Blog von buchplanet.ch | gebrauchte Bücher zu unschlagbaren Preisen

Archiv vom Februar, 2012

29. Februar 2012

Lesezeichen 13 und 14

by Sara Grob

Zwei schöne Lesezeichen!

 

 

 

28. Februar 2012

B&O und B&O

by Josef Beda

Zwei Unternehmungen sind unter diesen drei Zeichen »B», »&« und »O« bekannt. Eigentlich könnten sie unterschiedlicher nicht sein, dennoch haben die beiden etwas gemeinsam – den Pioniergeist.

 

 

Einesrseits wurde am 24. April 1827 die »Baltimore and Ohio Railroad« gegründet. Die Eisenbahn-Gesellschaft wurde gegründet, um den Vorteil aufzuheben, den die mit mit Baltimore in Konkurrenz gestandenen Häfen in New York und Phialadelphia durch den Bau von Kanälen zur Erschliessung des Hinterlandes erlangten. Die B&O war als Eisenbahnstrecke von Baltimore zum Ohio River geplant. Dieses Vorhaben war mit dem damaligen Stand der Technik sehr gewagt, denn im schwierigen Gelände  mussten auch die Allegheny Mountains überquert werden.

 

 

Der 28. Februar 1827 – also heute vor 185 Jahren! -, fast zwei Monate nach der formellen Firmengründung und der Wahl ihres ersten Präsidenten der Gesellschaft, Philip E. Thomas, wird oft als Geburtsdatum der Gesellschaft gedeutet. An diesem Tag wurde in den USA, vom US-Bundesstaat Maryland, erstmals eine gesetzliche Konzession für den Bau und Betrieb einer Eisenbahn vergeben. Der Grundstein für die erste Eisenbahnstrecke wurde am 4. Juli 1828 von 90-jährigen Charles Carroll, dem letzten Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung gelegt. Bie Bauarbeiten wurden am 7. Juli 1828 begonnen. Nach verschiedenen Bauabschnitten und dem Zusammenschluss mit dem ebenfalls im Bau stehenden Trassee der »Winchester & Potomac«, erreichten die Eisenbahnerbauer am 24. Dezember 1852 das Ziel, den Ohio River in Wheeling. Das Netz der B&O wurde ausgebaut. Die Gesellschaft stand aber auch immer in Konkurrenz mit anderen Eisenbahngesellschaften. Verschiedene Erwerbungen von anderen Eisenbahnunternehmungen, die Weltwirtschaftskrise und der zunehmende Konkurrenzdruck gaben der B&O zu schaffen. Sie musste ihre Aktien allmählich an die »Cheaspeake and Ohio Railroad« verkaufen, bis sie am 30. April 1987 von dieser endgültig übernommen wurde.

  

Die obenstehende Abbildung zeigt links den Zug »Royal Blue« auf dem Thomas Viadukt und rechts einen Zug, welcher von der Lokomotive »1456-EMD E9«, einer diesel-elektrisch-angetriebenen Maschine, gezogen wird.

Die andere Unternehmung mit den drei Zeichen »B», »&« und »O«, die die dänische Firma »Bang and Olufsen« zeigt genau den gleichen Pioniergeist. Sie wurde von den beiden Unternehmern, Pionieren und Ingenieuren Peter Bang und Svend Olufsen im Jahr 1925  gegründet. Die Unternehmung beschäftigt sich im Bereich der »Gehobenen Unterhaltungselektronik« – entwickelt, designt und produziert. Sie ist in der Kleinstadt Struer der wichtigste Industriebetrieb und grösste Arbeitgeber. Ihr erstes Produkt war der Eliminator. Diese Entwicklung ermöglichte es, die bis anhin mit batteriebetriebenen Radiogeräte am lokalen Stromnetz mit Energie zu versorgen. Unermüdlich schuff die Unternehmung neue hochwertige Produkte. Das noch heute gültige Firmenlogo kaufte Svend Olufsen im Jahr 1932 von einem Malerlehrling. Nach der durch dänische Nazi-Kollaborateure mittels einem Bombenanschlag erzwungene Zerstörung der Produktionsstätten im Jahr 1945, legte Peter Bang im September desselben Jahres den Grundstein für ein neues Gebäude, in dem bereits 1947 die Produktion wieder aufgenommen werden konnte. 

 

Die Fotografie oben zeigt die beiden Pioniere und Gründer des in der Kleinstadt Struer, Dänemark domizilierten Herstellers von »Gehobener Unterhaltungselektronik« Bang & Olufsen: links Herr Svend Olufsen und rechts Herr Peter Bang.

Ab dem Jahr 1950 zeichneten sich die verschiedenen Produkte von B&O (Fernseher, High-Fidelity-Anlagen, Telefone, Lautsprecher, …) nicht alleine durch ihre leichte Bedienbarkeit und ihre ausgezeichnete Klang- und Bildqualität, sondern auch durch futuristisches, modernes und mit Stil entworfenes Design aus. Besuchen Sie die faszinierende Welt der »Gehobenen Unterhaltungselekronik« – die »B&O-Welt«.

