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25. August 2016

„Kinder, heute Abend, da such ich mir was aus…

von Gabriel Weber

…einen Mann, einen richtigen Mann!“ So sang einst Marlene Dietrich in ihrem berühmten Film Der blaue Engel. Für Leute, die ihr nacheifern und sich einen Mann aussuchen wollen (einen Mann, einen richtigen Mann), hat buchplanet.ch Leading Men im Angebot. Darin kann man die (zumindest äusserlich) imposantesten männlichen Filmstars der Kinogeschichte bewundern.

Rudolph Valentino, eines der ersten Sexsymbole überhaupt (zu einer Zeit, als es diesen Begriff noch gar nicht gab); Douglas Fairbanks gleich zweimal (erst der Vater, dann der Sohn); John Barrymore, der mit fünfzehn Jahren schon Alkoholiker war; James Stewart, im 2. Weltkrieg hochdekorierter Offizier; Clark Gable, der seinen sinnlichen Blick – bei dem die Damenwelt dahin schmolz – dadurch erreichte, dass er an ein saftiges Steak dachte; Fred Astaire, dessen Beine für 300 000 Dollar versichert waren; David Niven, stets tadellos gekleidet und mit ebenso tadellosen Manieren; Cary Grant, mit zunehmendem Alter immer noch attraktiver und charismatischer werdend; Errol Flynn, der (wie so mancher Star seiner Zeit) hoch stieg und tief fiel; Humphrey Bogart und Dustin Hoffman, beide bei Lichte betrachtet eigentlich nicht besonders gut aussehend; Spencer Tracy, der ursprünglich hatte Priester werden wollen; Jean Gabin, der jahrzehntelang sämtliche Kinomoden überlebte; Kirk Douglas, der mannhafte Ur-Amerikaner, der in Wirklichkeit der Sohn russischer Einwanderer war; Gregory Peck, zwar auf der Leinwand ein Sexsymbol, aber privat angeblich „hölzern bis ins Mark“; Marlon Brando, auch schon mal als „Wandelnde Hormonfabrik“ bezeichnet; Alain Delon, der eisige Schönheit mit diffuser Bedrohlichkeit verband; Woody Allen, eigentlich in mancher Hinsicht ein völlig untypischer Leinwandstar; Richard Gere mit seiner auffallenden sexuellen Präsenz (jedenfalls zu jenem Zeitpunkt, als dieses Buch geschrieben wurde)…

Hach… Mannsbilder, dass es einem heiss und kalt wird! „Einen Mann, dem im Herzen noch die Liebe glüht! Einen Mann, dem das Feuer aus den Augen sprüht! Kurz: einen Mann, der noch küssen will und kann! Einen Mann, einen richtigen Mann!“

24. August 2016

Gefundenes – Vorsätze sind nicht nur…

von Julia S.

Vorsätze sind nicht nur einzuhalten nach Silvester, wenn man sie frisch beschlossen hat, sie sind an anderen Dingen auch hübsch anzusehen! Zum Beispiel hier in unserem Büchershop buchplanet.ch begegne ich unendlich vielen und einfallsreichen Vor- und Nachsätzen. Was ist ein solcher Nach- und Vorsatz? Hier unten im Bildbeschrieb sehen Sie, dass eine Seite vom Vorsatz am Buchdeckel direkt klebt und die andere lose die erste Seite überhaupt ist. Da wir auch unsere übrig gebliebenen Exemplare Wiederverwerten sind wir überhäuft mit solchen ’schönen Dingen‘. Es wäre schade sie nicht gesehen zu haben, bevor sie….    ….nach der Verwertung wieder zu Papier werden. Gut luuk! 😉

mit einem ‚Klick‘ auf die Bilder vergrößern Sie es ->

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23. August 2016

Unfälle für Anfänger

von Gabriel Weber

Wissen Sie, was ein Unfall ist? Ein „zufälliges, plötzlich von aussen auf unsern Körper (Geist) schädigend einwirkendes Geschehnis“. So lautet jedenfalls die Definition in der Unfallkunde für Ärzte sowie für Juristen und Versicherungsbeamte von Ludwig Gelpke und Carl Schlatter aus dem Jahr 1917.

