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Zwei Lausbuben wurden bekannt

von Josef Beda

Im Jahr 1859 erschien die Bildergeschichte von Peterl und Maxerl, zweier Buben, die den Honig aus dem Bienenstock des Nachbarn stehlen und dabei von den aufgeschreckten Bienen derart zerstochen werden, dass ihre Nasen zu »Ballons« anschwellen. Die Nasen sind so gross, dass die beiden Kinder keine Nahrung mehr aufnehmen können – den geschädigten Nachbarn kümmert’s nicht. Erst der Schmied hilft den beiden Buben, indem er die Bienenstachteln mit einer Zange aus ihren Nasen herauszieht.

 

Die beiden Buben Peterl und Maxerl stehlen dem Imker Honig aus seinem Bienenstock. Die Bienen zerstechen die Nasen der beiden Übeltäter und werden vom Besitzer des Bienenstockes verhöhnt.

Der Text und auch die Zeichnungen stammen von Heinrich Christian Wilhelm Busch – dem humoristischen Dichter und Zeichner. Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Wiedensahl, einem Flecken – eine Bezeichnung für eine kleinere, aber lokal bedeutende Ansiedlung – in Niedersachsen, geboren und ist am 9. Januar 1908 im Pfarrhaus in Mechthausen an Herzkrankheit gestorben.

 

Oben abgebildet ist Wilhelm Busch als er 28 Jahre zählte. Der ernste und verschlossene Mensch lebt viele Jahre seines Lebens zurückgezogen in der Provinz. Sein Kunststudium schloss er nicht ab und war von seinen Eltern über Jahre hinweg finanziell abhängig.

Die einleitend kurz umschriebene Bildergeschichte der beiden Buben, die den Titel »Die kleinen Honigdiebe« trägt, war das erste von Wilhelm Busch geschaffene und veröffentlichte Werk. Fünf Jahre später erschien das Buch »Bilderpossen«, welches vier grössere Einzelgeschichten beinhaltet. Im gleichen Jahr – 1864 – wurden die beiden Geschichten »Diogenes und die bösen Buben von Korinth« und »Eginhard und Emma« veröffentlicht. Diesen beiden Büchern folgte im Jahr 1965 die Bildergeschichte mit dem Titel »Der Virtuos«, welche als eine der innovativsten Illustrationen seiner Werke gilt und deshalb einer der Gründe ist, weshalb Wilhelm Busch ab der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die ehrenden Beinamen »Grossvater der Comics« und »Urvater der Comics« erhielt.

Nachstehend sind zwei Szenen aus der Bildergeschichte »Der Virtuos« abgebildet: Szene 10 → »Passaggio chromatico« und Szene 11 → »Fuga del diavolo«.

 

 

In seinen Schaffensperioden dichtete, schrieb und zeichnete Wilhelm Busch, der sich aber auch als Maler betätigte, viele weitere Geschichten. Im Jahr 1874 erschien seine erste Gedichtsammlung, in Anlehnung an Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft unter dem Titel »Kritik des Herzens«. Dieser, wie auch die weiteren Gedichtebände, wurden von den damaligen Lesern nicht goutiert. Erst nach dem Tod von Wilhelm Busch erreichten diese Werke ein grösseres Publikum.

Wilhelm Busch betätigte sich auch als Maler. Unten abgebildet ist eines seiner Werke – es trägt den Namen Waldlandschaft mit Heufuder und Kühen und stammt aus der Zeit zwischen 1884 und 1893 (Angaben: Wikipedia). Wilhelm Busch wollte ein ernsthafter Maler sein, scheiterte jedoch an seinen selbstgesetzten Massstäben. Viele seiner Bilder sind durch falsche Lagerung oder infolge Verwendung billiger Malgründe und Farben »beschädigt«. 

 

Das wohl bekannteste Werk von Wilhelm Busch feiert heute am 4. April Geburtstag. Vor 147 Jahren wurde die »Bubengeschichte in sieben Streichen« mit dem Titel »Max und Moritz« erstenmals veröffentlicht. Wer kennt sie nicht? – die beiden Lausbuben deren Streiche mit folgenden Worten eingeleitet werden:

 

 

Und am Schluss des Vorwortes heisst es dann mahnend: «… Aber wehe, wehe, wehe!  • Wenn ich auf das Ende sehe!! • Ach, das war ein schlimmes Ding, • Wie es Max und Moritz ging! • Drum ist hier, was sie getrieben, • Abgemalt und aufgeschrieben.»

 

Max und Moritz, die beiden Lausbuben welche bei der »Bubengeschichte in sieben Streichen« die Hauptrollen spielen. Das Werk »Max und Moritz« von Wilhelm Busch gilt als Vorgriff auf Comic und Zeichentrickfilm.

In unserem Online-Shop für »Gebrauchte Bücher« ist eine ganze Menge an Büchern, gedichtet, geschrieben und gezeichnet von Wilhelm Busch, erhältlich. Um diese zu finden, ist im Shop www.buchplanet.ch im Feld »Schnellsuche« der Begriff Wilhelm Busch einzutragen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia
Bild E: buchplanet.ch (JBS)
Bild F: Wikipedia

 

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