Mit der unten abgebildeten Universal-Fernbedienung Beo4 von Bang & Olufsen lassen sich nicht nur B&O-Bild- und Tonquellen bedienen, sondern auch Lichtquellen und motorisierte Leinwände. Sie ist zudem auch für ältere Geräte des Sortimentes von B&O einsetzbar – ein Gerät, welches das Attribut »universal« verdient.

 

 

Ein besonderes Merkmal der B&O ist, dass sämtliche Elemente einer Anlage mit ein und derselben Fernbedienung bedient werden können. Dabei kann die Anlage nebst Ton- und Bildgeräten auch aus Lichtquellen, Heizungen, Motoren – Leinwände, Rollläden, … – und Computern bestehen. Ein modernes, innovatives Unternehmen, welches einen Jahresumsatz von über 4,2 Milliarden Dänischen Kronen ausweist.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia (Montage)
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia (Montage)
Bild D:
Bild E: Wikipedia

 

27. Februar 2012

Letzter Aufruf!

by Josef Beda

«Geschätzte Damen, geschätzte Herren – Letzter Aufruf! – Morgen Donnerstag, 28. Februar 2002 wird ihr Bargeld in der alten Landeswährung von Handel und Banken letztmalig regulär angenommen. Ab 28. Februar um Mitternacht sind die zwölf Währungen des Euroraums kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr – der Euro wird dann im gesamten Euro-Währungsgebiet zum allein gültigen Zahlungsmittel.» So könnte es in den damaligen Staaten der »Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion« (EWWU) geheissen haben.

 

Willem Frederik Duisenberg wurde am 9. Juli 1935 in Heerenvee, Niederlande geboren und ist am 31. Juli 2005 in Faucon, Frankreich gestorben. »Wim« Duisenberg war ein niederländischer Politiker und Ökonom. Er war von 1998 bis 2003 der erste Präsident der in Frankfurt am Main domizilierten Europäischen Zentralbank (EZB). Willen F. Duisenberg erhielt für seine Arbeit und sein Wirken mehrere Auszeichnungen. Dabei sind das »Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich«, der »Orden vom Niederländischen Löwen«, der »Orden von Oranien-Nassau der Niederlande«, der »Verdienstorden der Bundesrepuplik Deutschland« und der »Französische Verdienstorden Ehrenlegion«.

Die Euro-Banknoten und -Münzen wurden am 1. Januar 2002, nachdem der Euro (EUR) bereits am 1. Januar 1999 als Buchgeld existierte, eingeführt. Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien trennten sich von ihren jeweiligen nationalen Währungen und führten den Euro ein. Man stellte damals fest, dass der Rücklauf der alten Banknoten den Erwartungen entsprach. Am 26. Februar 2002 waren bereits 85%  der nationalen Banknoten durch Euro-Banknoten ersetzt. Man ging davon aus, dass sich dieser Anteil künftig nur noch geringfügig erhöhen werde. Für den Umtausch der nationalen Banknoten und Münzen bei den nationalen Zentralbanken der Eurozone wurden in den einzelnen Ländern Fristen gesetzt.

Der nachfolgend abgebildete Plan zeigt, wie das Logo des Euro konstruktiv aufgebaut ist. Diese Zeichnung wurde am 18. Juli 2011 durch Alencontre publiziert.

 

 

Heute umfasst die Eurozone weitere fünf Länder, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Slowakei und Estland. Daneben existieren zehn EU-Mitgliedstaaten, die ihre eigene, nationale Währung bis heute behalten haben – der Eurozone nicht beigetreten sind. Es sind dies die Länder Bulgarien, Dänemark, Grossbritanien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn. Als Nicht-EU-Mitgliedstaat führte auch Montenegro den Euro als Zahlungsmittel ein.

 

Die obesnstehende Karte zeigt eine Übersicht der EU und der EWWU: Blau -› EU-Mitgliedstaaten in der Eurozone; Violette -› Nicht-EU-Mietgliedstaaten mit Euro als Zahlungsmittel; Rot -› EU-Mitgliedstaaten, die zwar nicht in der Eurozone sind, für die aber im Rahmen des Europäischen Währungssystems ein Wechselkursabkommen, der sogenannte Wechselkursmechanismus II (WEK II) besteht; Orange -› EU-Mitgliedstaaten, die nicht in der Eurozone sind und auch kein WEK II besteht.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im September 2011 einen Mindestkurs für den Schweizer Franken (CHF), welcher auch die Währung des Fürstentums Lichtenstein, die amtliche Währung in der italienischen Enklave Campione d’Italia und de facto auch in der deutschen Enklave Büsingen das meist genutzte Zahlungsmittel ist, gegenüber dem Euro festgelegt. Dieser Mindestwert wurde bei 1.00 EUR = 1.20 CHF definiert.

