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Archiv vom März, 2012

29. März 2012

Ein Stück Schweiz – Unsere Privatbahnen • Teil 2/5

by Josef Beda

Die beiden Halbkantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sind vollständig vom Kanton St. Gallen umschlossen. Hauptort des Kantons Appenzell Innerrhoden ist Appenzell und Herisau ist – mit etwa 15’000 Einwohnern eigentlich eine Stadt, die sich aber viel lieber als Dorf sieht -, der Hauptort des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Die nachstehende Bildmontage zeigt oben das Wappen des Kantons Appenzell Ausserrhoden und eine Ansicht dessen Hauptortes Herisau; unten das Wappen des Kantons Appenzell Innerrhoden und eine Ansicht des Hauptortes Appenzell.

 

Kein einziger Meter der »Schweizerischen Bundesbahnen« führt durch diese beiden Kantone. Ihr Eisenbahnnetz besteht aus den, am 1. Januar 2006 zusammengeschlossenen, vier Bahnen, wobei die drei kleineren Unternehmungen – »Trogenerbahn«, »Rorschach-Heiden-Bergbahn« und »Bergbahn Rheineck-Walzenhausen« – von den am 26. Juli 1886 ins Handelsregister eingetragenen »Appenzeller Bahnen« aus juristischem Gesichtspunkt übernommen wurden. Der Sitz der Unternehmung ist in Herisau. Die Bahn gehört zu 39% dem Bund. Weiter Anteile besitzen die Kantone St. Gallen (11%), Appenzell Innerrhoden (4%), Appenzell Ausserrhoden (9%), die Stadt St. Gallen (4%) sowie diverse Gemeinden und Bezirke (16%) und 5% befinden sich im Privatbesitz.

 

Die oben abgebildete Karte zeigt das Streckennetz der »Appenzeller Bahnen«, wie es sich nach der Fusion vom 1. Januar 2006 präsentiert. Die blaue Linie ist eine Buslinie, die sich ebenfalls im Besitz der »Appenzeller Bahnen« befindet.

Das Netz der »Appenzeller Bahnen« weist drei verschiedene Spurweiten auf. Die Strecke Rorschach ↔ Heiden ist ein normalspuriges, zum Teil mit Zahnstange ausgerüstetes Gleis, die Strecke Rheineck ↔ Walzenhausen weist eine Spurweite von 1200 mm auf und die anderen Linien bilden das Meterspurnetz.

 

Das obenstehede Foto zeigt einen von Appenzell Richtung Gonten fahrenden Pendelzug der »Appenzeller Bahnen« kurz nach dem Verlassen des malerischen Kantons-Hauptortes.

Im Jahr 2014 wird voraussichtlich mit dem Bau der geplanten Durchmesserlinie in St. Gallen begonnen werden. Das Projekt soll die beiden noch getrennten Linien Trogen ↔ St. Gallen und St. Gallen ↔ Appenzell verbinden. Die »Durchmesserlinie Appenzell-St. Gallen-Trogen« ist in fünf Teilprojekte unterteilt. Bereits zwei Jahre nach dem vorgesehenen Baubeginn soll die Durchmesserlinie im Jahr 2016 dem Betrieb übergeben werden.

Nachstehend abgebildet ist das Logo der »Appenzeller Bahnen«. Wenn Sie dieses Logo anklicken, erfahren Sie mehr über das Projekt »Durchmesserlinie Appenzell-St. Gallen-Trogen«

 

 

Das aufwendigste und zugleich grösste Teilprojekt ist der Bau des etwa 700 Meter langen Ruckhaldetunnels, welcher die mit Zahnstange ausgerüstete Strecke zwischen dem Bahnhof St. Gallen und Riethüsli ersetzen wird. Das Projekt beinhaltet auch die Anpassung der Gleisanlage der ehemaligen »Trogenerbahn«, die durch die Stadt St. Gallen führt und nach Strassenbaunormen – im innerstädtischen Bereich mit Rillenschienen – gebaut wurde.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Einzelbilder: Wikipedia; Montage: buchplanet (JBS)
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

 

 

27. März 2012

Sun Records – »Geburt von Musikstilen«

by Josef Beda

Eines der zu den Südstaaten zählenden Mitglieder ist Tennessee. Der Staat besitzt ein Terretorium von 110 km² – beinahe dreimal so gross wie die Schweiz -, er trat als 16. Staat am Juni 1796 den Vereinigten Staaten von Amerika bei. Hauptstadt dieses Staates ist Nashville. Mit 630’000 Einwohnern weist sie die zweitgrösste Bevölkerungszahl aller Orte im Staate Tennesse auf. Die Stadt mit den meisten Einwohnern – 647’000 –  ist Memphis. Beide Städte sind Hochburgen der Musik: Nashville für die »Country-Music« und Memphis für den »Blues« und den »Rock’n’Roll«.

 

Das obenstehende Bild zeigt die Flagge des US-Staates Tennessee. Der Name Tennessee stammt von Tansai, dem Namen einer Indianersiedlung am Little Tennessee River. Tennessee ist berühmt für die Entstehung verschiedener Musikrichtungen, dessen Wurzeln auch in der Afroamerikanischen Musik zu finden sind.