Da wird alles genau erklärt. Es gibt zum Beispiel Verletzungen des Bauches. Darunter fallen einerseits Verletzungen der Bauchdecke und andererseits solche der Baucheingeweide (Magen, Leber etc.). Auch Krankheiten wie Syphilis können als Unfallfolge gelten. Ferner wird den Lesern genau erläutert, wie die ärztliche Untersuchung und Begutachtung optimalerweise ablaufen sollte („Wir warnen darum ausdrücklich vor voreiligen Diagnosen.“ „Des weitern sei das Gutachten streng objektiv und unparteiisch. Das ist leichter gesagt als getan.“ „Bei alledem ist die Aufgabe des Gutachters in Unfallsachen eine nichts weniger als dankbare: Schmähbriefe und Drohbriefe werfe man möglichst gelassen in den Papierkorb und rege sich nicht unnötig auf, wenn einem […] Steine in den Wagen geworfen werden.“). Ein eigenes Kapitel behandelt – damals schon – das betrügerische Verhalten von Unfallversicherten.

Übrigens wird auf Seite 47 ausdrücklich und allen Ernstes behauptet, unter Ausländern sei die Neigung zum Missbrauch der Unfallversicherung besonders stark, da ihnen „der auf die Moral günstig wirkende Einfluss eines geordneten Familienlebens“ fehle. Na ja, ich weiss nicht…

22. August 2016

Lesezeichen 34 – Spätsommer, Pferd und Spur im Sand…

von Julia S.
Sommer 1

Sprüche tun unserem Herzen gut. (Wenn sonst keiner zuhört) Sein Inneres zu suchen, es zu finden, ist nicht nur in der Abendsonne zu genießen, sondern ein ganzes Leben lang aktuell. Mit unseren Ratgebern für Lebensphilosophie, Selbsterkenntnis und Gesundheit gibt es für jeden Leser spannendes aus unserem Buchplanet.ch zu erkunden!

2 Sommer

Nicht alles ist nur Schwarz oder Weiß, manches hat mindestens drei Seiten! Also prüfen Sie erst, bevor sie zurückschießen. Dann lieber ein Buch nachwerfen. Und gehen Ihnen dabei die Bücher aus. Sorgen Sie bei uns für Nachschub. ;-)

3 Sommer

Seien Sie offen, seien Sie freundlich, grüssen Sie jeden dem Sie begegnen (so wie Sie es gelernt haben) und lassen Sie sich nicht von unfreundlichen Leuten die nicht zurückgrüssen entmutigen! Der Herbst ist nahe und es wird kälter – bleiben wir doch warmherzig. :-)

18. August 2016

Die Rolle seines Lebens

von Gabriel Weber

Manche Schauspieler haben eine Paraderolle, die sie berühmt macht und an der sie später immer wieder gemessen werden. Bela Lugosi hatte den Dracula, Sean Connery den James Bond… Und manchmal kann so eine Rolle auch zum Fluch werden. Davon berichtet Friedrich Knilli in seinem Buch Ich war Jud Süss. Die Geschichte des Filmstars Ferdinand Marian.

Ferdinand Haschkowetz kommt am 14. August 1902 in Wien zur Welt, als Sohn eines Opernsängers. Nach dem 1. Weltkrieg beginnt er, unter dem Künstlernamen Ferdinand Marian, eine Karriere als Schauspieler. Er hat Erfolg – zuerst auf der Bühne, dann auch im Film. Und dann,  im Advent 1939, folgt die Katastrophe: Eines Tages steht der Regisseur Veit Harlan vor der Tür und bietet Marian die Titelrolle in seinem Film Jud Süss an. Was das für ein Film ist? Eine einzige brutale, niederträchtige Propaganda-Hetzerei gegen die Juden, vertreten durch die historische Figur des württembergischen Finanzbeamten Josef Süss Oppenheimer (1698-1738), der nicht nur als habgieriger Geschäftemacher und intriganter Karrierist, sondern auch als unsittlicher Lustmolch dargestellt wird. Marian wehrt sich zwar mit Händen und Füssen, doch es hilft nichts. Propagandaminister Goebbels, damals faktisch Alleinherrscher über die deutsche Filmproduktion, besteht darauf, dass Ferdinand Marian und kein anderer die Rolle spielt. Marian übernimmt sie widerwillig – und wird über Nacht zum Superstar. Der Film ist ein riesiger Erfolg im ganzen von Deutschland besetzten Europa. Und der Hauptdarsteller? Ferdinand Marian bekommt Ärger, sobald der Krieg vorüber ist. Am 9. August 1946 kommt er bei einem Autounfall ums Leben.

War Ferdinand Marian schuldig, weil seine Süss-Darstellung als Rechtfertigung für den Holocaust diente?…

16. August 2016

Das „Dschungelbuch“ einmal anders

von Gabriel Weber

Gibt es tatsächlich Menschen, die – wie Mowgli oder Tarzan – in der Wildnis unter Tieren aufgewachsen sind, ohne Kontakt zu Menschen? Die Antwort ist: Ja. Offenbar schon.