 

Nach zunehmender Überbewertung des Schweizer Frankens, dem Zerfall des Euro – oder wie auch immer -, ab 2010 stets unter der Marke von 1.00 EUR = 1.50 CHF  liegendem und in einer für Exportwirtschaft dramatischer Weise fortan sinkendem Kurs, beschloss die SNB, unter dem damaligen Präsidium von Philipp Hildebrand, am 6. September 2011 einen Mindestkurs festzulegen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

 

23. Februar 2012

Hirnwurm-13

by Josef Beda

Nicht einmal ganze fünf Jahre existierte sie – die Helvetische Republik. Die Tochterrepublik Frankreichs wurde im Zuge der Französischen Revolution im Hoheitsgebiet der Alten Eidgenossenschaft errichtet, am 12. April 1798 ausgerufen und am 10. März 1803 wieder aufgelöst.

Inspiriert von der französischen Revolution erhoben sich Liberale in der Westschweiz gegen die Herrschaft Berns und verlangten demokratische Selbstbestimmungsrechte. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, riefen sie die Franzosen zu Hilfe. Diese besetzten die Schweiz militärisch und garantierten als Schutzmacht gegen die konservativen Kräfte die revolutionäre zentralistische Verfassung mit dem Namen »Helvetische Republik« und entsprechend der revolutionären Mode erhielt die Helvetische Republik auch eine Trikolore.

 

 

In diesen knapp fünf Jahren rang die Dreizehnörtige Eidgenossenschaft um Verfassungen in den dreizehn souveränen Kantonen und über eine übergeordnete Verfassung, vor allem aber änderte sich auch die politische Struktur. Das Gebiet der Eidgenossenschaft im 18. Jahrhundert umfasste nicht nur die dreizehn souveränen, autonomen Kantone, sondern auch die Einzelörtischen Untertanen, die Gemeinen Herrschaften – die Kondominate, wie auch die Zugewandten Orte – die Verbündeten und die Schirmherrschaften – die Protektorate.

Nachstehende Karte zeigt die Schweizerische Eidgenossenschaft im 18. Jahrhundert. Es existierten dreizehn souveräne, autonome Kantone, welche jeweils ihre eigenen Untertanengebiete hatten. Die Gemeinen Herrschaften unterstanden mehreren Kantonen gleichermassen und die Zugewandten Orte waren durch Verträge mit den Kantonen verbunden.

 

 

Die Eidgenossen waren in zwei Lager gespalten. Das einte Lager wollte den Föderalismus beibehalten, das andere Lager wollte einen Einheitstaat errichten, dieses Lager war sich innerhalb nicht einig. Die meisten Gemeinen Herrschaften und Untertanengebiete waren mit ihrer Situation unzufrieden und erklärten sich für frei und sie wurden von den ehemals herrschenden Orten in ihre Unabhängigkeit entlassen. Die freien Gebiete erklärten sich zu souveränen Kantonen und wünschten in die Eidgenossenschaft aufgenommen zu werden. Dies passte den Franzosen aber nicht, denn diese wollten weder den Föderalismus fördern noch eine Erweiterung der Alten Eidgenossenschaft dulden, sondern sie wollten, dem Vorbild Frankreich entsprechend, eine Einheitsrepublik.

Untenstehende Karte zeigt, wie sich der französische Marschall Guillaume-Marie-Anne Brune (* 13. März 1763 in Brive-la-Gaillarde, Corrèze; † 2. August 1815 in Avignon ermordet) vorstellte, die Alte Eidgenossenschaft in drei Republiken (Rhodenien, Helvetien und Tellgau) aufzuteilen.

 

 

Um die politische Lage in der Helvetischen Republik im Griff zu halten, um beispielsweise das Land-Stadt-Verhältnis zu egalisieren, beschlossen die Franzosen das Gebiet der Alten Eidgenossenschaft neu einzuteilen. Es wurden verschiedene Vorschläge ausgearbeitet. Vom französischen Marschall Guillaume-Marie-Anne Brune wurde sogar die Aufteilung des Gebietes in drei einzelne Republiken geplant. So weit kam es nicht, statt dessen wurden neue Kantone geschaffen, so im Süden der Kanton Lugano und in der heutigen Ostschweiz entstand der Kanton, welcher den Namen eines Berges trug.

 

Auf dem 2502 Meter hohen Berg treffen heute drei Kantone zusammen. Er ist Triangulationspunkt erster Ordnung und ist mit einer Luftseilbahn erschlossen. Auf ihm steht ein 123 Meter hoher Sendeturm, welcher zum Grundnetzsender der Swisscom gehört.

Die Helvetische Republik war stets vom »Mutterland« Frankreich, dessen Machthaber je nach der aussenpolitischen Lage ihres eigenen Landes entweder die zentralistischen oder föderativen Interessensgruppen förderten, abhängig. Die einzelnen Kantone wiedersetzten sich der Regierung und, Napoleon verweigerte der neuen Regierung der Helvetischen Republik die Anerkennung und förderte den Föderalismus, um die Schweiz zu beruhigen. Die Helvetische Republik hörte auf zu existieren – eine kurze »Episode«.

Unsere Frage lautet: «Wie hiess der »Ostschweizer«-Kanton, der Teile der heutigen Kantone St. Gallen und beider Appenzell umfasste?»