Am 27. März 1952 gründete der Hobbymusiker Sam Phillips im Alter von neunundzwanzig Jahren in Memphis das Plattenlabel »Sun Records«, eine Plattenfirma, die später weltbekannte Musiker unter Vertrag nahm. Die Plattenfirma war trendsetzend für die Entwicklung des »Rhythm and Blues«, des »Rockabilly« und des »Rock’n’Roll«. Eines Tages im Jahr 1953 betrat Elvis Presley (* 8. Januar 1935; † 16. August 1977) das Studio und wollte einen Tonträger für private Zwecke besingen – Elvis Presley wurde entdeckt und bereits am 5. Juli 1954 fand die erste kommerzielle Aufnahmesession bei Sun »Records statt«.

Untenstehendes Porträt zeigt Elvis Aaron Presley im Jahr 1972, der wohl der wichtigste Vertreter der Rock- und Popkultur war. Elvis, The King of Rock’n’Roll ist mit über einer Milliarde verkauften Tonträgern der weltweit erfolgreichste Solo-Sänger.

 

Viele weitere Künstler wurden durch »Sun Records« bekannt. Nicht wertend, aber es sind Künstler, an deren Konzerten ich des Öfteren war, sind unter anderen Jerry Lee Lewis (29. September 1935) , Carl Perkins (* 9. Juli 1932; † 19. Januar 1998) und »The King of Country-Music«, The Man in Black – Johnny Cash (* 26. Februar 1932; † 12. September 2003).

Nachstehende Bild-Montage zeigt die drei Künstler: Jerry Lee Lewis, der Sänger und Pianist, dessen Shows an akrobatik grenzten – Carl Perkins, der Gitarrist mit einfühlsamer Stimme – Johnny Cash, »The King of Country Music« und auch »The Father of Country Music« genannt, ein Mann mit Prinzipien, denen auch er nicht immer treu sein konnte, ein Star mit unvergessliche Stimme und einer faszinierenden Ausstrahlung!

 

Carl Perkins komponierte und sang den ersten von »Sun Records« millionenfach verkauften Hit, welcher am 1. Januar 1956 veröffentlicht wurde Blue Suede Shoes. Genau vier Monate später wurde der Song I Walk the Line von Johnny Cash veröffentlicht und dieser war der zweite Millionenseller von »Sun Records«. Mit dem am 27. Mai 1957 veröffentlichen Song von Jerry Lee Lewis Whole Lotta Shakin‘ Goin‘ On plazierte »Sun Records« den dritten Millionenseller, und: dieser übertraf die beiden Vorgänger gleich um das Dreifache. Weitere grosse Hits mit enormen Umsätzen folgten – »Sun Records« stieg zum erfolgreichsten Independent-Label der USA auf.

 

Die obenstehende Fotografie zeigt den Gründer der »Sun Records«, Sam Phillips (* 5. Januar 1923; † 30. Juli 2003) am Bedienen des Ampex-350-Tonbandgerätes in einem seiner Tonstudios, welches er später verkaufte und schloss, jedoch wiedereröffnet wurde.

Am 1. Juli 1969 verkaufte Phillips seine auf Singles spezialisierte Plattenfirma, den kompletten Label-Katalog. Bereits verkaufte er den Plattenvertrag mit Elvis an die RCA Records. Carl Perkins und Johnny Cash verliessen das Label im Jahr 1958 und Jerry Lee Lewis folgte ihnen fünf Jahre später.  Im Jahr 1987 wurde das »Sun Studio« als Museum und reguläres Tonstudio wiedereröffnet. U2, eine 1976 gegründete irische Rockband, war eine der ersten Bands, die in diesem legendären Studio wieder aufgenommen hat.

 

Die Band U2 ist oben abgebildet. Sie besteht aus dem Leadsänger Bono (Paul David Hewson), dem Gitarristen The Edge (David Howell Evans), dem Bassisten Adam Clayton und dem Schlagzeuger Larry Mullen junior.

Elvis Presley, die schillernde Figur und »The King of Rock’n’Roll« hatte seine erste Aufnahmesession bei »RCA Studios«, Nashville im Jahr 1956. Seine Biografie ist im Buch mit dem Titel »Elvis by Jerry Hopkins« nachzulesen. Ein ganz besonderes Buch ist unter dem Titel »Elvis – Erinnerungen an Elvis Presley in Zeichnungen von Betty Harper« erhältlich. Die Künstlerin, die durch ihre Porträts der Musikstars von Nashville bekannt ist, zeichnete auch Elvis in verschiedensten Situationen. Sie hat über 10’000 Zeichnungen von ihm angefertigt. Rund hundert davon sind im Taschenbuch, welches im Wilhelm Heyne Verlag erschienen ist, gesammelt. Beide erwähnten Bücher sind bei uns, im »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« – buchplanet.ch – erhältlich.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Einzelbilder: Wikipedia; Montage: buchplanet.ch (JBS)
Bild D:
Bild E: Wikipedia

 

 

26. März 2012

Ein Stück Schweiz – Unsere Privatbahnen • Teil 1/5

by Josef Beda

Im Kanton Graubünden befindet sich das grösste zusammenhängende meterspurige Eisenbahnnetz der Schweiz. Das Schmalspurnetz der Rhätischen Bahn (RhB), dessen Begründer und Förderer der in den Niederlanden geborene Willem Jan Holsboer war, weist eine Gesamtlänge von 384 Kilometern auf, wovon ein kleiner Teil – etwa 2,55 km – auch in Italien liegt.

