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Vorsicht Spannung!

von Josef Beda

Heute vor 112 Jahren, am 20. März 1800 – es war ein Donnerstag – informierte der italienische Physiker Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf von Volta die »Britische Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege« – die Royal Society –  in London über eine von ihm erdachte Erfindung.

 

Die obenstehende Abbildung zeigt eine Versuchsanordnung der Voltaschen Säule, kurz auch als Voltasäule bezeichnet.

Allessandro Volta, geboren am 18. Februar 1745 und gestorben am 5. März 1827, stellte damals eine der als zu den bedeutendsten eingestuften Erfindungen aller Zeiten vor: Die Voltasche Säule. Die Anordnung von übereinander geschichteten Kupfer- und Zinkplättchen und einer zwischen diesen beiden Metallschichten eingefügten elektrolytgetränkten Lage aus Pappe oder Leder, war die Vorläuferin der heutigen Batterie – eine Spannungsquelle, eine Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischem Strom.

 

Das obenstehende Bild zeigt den schematischen Aufbau einer Voltaschen Säule. Sie besteht aus einer Reihe von hintereinander geschalteten galvanischen Elementen (elektrochemische Energiespeicher und -wandler), bestehend aus den beiden Metallplättchen Kupfer und Zink und dem diesen dazwischenliegenden Elektrolyten.

Erst diese erste brauchbare Spannungsquelle, die lange vor der Erfindung des Elektro-Generators einen kontinuierlichen elektrischen Strom erzeugen konnte, ermöglichte die Erforschung der Elektrizität und deren praktische Anwendung in verschiedenen Bereichen.

Versuche, welche erst nach der Erfindung der Batterie in Angriff genommen werden konnten, widmeten sich der elektrischen Telegrafie. Das untenstehende Schema zeigt, wie elektrische Impulse drahtgebunden übermittelt und in mechanische Bewegungen eines Stiftes umgesetzt werden.

 

 

Zeitüberschneidend lebten unter anderen auch zwei weitere Wissenschaftler, welche sich mit der Elektrizität beschäftigten, André-Marie Ampère (* 20. Januar 1775; † 10. Juni 1836) und Georg Simon Ohm (* 16. März 1789; † 6. Juli 1854) und auch James Watt (* 19. Januar 1736; † 25. August 1819), der Erfinder aus Schottland, welcher sich mit der Verbesserung des Wirkungsgrades von Dampfmaschinen verdient gemacht hat, wirkte in dieser Epoche.

 

 

Dann haben wir sie beieinander, die vier Herren, die jedermann kennt, der sich mit den elementaren Grundlagen der »angewandten« Elektrizitätslehre mal »herumtummelte«: Volta, Ohm, Ampère und Watt. Im Internationalen Einheitensystem, abgekürzt SI, wird »nur« eine Basiseinheit – es gibt deren eben nur fünf – nach einem dieser Herren benannt – die Basisgrösse Stromstärke. Sie bekam die Einheit Ampere, die abgeleitete Grösse Elektrischer Widerstand bekam die Einheit Ohm, die abgeleitete Grösse Elektrische Spannung die Einheit Volt und die ebenfalls abgeleitete Grösse Leistung bekam die Einheit Watt. Und wir kennen sie, die Zusammenhänge zwischen diesen vier Grössen, welche im folgenden Bild mal etwas anders dargestellt sind.

 

 

Wahrscheinlich bekamen alle in diesem kleinen Artikel erwähnten Wissenschaftler irgendwo ein Denkmal. Doch Volta, der zusammen mit Luigi Galvani als Begründer des Zeitalters der Elektrizität gilt, hat sein Denkmal nahe unserer Landesgrenze, in Como, bekommen.

Bild unten: Das in Como erbaute Monument zu Ehren des grossen Gelehrten Alessandro Volta steht am Piazza Volta, zu dem unter anderen auch die Via Volta führt.

 

 

Nebst diesem Monument existiert in Como zum Gedenken an Alessandro Volta auch das Museum »Tempio Volitano«. In diesem Museum werden alle Etappen seiner Erfindungen ausführlich gezeigt. Ebenfalls trägt das Gymnasium in Como seinen Namen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: buchplanet.ch (JBS)
Bild E: Bildmontage
Bild F: Wikipedia

 

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