Wettbewerbsbestimmungen:

Am Wettbewerb «Hirnwurm-13» können unsere Blog-Leserinnen und -Leser teilnehmen, ausgeschlossen sind das Personal und die Mitarbeitenden der Stiftung Tosam.
Die Antworten können uns per e-mail: info@buchplanet.ch zugestellt werden. Bei mehreren richtig eingehenden Lösungen, wird der Preis, ein Gutschein im Wert von CHF 54.00 (Jackpot) ausgelost.
Der Gewinner wird von uns per e-mail benachrichtigt und den Gutschein-Code erhalten. Dieser Code kann bei der nächsten Bestellung in das entsprechende Feld eingegeben werden.
Der Betrag von CHF 54.00 wird vom Rechnungsbetrag, zusammengesetzt aus den Preisen der bestellten Bücher und den Versandkosten von CHF 8.00, in Abzug gebracht. Eine teilweise Einlösung des Gutscheins ist nicht möglich, beim Gebrauch verfällt ein allfälliger Restbetrag.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Die Teilnehmer dieses Wettbewerbs erklären sich mit den Bestimmungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen (OR 513).

Einsendeschluss: Freitag, 2. März 2012

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
BIld B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: Wikipedia

 

22. Februar 2012

Robert und Olave Baden-Powell

by Josef Beda

Der 22. Februar – Thinking Day – ist in der Pfadfinderbewegung der Gedenktag, an dem an die weltweite Gemeinschaft der Pfadfinder und vor allem an den gemeinsamen Geburtstag des Begründers der Pfadfinderbewegung Robert Baden-Powell (* 22. Februar 1857;  † 8. Januar 1941) und seiner Ehefrau und Mitbegründerin der Pfadfinderbewegung Olave Baden-Powell (* 22. Februar 1889; † 25. Juni 1977) erinnert.

 

 

Nach der Grundschulzeit besuchte Robert Baden-Powell die Royal Military Academy in Sandhurst. Nach Abschluss der Ausbildung an der Militärakademie bestand er die Aufnahmeprüfung bei der Kavallerie und diente in der britischen Armee in Indien, Südafrika, Malta und Balkan und in Matabele-Land, dem heutigen Simbabwe.

 

Das obenstehende Bild zeigt die Royal Military Academy. Sie wurde 1741 gegründet, um Kadetten für die Königliche Artillerie und die Pioniertruppe auszubilden; später auch für das Signal- und Panzerkorps.

Im Jahr 1910 beendete der mit drei Orden –  Companion »Order of the Bath« Knight Commander »Order of the Bath« und Knight Commander» Royal Victorian Order« ausgezeichnete Kriegsheld und zum Ritter geschlagene Sir Robert Baden-Powell die »abenteuerliche« militärische Laufbahn im Rang eines Generalleutnants.

 

Das obenstehende Bild zeigt die Brust-Medaille des »Royal Victorian Order«. Das Recht diesen Orden des Vereinigten Königreichs zu vergeben, obliegt ausschliesslich dem regierenden Monarchen.

Fortan widmete der am 7. Mai 1910 in Pension gegangene Kavallerie-Offizier Robert Baden-Powell seine ganze Kraft der von ihm gegründeten Pfadfinderbewegung. Erst mit 55 Jahren heiratete Robert Stephenson Smyth Baden-Powell, wie er mit vollem Namen hiess, die um genau zweiunddreissig Jahre jüngere Olave St. Clair Soames.

 

 

Sie begann sich in der Pfadfinderbewegung zu engagieren. Ihre Hilfe wurde zunächst auf Ablehnung, doch nach kurzer Zeit wurde sie gebeten in der Grafschaft Sussex die Pfadfinderinnenarbeit zu organisieren. Im Jahr 1916 wurde sie an der Konferenz der Regionalführerinnen zur obersten Führerin gewählt. Als Chefin der englischen Pfadfinderinnen reiste sie um die Welt und baute mancherorts neue Gruppen auf. Dame Olave Baden-Powell wurde im Jahr 1930 zur Weltführerin der Pfadfinderinnen gewählt. Bereits zwei Jahre später wurde ihr das Grosskreuz des »Order of the British Empire« verliehen und im gleichen Jahr eröffnete sie in Adelboden (Berner Oberland) das erste WAGGGS – (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) Weltzentrum.

 

 

Im Jahr 1939 verliess das Ehepaar Robert und Olave Baden-Powell ihr Heim »Pax Hill« in Bentley (England) und zogen nach Kenia, wo sie Neyri ihr neues Heim »Paxtu« bezogen. Nach dem Tod von Robert wechselte Olava ihren Wohnsitz wieder nach England und wohnte bis zu ihrem Tod in »Hampton Court Palace«. Kurz vor seinem Tod schrieb Robert Baden-Powell je einen Brief an die Pfadfindermädchen und an die Pfadfinderjungen. Im Brief an die Jungen hinterliess der im Laufe seines Lebens mit 37 Auszeichnungen und Ehrungen – darunter acht Orden und sechs Ehrentitel (Honarary Degrees) verschiedener Universitäten – bedachte Baron Baden-Pawell of Gilwell der Pfadfinderbewegung die zwei bis heute für sie wichtigsten Sätze: «Der wahre Weg, das Glück zu erlangen, besteht darin, andere Menschen glücklich zu machen. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.» Robert Baden-Powell

Lord Robert Baden-Powell wurde am Grab von mit ihren Trachten bekleideten Pfadfinderinnen und Pfadfindern, sowie salutierenden britischen Offizieren begleitet. Unter den Klängen der von einem Trompeter gespielten Melodie – dem von Robert Baden-Powell selbst komponierten »Pfadfinderpfiff« – wurde der Begründer der Pfadfinderbewegung auf dem Friedhof von Nyri bestattet.

