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Ein Stück Schweiz – Unsere Privatbahnen • Teil 2/5

von Josef Beda

Die beiden Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sind vollständig vom Kanton St. Gallen umschlossen. Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden ist Appenzell und Herisau ist – mit etwa 15’000 Einwohnern eigentlich eine Stadt, die sich aber viel lieber als Dorf sieht -, der Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Die nachstehende Bildmontage zeigt oben das Wappen des Kantons Appenzell Ausserrhoden und eine Ansicht dessen Hauptortes Herisau; unten das Wappen des Kantons Appenzell Innerrhoden und eine Ansicht des Hauptortes Appenzell.

 

Kein einziger Meter der »Schweizerischen Bundesbahnen« führt durch diese beiden Kantone. Ihr Eisenbahnnetz besteht aus den, am 1. Januar 2006 zusammengeschlossenen, vier Bahnen, wobei die drei kleineren Unternehmungen – »Trogenerbahn«, »Rorschach-Heiden-Bergbahn« und »Bergbahn Rheineck-Walzenhausen« – von den am 26. Juli 1886 ins Handelsregister eingetragenen »Appenzeller Bahnen« aus juristischem Gesichtspunkt übernommen wurden. Der Sitz der Unternehmung ist in Herisau. Die Bahn gehört zu 39% dem Bund. Weiter Anteile besitzen die Kantone St. Gallen (11%), Appenzell Innerrhoden (4%), Appenzell Ausserrhoden (9%), die Stadt St. Gallen (4%) sowie diverse Gemeinden und Bezirke (16%) und 5% befinden sich im Privatbesitz.

 

Die oben abgebildete Karte zeigt das Streckennetz der »Appenzeller Bahnen«, wie es sich nach der Fusion vom 1. Januar 2006 präsentiert. Die blaue Linie ist eine Buslinie, die sich ebenfalls im Besitz der »Appenzeller Bahnen« befindet.

Das Netz der »Appenzeller Bahnen« weist drei verschiedene Spurweiten auf. Die Strecke Rorschach ↔ Heiden ist ein normalspuriges, zum Teil mit Zahnstange ausgerüstetes Gleis, die Strecke Rheineck ↔ Walzenhausen weist eine Spurweite von 1200 mm auf und die anderen Linien bilden das Meterspurnetz.

 

Das obenstehede Foto zeigt einen von Appenzell Richtung Gonten fahrenden Pendelzug der »Appenzeller Bahnen« kurz nach dem Verlassen des malerischen Kantons-Hauptortes.

Im Jahr 2014 wird voraussichtlich mit dem Bau der geplanten Durchmesserlinie in St. Gallen begonnen werden. Das Projekt soll die beiden noch getrennten Linien Trogen ↔ St. Gallen und St. Gallen ↔ Appenzell verbinden. Die »Durchmesserlinie Appenzell-St. Gallen-Trogen« ist in fünf Teilprojekte unterteilt. Bereits zwei Jahre nach dem vorgesehenen Baubeginn soll die Durchmesserlinie im Jahr 2016 dem Betrieb übergeben werden.

Nachstehend abgebildet ist das Logo der »Appenzeller Bahnen«. Wenn Sie dieses Logo anklicken, erfahren Sie mehr über das Projekt »Durchmesserlinie Appenzell-St. Gallen-Trogen«

 

 

Das aufwendigste und zugleich grösste Teilprojekt ist der Bau des etwa 700 Meter langen Ruckhaldetunnels, welcher die mit Zahnstange ausgerüstete Strecke zwischen dem Bahnhof St. Gallen und Riethüsli ersetzen wird. Das Projekt beinhaltet auch die Anpassung der Gleisanlage der ehemaligen »Trogenerbahn«, die durch die Stadt St. Gallen führt und nach Strassenbaunormen – im innerstädtischen Bereich mit Rillenschienen – gebaut wurde.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Einzelbilder: Wikipedia; Montage: buchplanet (JBS)
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

 

 

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