 

 

Das Netz der RhB besteht aus den Linien Chur ↔ Davos, Davos ↔ Filisur, Chur ↔ Scuol, Scuol ↔ SamedanChur ↔ Arosa, Chur ↔ Disentis, Chur ↔ St. Moritz, St. Moritz ↔ Tirano (Italien) und dem Verbindungsstück Samedan ↔ Pontresina. Die obige Abbildung zeigt eine schematische Netzübersicht. Das Gebiet in welchem die Bahn verkehrt, wie auch die Bahn selber, die als eine in Chur domizilierte Aktiengesellschaft – Eigentümer 51 % Kanton Graubünden, 43 % Bund und 6 % Sonstige – organisiert ist, weisen zahlreiche Besonderheiten auf. Allgemein sicher bekannt ist das Landwasserviadukt bei Filisur. Die 65 m hohe und 136 m lange Brücke ist das meistfotografierte Bauwerk der Rhätischen Bahn und zählt zudem zu einem ihrer Wahrzeichen.

Die Faszination wie das Landwasserviadukt, welches einen Gleis-Bogenradius von 100 m und eine Trassee-Steigung von 20 ‰ aufweist, nahtlos mit dem Filisur-Tunnel verschmilzt ist in der nachstehenden Fotografie eindrücklich erkennbar. Der Glacier-Express durchfährt hier gerade die Naht »Viadukt-Tunnel«.

 

 

Am 7. Juli 2008 wurde sie als integraler Bestandteil der Albulalinie (Chur ↔ St. Moritz) zusammen mit der Berninalinie (St. Moritz ↔ Tirano) in das UNESCO-Welterbe aufgenommen. Im Verbund mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB), die ebenfalls ein meterspuriges Eisenbahnnetz unterhält, betreibt die Räthische Bahn den Glacier-Express, den Paradezug – wohl den langsamsten Schnellzug der Welt. Der Glacier-Express verbindet Zermatt im Kanton Wallis mit den im Kanton Graubünden liegenden Destinationen St. Moritz, Davos und Chur.

Die folgende Fotografie zeigt den Glacier-Express 902 auf dem 96 Meter langen Grengiol-Viadukt der Matterhorn-Gotthard-Bahn, jener Bahngesellschaft die sich per 1. Januar 2003 aus der Fusion der Furka-Oberalp-Bahn (FO) und der Brig-Visp-Zermatt-Bahn (BVZ) formierte.

 

 

Ebenfalls gehören zum Netz der Rhätischen Bahn zwei Autoverlade-Linien, nämlich jene durch den Albulatunnel und jene durch den Vereinatunnel, dessen Durchschlag heute vor fünfzehn Jahren, am 26. März 1997 erfolgte. Nachdem die wintersichere Eisenbahnverbindung zwischen Klosters und Sagliains im Jahr 1985 beschlossen wurde, konnte mit dem Bau infolge verschiedener Einsprachen erst im Jahr 1991 begonnen werden. Der mit 19,042 km längste meterspurige Eisenbahntunnel der Welt konnte nach acht Jahren Bauzeit vom damaligen Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrsdepartements, Bundesrat Moritz Leuenberger dem Verkehr übergeben werden.

 

Die obenstehende Fotografie zeigt einen Autozug der Rhätischen Bahn bei der Verladestation in Selfranga, dem Nordportal des Vereinatunnels.

Das Schienennetz der MGB mit einer Länge 144 Kilometern erstreckt sich von Disentis über den Oberalppass nach Andermatt, über Realp, durch den Furka-Basistunnel nach Brig, Visp bis an den Fuss des Matterhorns nach Zermatt. Von Andermatt hinunter nach Göschenen besteht eine Stichlinie, die einstmals als eigene »Schöllenenbahn« Bestand hatte.

 

Der obenstehende Kartenausschnitt zeigt das Netz, die Stammstrecke Zermatt ↔ Disentis der MGB, sowie die mit einer maximalen Steigung von 179 ‰ Zahnradbahnstrecke zwischen Andermatt und Göschenen, der ehemaligen Schöllenenbahn (SCHB), die im Jahr 1917 eröffnet wurde und im Jahr 1961 von der damaligen Furka-Oberalp-Bahn übernommen wurde.

Der Furka-Basistunnel hat eine Länge von 15.53 km und stellt die wintersichere Verbindung der beiden Kantone Wallis und Uri sicher. Der Bau des Tunnels wurde im Jahr 1976 noch unter Bundesrat Roger Bonvin bewilligt. Nach etlichen Bauverzögerungen, die auf die schwierigen geologischen Verhältnisse zurück zu führen sind, konnte er am 25. Juni 1982 mit einer massiven Kostenüberschreitung dem Verkehr übergeben werden. Bundesrat Roger Bonvin, dem Förderer des Tunnels, der drei Wochen vor der Eröffnung starb, wurde am Tunneleingang in Oberwald eine Ehrentafel gesetzt.

Der Furka-Basistunnel weist eine Besonderheit auf: In der Tunnelmitte endet der von Ronco, einem Dorf im Bedretto-Tal in der Nähe von Airolo beginnende, für den Bau des Tunnels erstellte Baustollen. Dieser ist 5200 Meter lang und weist eine Querschnittsfläche von zwischen 9 und 10 Quadratmetern auf. Während der Bauphase des Furka-Basistunnels wurde er von einer Stollenbahn mit einer Spurweite von 60 cm befahren. Seit der Eröffnung des Tunnels ist der Stollen stillgelegt, auf eine Zubetonierung wurde jedoch verzichtet – es wurde lediglich ein Gittertor angebracht, denn es besteht immer noch Debatte, ob der Stollen für eine Eisenbahnverbindung ausgebaut werden soll oder nicht.

