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Zwischen Erfolg und Tod

von Josef Beda

Der am 8. Mai 1886 von John Stith Pemberton entwickelte Sirup sollte ein Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen sein. Die gebraute Mixtur bestand aus Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus Kokablättern. Pemberton, ein Pharmazeut und Kriegsveteran, nannte seine Medizin »Pemberton’s French Wine Coca«. Bereits nach knapp einem Monat nach der Herausgabe seines eben erfundenen Getränks, musste er – gezwungenermassen – den Wein aus seinem Heilmittel entfernen, denn am 1. Juni 1886 wurde die Prohibition eingeführt.

Untenstehendes Bild zeigt ein Plakat, welches in den USA während der Prohibition Warnung vor König Alkohol warnte. Mit gleichem Sujet wurden auch Flugschriften verteilt.

 

Fortan verkaufte Pemberton das Gebräu unter dem Namen »Coca-Cola« – eine Wortzusammensetzung aus coca leaves (Kokablatt) und cola nut (Kolanuss) – für fünf Cent pro Glas. An einem  Tag wurden in seiner eigenen Apotheke, auch in anderen Apotheken sowie in wenigen Soda-Bars nur wenige Gläser dieses Saftes über die Tresen ausgeschenkt.

Wahrscheinlich brauchte John Stith Pemberton Geld, um seine angebliche Morphiumsucht zu finanzieren – er verkaufte sein Rezept gleich mehrfach. Einer der Käufer war der Apothekengrosshändler Asa Griggs-Candler. Mit Tricks und auch Betrügereien – so wird es wenigstens angenommen -, hatte dieser am 30. August 1988 sämtliche Rechte an »Coca-Cola« für einen Gesamtpreis von 2300 Dollar in seiner Tasche. Der neue Besitzer der Marke »Coca-Cola« gründete 1892 die »The Coca-Cola Company«. Am 12. März 1894 wurde dann »Coca-Cola« erstmals in Flaschen verkauft. Bereits drei Jahre nach der Gründung der in Atlanta domizilierten Firma vermarktete Candler das Getränk in den ganzen USA und ein Jahr später auch im benachbarten Ausland. So richtig in Gang kam das Geschäft mit der Einführung des Kronkorkens im Jahr 1999, in welchem Candler die Rechte für das Abfüllen seiner Mischung praktisch kostenlos an Franklin Thomas und Joseph Brown Whitehead abgab.

 

Obige Abbildung zeigt einen unbedruckten neutralen Kronkorken (Blechdeckeli) der vom Erfinder William Painter (* 1838; † 1906) im Jahr 1892 zum Patent angemeldet wurde. Er nannte den Verschluss »Crown Cork«. Zuerst wurde der neue Verschluss für Bierflaschen verwendet und löste damit den Bügelverschluss ab.

Im Jahr 1916 übertrug der »Coca-Cola Company« – Gründer, gleichzeitig Besitzer von 90% der stimmberechtigten Aktien, die Führung der Firma an seinen Sohn Howard Candler. An Weihnachten gleichen Jahres vermachte er seine Aktien – bis auf sieben Stück – seinen Verwandten. Drei Jahre später verkaufte der neue Boss die »Coca-Cola Company« hinter dem Rücken seines Vaters an ein Konsortium um Ernest Woodruff und Eugene Stetson. Im Jahr 1923 übernahm Robert W. Woodruff, der Sohn von Ernest Woodruff, die Leitung der »Coca-Cola Company«. Die weitere Erfolgsgeschichte dieser Unternehmung ist sichtbar bekannt!

 

Das Bild oben zeigt das legendäre formschöne 2 dl – Coca-Cola-Fläschchen, wie man es seit jeher kennt. Heute wird das wohlschmeckende Getränk auch in Blechdosen und Kunststoffflaschen angeboten.

Nachstehendes Porträt zeigt den Gründer von »Coca-Cola Company«, Asa Griggs Candler (* 30. 12.1 851; † 12. 03. 1929), der sich im Jahr 1917 aus der Firma vollumfänglich zurückzog und von 1817 bis 1919 zum Bürgermeister von Atlanta gewählt wurde.

 

 

Der Gründer von »Coca-Cola Company« jedoch, Asa Griggs Candler, der in seinem Leben mehrere Millionen Dollar für die Emory-Universität, für das Emory-Krankenhaus und an die Evangelisch-Methodistische Kirche spendete, erlitt genau 35 Jahre nach seiner Grundsteinlegung des »Coca-Cola« – Erfolgs, am 12. März 1929, einen tödlichen Schlaganfall.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

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