Nachstehendes Bild zeigt das Grab von Lord und Lady Baden-Powell auf dem Friedhof von Nyeri. Auf dem Grabstein befindet sich ein Zeichen – Kreis mit einem Punkt in der Mitte -, eines der internationalen, allen Pfadfindern bekannten Wegzeichen, mit denen sie sich über alle Sprachgrenzen hinweg verständigen können.

 

 

»Glück auf die Lebensfahrt! – Ein Buch für junge Männer (Roverbuch)« ist der Titel eines der vierunddreissig Bücher, welche Robert Baden-Powell verfasste. Auf der vordersten Seite befindet sich die nachstehende Zeeichnung. «Dieses Bild ist das Inhaltsverzeichnis des Buches» ist unter ihr zu lesen.

 

 

Weitere Bücher, die sich mit der Pfadi  – in irgendeiner Form – beschäftigen finden Sie, wenn Sie im »Online-Shop für Gebrauchte Bücher« – www.buchplanet.ch – im Feld »Schnellsuche« den Begriff Pfadfinder eingeben.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: www.justmedals.com
Bild D: Wikipedia
Bild E: www.ourchalet.ch
Bild F: JBS – buchplanet.ch
Bild G: Wikipedia
Bild H: Buchseite

 

21. Februar 2012

Spätprogramm – Die Gefahr (1)

by Josef Beda

Einmal habe ich einen jener Witze vernommen, die nicht nur zum Lachen verleiten, sondern vor allem auch zum Nachdenken anregen. Diesen Witz will ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten: Der Dicke sagt zum Dünnen: «Wenn man dich so ansieht, könnte man meinen, wir hätten eine Hungersnot.» Darauf sagt der Dünne zum Dicken: «Und wenn man dich ansieht, könnte man meinen, du wärst schuld daran.» Unter der kleinen »Trilogie« Spätprogramm – Die Satiere, – Das Drama, – Die Gefahr möchte ich diesen Witz noch diese Woche etwas genauer betrachten.

20. Februar 2012

Hirnwurm-12 – Die Lösung

by Josef Beda

Franz Joseph Haydn, sein Rufname war Joseph Haydn wurde am 31. März 1732 in Rohrau, Niederösterreich geboren. Den grössten Teil seiner beruflichen Laufbahn verbrachte er als Hofmusiker auf dem Landsitz der Familie Eszterhàzy. Er zog mit dieser wohlhabenden Familie mit in ihre drei Hauptresidenzen: den Familiensitz in Eisenstadt, den Winterpalast in Wien und in das Schloss Eszterhàza, wo er das hauseigene Orchester und die Oper leitete.

 

 

Der oben abgebildete Kartenausschnitt zeigt wichtige Orte in Österreich und Ungarn in denen Joseph Haydn zum Musiker ausgebildet wurde und sein Wirken entfaltete.

In dieser Zeit – während beinahe dreissig Jahren -, komponierte Joseph Haydn am Hof der Hochadelsfamilie, eine Menge verschiedener Werke und wurde mit der Zeit auch ausserhalb der »Tore der Eszterhàzys« bekannt. Er lernte Mozart kennen, beeinflusste seine Musik und beide spielten zusammen in einem Streichquartett.

Als im Jahr 1790 Fürst Nikolaus I. starb, wurde sein Sohn Anton I. neuer Arbeitgeber von Kapellmeister Joseph Haydn. Jedoch war Anton I. an Musik überhaupt nicht interessiert und entliess das gesamte Hoforchester, Haydn schickte er mit einer Abfindung in Pension. Joseph Haydn unternahm als selbstständiger Musiker zwei Reisen nach England. Seine Konzerte wurden bestürmt und so gelangte der Musiker zu Ruhm und grossem Vermögen. Zu seinen bekanntesten Werke nach seiner Pensionierung – besser gesagt in der Zeit seiner Selbstständigkeit – gehören die »Militärsinfonie«, die »Londoner Sinfonie«, das »Reiterquartett«, das »Zigeunertrio« und die »Sinfonie mit dem Paukenschlag«, die in England den Namen »The Surprise« hat.

Nachstehendes Bild zeigt das Cover der LP »Joseph Haydn – Sinfonie in G-dur Nr. 94 «Mit dem Paukenschlag» und Sinfonie in D-dur Nr. 101 «Die Uhr»« welche bei Supraphon im Jahr 1969 erschienen ist; Es spielt das Prager Sinfonie-Orchester unter der Leitung von Martin Turnovsky.