Ende des 18. Jahrhunderts entdecken Bauern in Südfrankreich in einem Wald ein Kind. Vollkommen nackt, der menschlichen Sprache nicht mächtig, unempfindlich gegen Regen und Kälte und bestens an das Leben im Wald angepasst. Nicht ohne Mühe wird der Junge eingefangen. Die Leute sind fasziniert. Ist dieses Wesen, das nicht einmal sein eigenes Spiegelbild erkennt, ein Mensch? Ein Tier? Oder irgendwie beides? Ausserdem hat ein gewisser Monsieur Rousseau doch vor einiger Zeit die These vom „edlen Wilden“ aufgestellt und behauptet, der Mensch sei von Natur aus gut, nur durch die Zivilisation korrumpiert. Jetzt hat man endlich Gelegenheit, diese Theorie anhand eines praktischen Beispiels zu überprüfen! Übrigens hält man den Jungen zunächst für taub, da er nur auf Naturgeräusche reagiert, nicht auf solche von Menschen. Man bringt den „Wilden“ nach Paris, doch nach einiger Zeit verliert die grosse Welt das Interesse an ihm. Schliesslich wird der Junge dem Arzt Jean Itard anvertraut. Itard bemüht sich, den Jungen, dem er den Namen Victor gibt (weil der Kleine aus irgendeinem Grund auf den Laut „O“ reagiert), behutsam zu „zivilisieren“. Nicht nur das Essen mit Besteck, auch die Benützung eines Nachttopfs, ja sogar das Schlafen in einem Bett muss Victor erst noch lernen.

Die wahre Geschichte von „Victor von Aveyron“ (die auch François Truffaut in seinem Film L’enfant sauvage verarbeitete) erzählt T. C. Boyle in seinem Roman Das wilde Kind.

15. August 2016

Grün ist nicht gleich Grün!

von Julia S.

Heute im Gespräch; warum Grün eine hoffnungsvolle Farbe ist – bei uns im Shop natürlich alle Bücher erhältlich, stürzen Sie sich darauf, viel Vergnügen! – ob hellgrün gesund werden, wahren Geschichten Glauben schenken, warum Honigmann nicht ‚Das Buch meiner Mutter geschrieben hat‘, was eine traditionelle Grossmutter ist, wieso ‚Bach‘ etwas mit Blüten zu tun hat und nicht mit der Musik, Arabische Schrift durchaus ‚Ein Leben voller Fallgruben‘ bedeuten kann und ‚De Zauberspiegel‘ in jedem Fall spannend klingt erläutere ich kurz:

Gesundheit! äh GesundHeilt – wie auch immer, Hauptsache Sie fühlen sich wohl, gesund und stressfrei. Naja das wünsche ICH Ihnen und nicht nur für diesen Montag.

Die waaahhren Geschichten aus dem „St.Galler Tagblatt“ sind hier zusammengefasst. Teilweise gruselig gezeichnet, aber durchaus reizvoll und spannend wirken die Bilder zu den waaahhren Stücken. Entscheiden Sie selbst wie viel waaahhres Sie darin finden.

Ein Zeugnis der verlorenen Liebe, in dem Albert Cohen scheinbar Unmögliches gelingt: ein humorvoller Abschied voller Trauer. Nur das Nachwort ist von Honigmann. Barbara Honigmann.

Na wenn DAS mal keine echte Grossmutter ist! Traditionell kocht die gewichtige Dame liebevoll (wahrscheinlich) leckeres aus der Elbanischen Küche – Guten Appetit!

Unser ‚Bach‘ heisst Edward Bach und entdeckte die Bachblütentherapie. Der Herr war ein englischer Arzt (1886-1936) und in diesen Zeilen beschreibt seine engste Mitarbeiterin und Nachfolgerin seine Ideen zur Heilung mit den Pflanzen, medizinisches sowie über persönliches von ihm. Vielleicht hören Sie einfach ‚Bach‘ dazu, ‚Johann Sebastian Bach‘!