Die Abbildung unten zeigt das Stollen-Portal in Roco, das sogenannte Bedretto-Fenster. Der Eingang des Stollens ist mit der Jahrzahl 1982 beschriftet, dem Eröffnungsjahr des Furka-Basistunnels, für dessen Zweck er gebaut wurde.

 

Die alten, durch den Furka-Basistunnel ersetzten Geleise – der ehemaligen Furka-Oberalp-Bahn, – über die Furka, sollten ursprünglich rückgebaut werden. Es ist den Eisenbahnfreunden, welche im Jahr 1983 den Verein Furka-Bergstrecke und im Jahr die Dampfbahn Furka-Bergstrecke AG gründeten zu verdanken, dass diese einmalig-schöne Eisenbahnstrecke seit 2010 wieder vollständig befahrbar ist.

 

Das Foto oben zeigt einen Zug der Dampfbahn Furka-Bergstrecke mit der Lokomotive HG 3/4 auf dem Steinstafelviadukt. Die Strecke über den Furkapass ist zahnradbetrieben.

Das Personal der Dampfbahn Furka-Bergstrecke rekrutiert sich beinahe ausschliesslich aus Freiwilligen, welche ihre Arbeitskraft über einen international tätigen Förderverein für Bau, Unterhalt und Betrieb unentgeltlich zur Verfügung stellen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C:
Bild D:
Bild E:
Bild F: Wikipedia
Bild G: Wikipedia

 

 

22. März 2012

Hirnwurm-15

by Josef Beda

Am Start standen fünf Läufer und warteten auf das Kommando, sich für den Startschuss des bevorstehenden Hundertmeterlaufes bereitzustellen. Sie kannten sich bereits von anderen Sportanlässen. und so begann Anton mit dem nicht ganz ernst zu nehmenden Gespräch: «Ich bin überzeugt, dass Dieter als zweiter durch das Ziel läuft.» Beda erwiderte: «Anton wird der Sieger sein.» Da meinte Christian: «Dieter wird zwei Plätze vor Beda das Ziel erreichen.» Worauf Dieter sagte: «Ich werde der dritte sein, der das Ziel durchläuft.» Schliesslich meldete sich auch Erich zu Wort und meinte: «Beda wird drei Plätze hinter Christian liegen.»

 

 

Die Aufforderung, sich nun bereit zu machen, beendete das kurze Gespräch. Alle fünf Sportler leisteten ihr bestes. Als sie alle mit unterschiedlichen Zeiten durch das Ziel sprinteten und sich nachher wieder zusammenfanden, stellte sich heraus, dass nur einer von ihnen das Ergebnis richtig vermutet hat – nämlich der Sieger.

Unsere Fragen lauten: «Wer war der Sieger dieses Wettkampfes und in welcher Reihenfolge liefen die vier anderen Sportler ins Ziel ein?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-15» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis, ein Gutschein im Wert von CHF 36.00 (Jackpot) ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 36.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten von CHF 8.00, in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich, beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 30. März 2012

 

20. März 2012

Vorsicht Spannung!

by Josef Beda

Heute vor 112 Jahren, am 20. März 1800 – es war ein Donnerstag – informierte der italienische Physiker Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Graf von Volta die »Britische Gelehrtengesellschaft zur Wissenschaftspflege« – die Royal Society –  in London über eine von ihm erdachte Erfindung.

 

Die obenstehende Abbildung zeigt eine Versuchsanordnung der Voltaschen Säule, kurz auch als Voltasäule bezeichnet.

Allessandro Volta, geboren am 18. Februar 1745 und gestorben am 5. März 1827, stellte damals eine der als zu den bedeutendsten eingestuften Erfindungen aller Zeiten vor: Die Voltasche Säule. Die Anordnung von übereinander geschichteten Kupfer- und Zinkplättchen und einer zwischen diesen beiden Metallschichten eingefügten elektrolytgetränkten Lage aus Pappe oder Leder, war die Vorläuferin der heutigen Batterie – eine Spannungsquelle, eine Vorrichtung zur Erzeugung von elektrischem Strom.

 

Das obenstehende Bild zeigt den schematischen Aufbau einer Voltaschen Säule. Sie besteht aus einer Reihe von hintereinander geschalteten galvanischen Elementen (elektrochemische Energiespeicher und -wandler), bestehend aus den beiden Metallplättchen Kupfer und Zink und dem diesen dazwischenliegenden Elektrolyten.

Erst diese erste brauchbare Spannungsquelle, die lange vor der Erfindung des Elektro-Generators einen kontinuierlichen elektrischen Strom erzeugen konnte, ermöglichte die Erforschung der Elektrizität und deren praktische Anwendung in verschiedenen Bereichen.

Versuche, welche erst nach der Erfindung der Batterie in Angriff genommen werden konnten, widmeten sich der elektrischen Telegrafie. Das untenstehende Schema zeigt, wie elektrische Impulse drahtgebunden übermittelt und in mechanische Bewegungen eines Stiftes umgesetzt werden.