 

 

Joseph Haydn war von kleiner Statur und hatte die heimtückische Poken, die sein Gesicht mit vielen Narben gezeichnet hatte, überlebt. Zwischen den beiden Reisen lernte er im Jahr 1792 auch den jungen Ludwig van Beethoven kennen. Joseph Haydn kaufte sich westlich von Wien ein Haus, in dem er bis zu seinem Todestag lebte. Der begnadete Musiker verstarb am 31. Mai 1809 und wurde auf dem Hundsturmer Friedhof, welcher heute Haydnpark heisst, in Wien-Meidling beigesetzt.

 

 

Obensteherndes Bild zeigt ein Porträt von Joseph Haydn – ein Ölgemälde von Thomas Hardy, 1791. Es wird gesagt, dass sich kein Porträt dem anderen gleicht, weil die verschiedenen Künstler welche Haydn malten oder zeichneten, auf verschiedene Weise versuchten, seine »hässliches« Gesicht zu retuschieren.

Die richtigen Antworten auf unsere am 9. Februar im Hirnwurm-12 gestellten Fragen lauten: Der Musiker heisst Joseph Haydn und eines seiner berühmtesten Werke ist die Sinfonie mit dem Paukenschlag.

Auf diesen Hirnwurm-12 gingen keine richtigen Lösungen ein und somit liegt im Jackpot ein Gutschein im Wert von CHF 54.00 bereit, welchen wir für die richtig eingehenden Lösungen auf den Hirnwurm-13, den wir am kommenden Donnerstag publizieren, auslosen werden.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: LP-Cover
Bild C: Wikipedia

18. Februar 2012

Kriminal Tango – Hazy ist Neunzig

by Josef Beda

Heute vor neunzig Jahren, am 18. Februar 1922 wurde der grosse Musiker, Trompeter, Sänger und Bandleader, Rolf Erich Osterwalder,  besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hazy Osterwald, als Sohn des Fussballnationalspielers und Buchhalters Adolf Osterwalder in Bern geboren. Der junge Hazy lernte bereits mit acht Jahren Klavierspielen, wirkte in einem Schulorchetster mit und übernahm nach kurzer Zeit auch dessen Leitung. Später studierte er am Konservatoruium, lernte Komposition und Theorie. Nebenbei eignete sich Hazy das Trompetespielen an und wirkte in verschiedenen Orchestern als Pianist oder Trompeter mit,  bis er am 1. Mai 1949 sein eigenes Sextett gründete.

 

 

Das »Hazy Osterwald Sextett« war sehr erfolgreich, nicht zuletzt auch wegen ihrer witzigen Bühnenshow. Zu den sehr bekannten Titeln des Orchesters gehören unter vielen anderen der »Konjuktur Cha-Cha« in dem dem die Auforderung  «Geh’n Sie mit der Konjuktur» vorkommt und natürlich der unvergessliche Welthit »Kriminaltango«, welcher im Jahr 1958 in der deutschen, schweizerischen und östereichischen Hitparade über Wochen hinweg den ersten Platz einnahm und über 900’000 mal als Single verkauft wurde.

 

 

Mit seinem Orchester ist Hazy Osterwald nicht nur in Europa erfolgreich aufgetreten, sondern auch in Amerika. Im Jahr 1984 wurde Hazy Osterwald mit dem »Prix Walo ausgezeichnet« und im Juni 2009 erhielt er in Ascona für sein Lebenswerk den »Swiss Jazz Lifetime Achievement Award«.

 

Geschätzter Hazy Osterwald – Herzliche Gratulation zu Ihrem 90. Geburtsatag.

 

15. Februar 2012

Aberglauben, Volksdeutungen, Bauernregeln – (Fortsetzung)

by Urs Steiner

Wichtig sind die Tage der   k i r c h l i c h e n   F e s t e .   Das Weihnachtsfest schliesst sich mit seinen Festfreuden deutlich an das heidnische Julfest an, zur Erinnerung an die neu erstandene Sonne gefeiert. In dieser Zeit kommen die verborgenliegenden Schätze zum Vorschein und können von Leuten, die zu schweigen wissen, gehoben werden. Das Wasser der Brunnen verwandelt sich zu Mitternacht für drei Minuten in Wein. Dieser muss schweigend geschöpft werden. Eine Jerichorose, in’s Wasser gestellt, geht unfehlbar auf. Weihnachtsschnee, auf die Fussböden gestreut, vertilgt das lästige Ungeziefer.

Grüne Weihnacht, weisse Ostern (Sarganserland 1916).

Frohnfastenkinder sehen Geister. In den Zwölften, deren Bedeutung wir eingangs kennengelernt, legt der Bauer auch bei uns in 12 Zwiebelschalen Salz, um aus dem schnelleren oder weniger schnellen Flüssigwerden desselben zu ersehen, welche Monate nass und welche trocken sein werden.

