichten zu schreiben. Nach seinem Aktivdienst im Zweiten Weltkrieg als Radar-Spezialist studierte Arthur C. Clarke am King’s College in London Mathematik und Physik und arbeitete ab 1951 als freischaffender Schriftsteller – 1956 zog er nach Colombo auf Sri Lanka. Seine Visionen hielt er ausser in Science-Fiction-Romanen auch in Kurzgeschichten und in wissenschaftlichen Artikeln fest und erhielt dadurch auch ausserhalb der Science-Fiction-Szene einen hohen Bekanntheitsgrad.

 

Die obenstehende Grafik zeigt die zeichnerisch festgehaltenen der von Arthur C. Clarke im Jahr 1945 gemachten Überlegungen zur Umlaufgeschwindigkeit eines Satelliten in Abhängigkeit von der Bahnhöhe.

Schon im Jahr 1945 warb Arthur C. Clarke in der wissenschaftlichen Zeitschrift »Wireless World« unter dem Titel »Geostationary Satellite Communications« für die Idee, geostationäre Satelliten zur technischen Kommunikation zu nutzen. Knapp zwanzig Jahre nach dieser Publikation, am 19. August 1964 konnte er miterleben, wie der erste Satellit – Syncom 3, ein Kommunikationssatellit der USA – mit einer vom Kennedy Space Center gestarteten Delta-D-Trägerrakete in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht wurde. Die Übertragungen der Olympischen Sommerspiele 1964 in Tokio bildeten das erste Fernsehprogramm, welches via Satellit den Pazifischen Ozean überquerte. In einem Interview im Jahr 1974 beschreibt Clarke – wieder visionär denkend – die Zukunft von vernetzten Personal Computer.

 

Das Bild oben zeigt den US-amerikanischen Kommunikationssatelliten Syncom 3 – Synchronous Orbit Communications Satellite. Er war der erste Satellit der auf eine geostationäre Umlaufbahn gebracht wurde. Heute sind etwa 200 Satelliten über der geografischen Breite 0° – dem Äquator – »platziert«.

Der in Anerkennung seines literarischen und wissenschaftlichen Schaffens als Knight Bachelor zum Ritter mit dem Titel »Sir« geschlagene Autor griff nicht nur nach den Sternen und mit schrieb über visionäre Techniken, sondern er beschäftigte sich zudem mit dem Meer und dem Maritime. Sir Arthur Charles Clarke starb am 19. März 2008 infolge einer Kinderlähmung, die bei ihm im Jahr 1988 diagnostiziert wurde, in einem Krankenhaus in Sri Lanka.

Sein eingangs zitierter Satz: «Entweder sind wir allein im Universum oder nicht. Beide Vorstellungen sind beängstigend.», weckt auch Gedanken an »Unbekannte Flug-Objekte«. Am 17. April 1897 – heute vor 115 Jahren – schrieb der freie Journalist Haydon in der Tageszeitung »Dallas Morning News«, dass am Vortag ein Raumschiff über den Ort Aurora (Texas) gesichtet worden sei. Infolge offensichtlicher Manövrier-Schwierigkeiten sei es in eine Windmühle geflogen und dabei explodiert. Echte Zeugenberichte gab es jedoch keine und so stellt sich auch in diesem Fall die immer-grüne Frage: «Gibt es Ausserirdische oder nicht?»

 

Obenstehende Fotografie zeigt – rot eingekreist – ein »Undefiniertes Flug-Objekt«. Bilder können täuschen – es handelt sich bei den Fotografien oft um Luftspiegelungen oder Fälschungen.

Nachforschungen ergaben, dass es im Ort Aurora nie eine Windmühle gegeben hatte und viele Jahre später erklärte der Journalist, er habe sich, um seinen Geburtsort bekannt zu machen, einen Scherz erlaubt. Die Mehrheit der Forscher gingen schon vor der Erklärung Haydons von einem Hoax aus. Die These, dass der Absturz des UFO tatsächlich stattgefunden hat, wird allerdings auch heute noch vertreten. Eine Bronzetafel auf dem vom Staat Texas unter Denkmalschutz gestellten Friedhof von Aurora erinnert an den UFO-Zwischenfall.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild E: Wikipedia

 

 

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