 

 

Zeitüberschneidend lebten unter anderen auch zwei weitere Wissenschaftler, welche sich mit der Elektrizität beschäftigten, André-Marie Ampère (* 20. Januar 1775; † 10. Juni 1836) und Georg Simon Ohm (* 16. März 1789; † 6. Juli 1854) und auch James Watt (* 19. Januar 1736; † 25. August 1819), der Erfinder aus Schottland, welcher sich mit der Verbesserung des Wirkungsgrades von Dampfmaschinen verdient gemacht hat, wirkte in dieser Epoche.

 

 

Dann haben wir sie beieinander, die vier Herren, die jedermann kennt, der sich mit den elementaren Grundlagen der »angewandten« Elektrizitätslehre mal »herumtummelte«: Volta, Ohm, Ampère und Watt. Im Internationalen Einheitensystem, abgekürzt SI, wird »nur« eine Basiseinheit – es gibt deren eben nur fünf – nach einem dieser Herren benannt – die Basisgrösse Stromstärke. Sie bekam die Einheit Ampere, die abgeleitete Grösse Elektrischer Widerstand bekam die Einheit Ohm, die abgeleitete Grösse Elektrische Spannung die Einheit Volt und die ebenfalls abgeleitete Grösse Leistung bekam die Einheit Watt. Und wir kennen sie, die Zusammenhänge zwischen diesen vier Grössen, welche im folgenden Bild mal etwas anders dargestellt sind.

 

 

Wahrscheinlich bekamen alle in diesem kleinen Artikel erwähnten Wissenschaftler irgendwo ein Denkmal. Doch Volta, der zusammen mit Luigi Galvani als Begründer des Zeitalters der Elektrizität gilt, hat sein Denkmal nahe unserer Landesgrenze, in Como, bekommen.

Bild unten: Das in Como erbaute Monument zu Ehren des grossen Gelehrten Alessandro Volta steht am Piazza Volta, zu dem unter anderen auch die Via Volta führt.

 

 

Nebst diesem Monument existiert in Como zum Gedenken an Alessandro Volta auch das Museum »Tempio Volitano«. In diesem Museum werden alle Etappen seiner Erfindungen ausführlich gezeigt. Ebenfalls trägt das Gymnasium in Como seinen Namen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: buchplanet.ch (JBS)
Bild E: Bildmontage
Bild F: Wikipedia

 

19. März 2012

Hirnwurm-14 – Die Lösung

by Josef Beda

Das Jahr 1944 war geprägt von den Landungen der Alliierten in der Normandie im Juli und in Südfrankreich im August. Ab Oktober drangen die alliierten Truppen dann auch in Kontinentaleuropa – in das Gebiet des Deutschen Reiches – ein und kämpften gegen die Deutsche Wehrmacht. Als Folge der sich zusehend anbahnenden Niederlage der Deutschen Wehrmacht unterzeichnete Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel in den frühen Morgenstunden des 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht.

 

Obenstehendes Foto zeigt Generalfeldmarschall Wilhelm Bodewin Johann Gustav Keitel (* 22. September 1882; 16. Oktober 1946 (am 1. Oktober 1946 im Nürnberger Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher zum Tod durch den Strang verurteilt)), welcher am 9. Mai 1945 frühmorgens die »Bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht« – unterzeichnet hat.

Das Sternzeichen »Stier« beginnt am 21. April und endet am 20. Mai. Dietrich Mateschitz wurde an einem letzten Tag des »Stiers«, am 20. Mai 1944 geboren. Als Absolvent der Hochschule für Welthandel in Wien gründete er im Jahr 1984 – zusammen mit zwei Partnern aus Thailand – die »Red Bull GmbH«. Bereits drei Jahre später führte er das Erfrischungsgetränk »Red Bull« erfolgreich in den Markt ein. Das Getränk wurde bald zum Weltmarktführer bei Energy-Drinks. »Red Bull« entwickelte sich zur bekanntesten Weltmarke der Republik Österreich.

Die nachstehende Fotografie zeigt das Hauptquartier der »Red Bull GmbH«, welches im knapp 1500 Einwohner zählenden Erholungsort Fuschl am See im Salzkammergut, Österreich zu finden ist.

 

 

Genau am gleichen Tag wurde in der englischen Stadt Sheffield John Robert »Joe« Cocker geboren. In seinen Jugendjahren – noch als hauptberuflicher Gasinstallateur tätig – nahm der Sänger den Künstlernamen Vance Arnold an und seine erste Band  war unter dem Namen »Vance Arnold and the Avengers« bekannt. Im Jahr 1963 beendete Joe seine Tätigkeit als Baufachmann und gründete die Band »Big Blues«. Drei Jahre später gründete Joe Cocker eine neue Band – »The Grease Band«. Mit dieser Band nahm er dann am legendären Woodstock-Festival im Jahr 1969 teil.

Joe Cocker im Jahr 2008 bei einem seiner Auftritte in Amfi Hagiloa, Israel. Zu beachten sind seine Arme: Sie haben oftmals die gleiche Stellung wie jene des Gitarristen – »Luftgitarren-Spiel«.

 

 

Joe Cocker wurde im Besonderen durch Coverversionen bekannt, seine zappligen Bewegungen auf der Bühne machen ihn unverkennbar. Sein Gesang wird meist durch mehrere Frauenstimmen unterstützt und in der Band spielen nebst Gitarristen und dem Schlagzeuger auch Bläser mit.