Stephan ist der Pferde-Heilige. Wenn man am Stephanstag den Pferden zu Ader lässt, bleiben sie das ganze Jahr gesund. Reitet man an diesem Tage zu Pferd um die Kirche herum, so bleibt man vor allem Bösen bewahrt. Macht man den Bannritt über die Felder und streut dabei geweihtes Brot und Salz, so werden die Felder fruchtbar. Geht die am Neujahrstag ins Wasser gestellte Jerichorose auf, so bedeutet das ein gutes Jahr; geht sie nicht auf, so wird das Jahr unfruchtbar sein. Wer Glück haben will im neuen Jahr, muss vor dem Neujahrstage noch seine Schulden bezahlen.

Schaltjahre sind Unglücksjahre, Schalttage ebenfalls Unglückstage.

Viele Vorbedeutungen schliessen auch der Tauf- und Hochzeits-Tag in sich. Regnet es am Hochzeitstag, so haben die Eheleute so viel zu weinen. Der Regen bedeutet auch grossen Kindersegen. Ist auf dem Friedhof ein Grab offen, so stirbt bald eines der Ehegatten.

Es bedeutet Unglück, wenn der Hochzeitszug einer Leiche begegnet.

Beim Hochzeits-Mahle darf eine grüne Platte nicht fehlen; diese bringt Glück. Am Morgen trinkt man Glühwein.  –  Läutet der Messmer lang zur Taufe, so wird das Kind klug. Merkwürdigerweise soll das Kind (in Graubünden) auch klug werden, wenn man es lange ungetauft lässt, obwohl die Taufe das Judenkind erst zum Christenkind macht, ihm ein Anrecht auf die Seligkeit gibt und es ferner der Gewalt des Bösen entreisst. Ein Kind, das bei der Taufe schreit, stirbt bald. Die Taufnamen müssen vor der Taufe geheim gehalten werden, sonst wird das Kind vorwitzig. Knaben und Mädchen darf man nicht in dem gleichen Wasser taufen, sonst bekommt das Mädchen einen Bart und läuft später den Knaben nach.

Z a u b e r h a f t e   O r t e   sind allererst die vorspringenden Felskanzeln und die erratischen Blöcke, die Teufelssteine im Wald oder Feld. Solche haben unzweifelhaft schon den Heiden als Versammlungsorte gedient und haben bis weit herein in’s Mittelalter noch heimliche nächtliche Zusammenkünfte gesehen. So blieben sie im Rufe der Zauberstätten bis auf unsere Zeit. Dass diese Blöcke Fremdling sein müssen, sah auch der ganz Ungebildete, und da musste sich bei dem den Menschen anhaftenden Hang zum Sagenhaften der Glaube an sie heften, dass diese Steine von den Göttern hergetragen worden seien und dass sie hier verehrt zu werden wünschten. Das Christentum schreibt sie dem Teufel zu und lässt namentlich die Hexen an denselben ihren Tanz ausführen. Auch die Dorflinde dient ihnen als Sammelplatz. Der unheimlichste Ort ist aber zur Nachtzeit der Kirchhof, der allerdings bei allerlei Zauber besucht werden muss. Geister erscheinen in grünen Zimmern, besonders auch auf den Kreuzwegen, d.h. sie gehen jede Strasse, auf den Kreuzwegen aber kann man sie ohne Gefahr begegnen, namentlich wenn man das Kreuz schlägt und sich auf die Erde legt. Die Seelen der Wucherer sitzen nicht ungern auf den Dachfirst und werden von den Zauberern unter das Dach hinauf gebannt. Der Herd mit seinem Feuer entkräftet den Zauber. Zauberische Dinge begräbt man unter der Dachtraufe, unter der Türschwelle oder unterm Holunderbusch. So vertreibt man die Warzen, indem man in eine Seidenschnur so viele Knoten macht, als man Warzen hat und hernach die Schnur an einem der genannten Orte begräbt. Legt man die Schnur nur auf den Weg, so bekommt derjenige die Warzen, der sie aufhebt und die Knoten auflöst. Auch die Äpfel, mit denen man die Hühneraugen vertreibt, werden unter der Dachtraufe begraben; fällt aber ein Tier im Stalle, so begräbt man es oder statt seiner auch den Haushund unter der Türschwelle, so ist der Viehstand vor weiterm Unglück geschützt. Unter den Holunder begräbt man namentlich die abgeschnittenen Haare und Nägel.

Z a u b e r i s c h e   Z a h l e n   sind 3, 7, 9, 13, 33, 77, 99. In den drei höchsten Namen spricht man den Zauber; wirkt er so nicht, so zaubert man in des Bösen Namen. Sieben ist überhaupt eine heilige Zahl. Zu einem Zauber nimmt man neunerlei Kräuter. Von dreizehn Personen, die um einen Tisch sitzen, stirbt eine. Wo 3, 7 und 9 zu wenig sind, da nimmt man das 11fache davon. Störche brüten nur in gerader Zahl, den Hühnern aber muss man die Eier in ungerader Zahl unterlegen.

Fortsetzung folgt!