Die richtigen Antworten auf unsere am 8. März im Hirnwurm-14 gestellte Frage lautet: Der Nachname von Joe lautet Cocker – der Sänger wurde unter dem Namen Joe Cocker berühmt.

Auf diesen Hirnwurm-14 gingen keine richtigen und auch keine falschen Lösungen ein. Im Jackpot liegt ein Gutschein im Wert von CHF 36.00 bereit, welchen wir für die richtig eingehenden Lösungen auf den nächsten Hirnwurm-15, den wir am kommenden Donnerstag publizieren, auslosen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia

15. März 2012

»Fahren« statt »Steigen und Gehen«

by Josef Beda

Es mag sein, dass die Menschen körperlich fiter sein oder länger fiter bleiben würden, es zudem auch weniger »Spezialeinsätze« in Fitness-Zentren benötigen würde – aber es ist allen klar, dass sie kaum mehr wegzudenken sind, die Fahrtreppen und die Fahrsteige, wie sie so »deutsch« genannt werden.

 

Das Bild oben zeigt auch eine Fahrtreppe. Es ist eine Konstruktion der Firma »Bendicht Stucki Kies- und Betonwerk«, dessen Hauptgeschäft der Kiesabbau – verbunden mit verschiedenen imn diesem Zusammenhang stehenden Dienstleistungen – ist, sich auch mit der Herstellung von Fahrtreppen, Podesttreppen und Podestleitern widmet. Diese Art von Fahrtreppen sind im heutigen Blog-Thema nicht gemeint – die Produkte sind jedoch (ich spreche als Anwender) sehr sicher und eine tolle Sache.

In allen grösseren Bahnhöfen, auf Flughäfen, in Einkaufszentren, in öffentlichen Bauten und wo auch immer, überall sind, nebst Fahrsteigen (»angetriebene Bodenflächen«), vor allem Rolltreppen – eine etwas heimeligere Bezeichnung – installiert, welche die ebenfalls vorhandenen Personenlifte oftmals ergänzen und auch entlasten.

Das nachstehende Bild zteigt Rolltreppen, die in einer U-Bahn-Station der »Kopenhagener Metro« installiert sind. Die »Kopenhagener Metro« wurde im Jahr 2002 in Betrieb genommen und besteht derzeit aus zwei Linien. Besonders an dieser U-Bahn ist, dass sie völlig vollautomatisch funktioniert – die Züge verkehren führerlos!

 

 

Die Rolltreppen haben eine weit höhere Transportkapazität als Personenlifte, sind stehts bereit und sie können unter Umständen – man bemerke mal als Beispiel den Tempo-Unterschied zwischen den  am Flughafen Zürich-Kloten und jenen in der Londoner-Undergrund montierten Rolltreppen – auch schneller angetrieben werden.

 

In der obenstehenden Bild-Montage zeigt das linke Foto einige der Rolltreppen, welche im Flughafen Zürich-Kloten zwischen der Schalter- bzw. Einkaufshalle und den Perrons der SBB verkehren. Links sind drei parallel in einer Bahnstation der Londoner-Underground installierte Rolltreppen zu sehen – beinahe »unendlich lang« sind diese Dinger.

Begonnen hat die Geschichte der Rolltreppe bereits vor dem 15. März 1892, an dem Tag, als Jesse W. Reno in den USA das von ihm beantragte Patent für sein schräges Förderband zugesprochen wurde. Dieser Tag kann jedoch als der Beginn eines neuen »Personen-Transportzeitalters« bezeichnet werden, obwohl sich der wirtschaftliche Durchbruch der Rolltreppe erst an der Weltausstellung in Paris im Jahr 1990 etablierte. Dennoch, Jesse W. Reno gilt nicht als der eigentliche Erfinder der Rolltreppe, diese Errungenschaft wird George A. Wheeler zugeschrieben. Bis aber eine der heutigen Version entsprechende Rolltreppe produziert wurde, dauerte es noch weitere fünf Jahre.

 

Bild-Quellen:
Bild A: www.stuckies.ch
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia (Bild-Montage)

 

13. März 2012

Kreis und Einstein

by Josef Beda

Der Grieche Archimedes von Syrakus, Physiker, Ingenieur und einer der bedeutensten Mathematiker der Antike, bewies, dass sich bei jedem Kreis der Umfang zu dessen Durchmesser genauso verhält wie die Fläche des Kreises zum Quadrat des Radius.

 

 

Legende zum obenstehenden Bild: M -› Kreismittelpunkt; d -› Durchmesser; r -› Radius; U -› Umfang; A -› Fläche; Archimedes von Syrakus entwickelte nun folgende Gleichung: U : d = A : r² = k

Er gab dieser Zahl keinen eigenen speziellen Namen, aber er erstellte eine Anleitungen, wie man sich ihr bis zu einer beliebig hohen Genauigkeit durch ein nummerischisches Verfahren nähern kann.

 

Dazu hat Archimedes jeweils ein regelmässige Vieleck dem Kreis ein- und ein ebensolches ihm umbeschrieben. Besitzen diese Vielecke immer mehr Ecken, nähern sie sich von innen wie auch von aussen der Kreislinie. Die Umfänge der Vielecke sind relativ einfach zu berechnen, aber der Umfang des inneren Vieleckes ist gegenüber dem Umfang des Kreises immer etwas zu klein und der des äusseren Vieleckes ist gegenüber dem Umfang des Kreises immer etwas zu gross. Irgendwo zwischen den beiden Umfängen befindet sich der wirkliche Umfang des Kreises.

Wenn das einem Kreis einbeschriebene und dem selben Kreis umbeschriebene regelmässige Vieleck jeweils 96 Ecken aufweist, hat Archimedes berechnet, dass die gesuchte Verhältniszahl grösser als 3 + 10/71 jedoch kleiner als 3 + 10/70 sein muss.

 

Eine »relativ ungenaue«, jedoch für Überschlagsrechnungen brauchbare Näherung an das Verhältnis stellt die Bruchzahl 22/7 dar, welche als Dezimalzahl geschrieben etwa 3.143 gleichkommt. Heute wird die Verhältniszahl am Kreis allgemein üblich mit dem griechischen Kleinbuchstaben Pi bezeichnet, dies seit 1737, nachdem Pi als Kreiszahl auch von – zu den bedeutensten Mathematikern zählenden – Leonard Euler erstmals verwendet wurde.

 

 

Zur Zahl π führen auch experimentelle Methoden und natürlich viele Methoden der Mathematik, wie dies verschiedene Mathematiker gezeigt haben. Vielleicht gibt der morgige Mittwoch, 14. März, der Pi-Day, an dem der Zahl π und in auch an den Geburtstag von Albert Einstein gedenkt wird, Anlass dazu, sich mit dieser Zahl Pi mal etwas zu beschäftigen. Immerhin ist es bemerkenswert, welchen Anreiz für Überlegungen und Studien der »Kreis« hervorgerufen hat und es auch heute noch tut.

 

 

Unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiszahl erfährt man viel über die »Geheimnisse« der Kreiszahl, auch dann, wenn die mathematischen Voraussetzungen punktuell mal unzurreichend sein mögen, um all die Herleitungen, Beweise und Gleichungen genau zu verstehen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C:
Bild D: Wikipedia
Bild E: Wikipedia

 

12. März 2012

Zwischen Erfolg und Tod

by Josef Beda

Der am 8. Mai 1886 von John Stith Pemberton entwickelte Sirup sollte ein Mittel gegen Müdigkeit, Kopfschmerzen und Depressionen sein. Die gebraute Mixtur bestand aus Wein, Kolanüssen, Damiana und einem Extrakt aus Kokablättern. Pemberton, ein Pharmazeut und Kriegsveteran, nannte seine Medizin »Pemberton’s French Wine Coca«. Bereits nach knapp einem Monat nach der Herausgabe seines eben erfundenen Getränks, musste er – gezwungenermassen – den Wein aus seinem Heilmittel entfernen, denn am 1. Juni 1886 wurde die Prohibition eingeführt.

Untenstehendes Bild zeigt ein Plakat, welches in den USA während der Prohibition Warnung vor König Alkohol warnte. Mit gleichem Sujet wurden auch Flugschriften verteilt.

 

Fortan verkaufte Pemberton das Gebräu unter dem Namen »Coca-Cola« – eine Wortzusammensetzung aus coca leaves (Kokablatt) und cola nut (Kolanuss) – für fünf Cent pro Glas. An einem  Tag wurden in seiner eigenen Apotheke, auch in anderen Apotheken sowie in wenigen Soda-Bars nur wenige Gläser dieses Saftes über die Tresen ausgeschenkt.

Wahrscheinlich brauchte John Stith Pemberton Geld, um seine angebliche Morphiumsucht zu finanzieren – er verkaufte sein Rezept gleich mehrfach. Einer der Käufer war der Apothekengrosshändler Asa Griggs-Candler. Mit Tricks und auch Betrügereien – so wird es wenigstens angenommen -, hatte dieser am 30. August 1988 sämtliche Rechte an »Coca-Cola« für einen Gesamtpreis von 2300 Dollar in seiner Tasche. Der neue Besitzer der Marke »Coca-Cola« gründete 1892 die »The Coca-Cola Company«. Am 12. März 1894 wurde dann »Coca-Cola« erstmals in Flaschen verkauft. Bereits drei Jahre nach der Gründung der in Atlanta domizilierten Firma vermarktete Candler das Getränk in den ganzen USA und ein Jahr später auch im benachbarten Ausland. So richtig in Gang kam das Geschäft mit der Einführung des Kronkorkens im Jahr 1999, in welchem Candler die Rechte für das Abfüllen seiner Mischung praktisch kostenlos an Franklin Thomas und Joseph Brown Whitehead abgab.

 

Obige Abbildung zeigt einen unbedruckten neutralen Kronkorken (Blechdeckeli) der vom Erfinder William Painter (* 1838; † 1906) im Jahr 1892 zum Patent angemeldet wurde. Er nannte den Verschluss »Crown Cork«. Zuerst wurde der neue Verschluss für Bierflaschen verwendet und löste damit den Bügelverschluss ab.

Im Jahr 1916 übertrug der »Coca-Cola Company« – Gründer, gleichzeitig Besitzer von 90% der stimmberechtigten Aktien, die Führung der Firma an seinen Sohn Howard Candler. An Weihnachten gleichen Jahres vermachte er seine Aktien – bis auf sieben Stück – seinen Verwandten. Drei Jahre später verkaufte der neue Boss die »Coca-Cola Company« hinter dem Rücken seines Vaters an ein Konsortium um Ernest Woodruff und Eugene Stetson. Im Jahr 1923 übernahm Robert W. Woodruff, der Sohn von Ernest Woodruff, die Leitung der »Coca-Cola Company«. Die weitere Erfolgsgeschichte dieser Unternehmung ist sichtbar bekannt!