14. Februar 2012

Luxemburg

by Josef Beda

Luxemburg, das Land, welches amtlich »Grossherzogtum Luxemburg« heisst, ist als Parlamentarische Erbmonarchie ein demokratischer Staat, welcher zu den sechs  Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zählt und im Einigungsprozess Europas eine bedeutende Rolle spielt. Die dem Land gleichnamige Hauptstadt ist  der Verwaltungssitz der Europäischen Union (EU), Sitz des Europäischen Gerichtshofs, des Europäischen Rechnungshofs, des Sekretariats des Europäischen Parlaments, der Europäischen Investitionsbank,  und der Dienststellen der Europäischen Kommissîon, Tagungsort des Rates der Europäischen Union (Ministerrat) sowie Sitz des EFSF, des European Financial Stability Facility, sprich: «Euro-Rettungsschirm».

 

 

Die obenstehende Abbildung zeigt das Wappen der Parlementarischen Erbmonarchie Herzogtum Luxemburg. Es hat den Wahlspruch: «Mir wëlle bleiwe wat mir sinn.» – «Wir wollen bleiben, was wir sind.» – «Nous voulons demeurer ce que nous sommes.»

Aus Luxemburg stammt der Konditor Camille Studer. Im Jahr 1957 nahm er ein Rezept eines französischen Zuckerbäckers mit nach Zürich und hat es im Rahmen eines Wettbewerbes verfeinert. Das von ihm erfundene Konfekt sieht eigentlich aus wie ein Mini-Sandwiche, misst aber im Durchmesser nur etwa 2,5 cm und besteht aus zwei Makrönchen aus Mandeln, geschlagenem Eiweiss mit Zucker und einer Crème- oder Ganache-(Pariser Crème-) füllung. Die Füllungen werden in verschiedenen Geschmacksrichtungen – unter anderen Schokolade, Cappucino, Marron, Zitrone, Feige, Haselnuss, Himbeer und Vanille – hergestellt. Der ursprüngliche Name dieser himmlischen Köstlichkeit soll angeblich »Baiser de Mousse« geheissen haben, was in die deutsche Sprache übersetzt »Schaumkuss« heisst. Dieser Name soll aber der Kundschaft nicht gelegen gekommen sein – und, da man den Confiseur aus Luxemburg  den Spitznamen »Luxemburgerli« gegeben hat, taufte man die leckeren, bunten, kleinen Schönheiten kurzerhand in »Luxemburgerli« um.

Das untere Bild zeigt die »Luxemburgerli« in Reih und Glied aufgeschichtet. Es handelt sich bei den abgebildeten Leckerein um solche mit einer Cappucino-Füllung.

 

 

Das Konfekt wird als Spezialität in der Confeserie Sprüngli in Zürich hergestellt. Die Unternehmung wurde im Jahr 1836 von David Sprüngli und seinem Sohn Rudolf Sprüngli-Ammann gegründet. In ihrer gut laufenden Konitorei an der Marktgasse stellten sie Schokolade her und zogen im Jahr 1859 in ein neu errichtetes Gebäude am Paradeplatz an der Bahnhofstrasse. Im Jahr 1892 teilte sich die Unternehmung in die Confeserie Sprüngli und in die Lindt & Sprüngli, welche sich weiterhin mit der Herstellung von Schokolade beschäftigte. Heute wird die Confeserie Sprüngli operativ bereits in sechster Generation geführt.

 

 

Das obenstehende Foto zeigt das Taipei Financial Center, kurz »Taipei 101« gennant. Mit seiner Höhe von 508 m überragt der Wolkenkratzer mit 101 Stockwerken die Skyline von Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan. Am Valenstinstag ist der »Turm« mit einem Herzen geschmückt.

Heute, am 14. Februar wird der Valentinstag gefeiert. Der Tag der Liebenden, unter dem er auch bekannt ist, geht auf die Überlieferung von Bischof Valentin von Terni zurück. Valentin, der verschiedene Brautpaare getraut haben soll, darunter auch Soldaten, die nach dem Befehl vom Kaiser unverheiratet bleiben mussten, wurde auf Befehl des Kaisers Claudius II. am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens – als christlicher Märthyrer – enthauptet. Der Valenstinstag, der von Papst Gelasius I. im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt wurde, ist in der ganzen Welt in verschieder Tradition bekannt.

 

 

Bild oben: 6 x 6 assortierte »Luxemburgerli« – 36 »Luxemburgerli« mit Füllungen in sechs verschiedenen Geschmacksrichtungen –  in einer Geschenkspackung präsentiert.

In unserem Kontinent werden an diesem Tag besonders Blumen, aber auch Schokolade und andere Süssigkeiten geschenkt. Wie wärs zum Beispiel mit »Luxemburgerli«? Wenn Sie den Valentinstag vergessen haben, sind bei Ihren Liebsten die köstlichen Konfekte wahrscheinlich auch morgen noch willkommen.

 

Bild-Quellen:
Bild A: Wikipedia
Bild B: Wikipedia
Bild C: Wikipedia
Bild D: www.miss-geschenke.de