 

Das Bild oben zeigt das legendäre formschöne 2 dl – Coca-Cola-Fläschchen, wie man es seit jeher kennt. Heute wird das wohlschmeckende Getränk auch in Blechdosen und Kunststoffflaschen angeboten.

Nachstehendes Porträt zeigt den Gründer von »Coca-Cola Company«, Asa Griggs Candler (* 30. 12.1 851; † 12. 03. 1929), der sich im Jahr 1917 aus der Firma vollumfänglich zurückzog und von 1817 bis 1919 zum Bürgermeister von Atlanta gewählt wurde.

 

 

Der Gründer von »Coca-Cola Company« jedoch, Asa Griggs Candler, der in seinem Leben mehrere Millionen Dollar für die Emory-Universität, für das Emory-Krankenhaus und an die Evangelisch-Methodistische Kirche spendete, erlitt genau 35 Jahre nach seiner Grundsteinlegung des »Coca-Cola« – Erfolgs, am 12. März 1929, einen tödlichen Schlaganfall.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

9. März 2012

Auch Puppen haben »Geburtstag«

by Josef Beda

An den meisten Tagen während eines Jahres können eine oder mehrere Personen, die wir zu unseren geschätzten und treuen Kunden zählen dürfen, ihren Geburtstag feiern. Heute am 9. März durften wir gleich drei Geburtstagskindern zu ihrem ganz persönlichen Feiertag beglückwünschen und ihnen jeweils per e-mail auch einen Code für eine Gutschrift auf die Bücher-Bestellung zustellen.

Es kommt manchmal vor, dass eine Person einen »geraden« oder »schnapszahligen« Geburtstag begehen kann. Einen solchen Gburtstag zu feiern ist, weil dies eben nicht jedes Jahr vorkommt, natürlich ganz toll. Jeder Geburtstag kann Anlass geben, nebst ihn zu feiern, über Vergangenes nachzudenken und Künftiges ins Auge zu fassen. Nachzudenken ist wohl den Menschen, vielleicht auch anderen Lebewesen vorenthalten – Abbildungen von Lebewesen können dies mit Bestimmtheit nicht, so auch »Barbie« – die Puppe – nicht, welche heute ihren 53-sten »Geburtstag« begehen kann.

 

Das Bild zeigt den Hauptsitz des US-amerikanischen Spielzeug-Konzerns Mattel Inc.. Er befindet sich in El Segundo, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Kalifornien.

Eigentlich handelt es sich bei »Barbie« nicht um eine – einzig-selbstexistierende – Puppe, sondern um ein von der Firma Mattel Inc. eingetragenes Warenzeichen, welches eine umfassende Produktionsreihe von im Massstab 1 : 6 hergestellten Modepuppen bezeichnet. So sind beispielsweise »Ken«, der Freund von »Barbie«, der im Rollstuhl sitzende »Becky«, »Skipper« die kleine Schwester von »Barbie« die Zwillingsschwestern »Tutti« und »Todd«, Cousine »Francie« und »Barbies« Freundin »Midge« auch Barbie-Puppen – etwas verwirrend.

Untenstehendes Bild zeigt verschiedene »Barbie«-Versionen, mit unterschiedlichen Frisuren und Haarfarben aus dem Jahre 1959, im damals modischen Badekleid.

Heute haben sowohl das Warenzeichen Barbie, wie auch die Puppe »Barbie« selbst »Geburtstag«. Auf der am 9. März im Jahr 1959 in New York stattgefundenen Spielwarenmesse American Toy Fair präsentierte die US-Unternehmung Mattel erstmals »Barbie« – die Puppe. Barbie hat »sich« in den vielen langen Jahren oftmals auch verändert – bekam ein neues Gesicht, andere Haarfarben und auch andere Funktionalitäten, wie bewegliche Gelenke oder die Sprache.

 

Das obenstehende Bild zeigt das Liebespaar »Barbie« und »Ken«. »Ken« war seit 1961 bis ins Jahr 2004 der feste Freund von »Barbie«. Nach der Trennung liess sich »Barbie« mit dem australischen Surfer namens »Blain« ein. Am Valentinstag 2011 erklärte dann eine Sprecherin von »Barbie«, dass »Barbie« und »Ken« wieder offiziell ein Paar seien.

In unserem »Online-Shop für Gebrauchte Bücher – buchplanet.ch« finden Sie viele Anleitungen um Puppen selber zu »basteln« – zu stricken, zu bauen, zu modellieren und zu bemalen, ihnen auch Kleidchen zu machen. Wenn Sie unter www.buchplanet.ch im Feld Schnellsuche den Begriff »Puppe« eingeben, können Sie, nebst andern Büchern, die sich mit Puppen auseinander setzen, die erwähnten Anleitungen finden.

 

In diesem Buch mit dem Titel »Kinderpuppen selber modellieren« wird übersichtlich von Grund auf gezeigt, wie man Puppen herstellen kann. Dies reicht vom Modellieren des Körpers über die Bemalung desselben, die Erstellung der Perücke bis zur Anfertigung der Bekleidung.

Das Team von buchplanet.ch gratuliert allen heutigen Geburtstagskindern ganz herzlich und wünscht für den weiteren Lebensweg alles Gute.

Bild-Quellen:
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