Der Autor, dessen Namen er selbst erfunden hat, ist ein afrikanischer Moslem, und Analphabet. Er spricht das Maghrebinische klar und korrekt. Seine Sprache ist die eines Bauern, gespickt mit Redensarten und Sprichwörter zum Beispiel: „Selbst ein Leben voller Fallgruben, ein Leben, das nur aus Warten besteht, ist besser als gar kein Leben.“ (ja ja interessant)….apropos warten: „Wo bleibt mein Kaffee?“

Eine Kiste voller Spielzeug; ein Ansporn an die Eltern vorzulesen! Für Kinder (von 4-7 Jahren) um Züritüütsch zu lernen (lesen auch), zu singen, musizieren und farbig auszumalen! Aber hoffentlich nicht nur GRÜN.

Ab in den Bücher-Shop: GESUNDHEILT100 WAHRE GESCHICHTENDAS BUCH MEINER MUTTER DIE REZEPTE VON GROSSMUTTER ADUAEDWARD BACHEIN LEBEN VOLLER FALLGRUBENDE ZAUBERSPIEGEL,

11. August 2016

Aller guten Dinge sind sieben

von Gabriel Weber

Der beste Beweis für die Richtigkeit dieses (von mir leicht abgewandelten) Sprichwortes ist Das Geheimnis des siebten Weges von Tonke Dragt.

Irgendwo in den Niederlanden: Franz van der Steg, genannt Franz der Rote, seit Kurzem Lehrer in einem Dorf, ist bei seinen Schülern beliebt, weil er oft die abenteuerlichsten Geschichten erzählt. Doch eines Tages wird Franz in eine Sache verwickelt, wie er sie selber nie hätte ersinnen können. Das „Treppenhaus“, ein alter Herrensitz; der „Siebensprung“, eine Wegkreuzung im Wald, bei der allerdings seltsamerweise nur sechs Wege zusammenkommen; ein verborgener Schatz; ein Junge, der von seinem Onkel gefangen gehalten wird; ein Teenager mit gespaltener Persönlichkeit (das findet man immerhin nicht gerade in jedem Kinderbuch); ein undurchsichtiger Zauberer; ein unsympathischer Kutscher; eine streng geheime Verschwörung, von der paradoxerweise die ganze Gegend zu wissen scheint; und mittendrin der arme Franz. Er wird in die Geschichte hineingezogen, ungefragt und ohne die leiseste Ahnung, worum es eigentlich geht. Jeder scheint mehr zu wissen als er und jeder scheint ihm etwas zu verschweigen. Und dabei ist doch gerade ihm, Franz van der Steg, eine entscheidende Rolle zugedacht. Jawohl, zugedacht! Aber bei was? Und von wem überhaupt?…

Aber Franz der Rote wird das Ding schon schaukeln. Jawohl!

10. August 2016

Das kann doch jeder…

von Julia S.

…da bin ich nicht überzeugt. Man soll ja keine Stile kopieren und lieber seinen eigenen Ideen folgen, gerade auch beim Malen von Bildern. Manchmal aber wird man stark inspiriert von anderen Künstlern. Ich zum Beispiel von dem amerikanischen Maler Mark Rothko (1903-1970). Seine Feldertechnik ist für mich außergewöhnlich, zuerst scheint eine Nachahmung einfach, als ob sie jedes Kind malen könnte. Nach meinen Forschungen und einem Eigenversuch etwas Ähnliches zu kreieren fand ich heraus, dem ist nicht so. Seine Bilder um 1946-1949 im Buch über MARK ROTHKO, Fundation Beyeler, weisen schon Farbfelder auf, allerdings wie es scheint noch nicht ganz ausgereift in Bezug auf seine bekannten Gemälde mit den großen Farbflächen (auch abstrakter Expressionismus genannt), Rothko war ein Wegbereiter der Farbfeldmalerei. Vermeintlich einfach, die Titel seiner gemalten Kunstwerke im Kopf zu behalten, im Internet viel unter ‚Untitled‘ (ohne Titel) zu lesen. Umso schwieriger ist daher ein bestimmtes zu finden, wenn es ähnliche davon gibt. Ähnlich im Sinne von gleicher Farbgebung wie von den Rot-, Blau- und Gelbtönen oder anderen Farben. Wenn Sie ‚Rothko 10 Nr. 1, 1948‘ im Netz suchen finden sie tatsächlich ein gelbes Exemplar, aber auch viele andere unähnliche. Wie stelle ich mir also die Kommunikation unter Rothko-Fans vor? „Weisst du, ich meine das Yellow-Orange-Red, na, das mit den zwei Feldern.“ Wenn Sie selbst auf Entdeckungsreise ins Internet zu der ‚Bildersuche‘ gehen, merken Sie schnell, dass das keineswegs das einzige in diesen Farbtönen ist. Also wie finden wir genau das, welches wir meinen? Eine Auswahl an Rotfeldgemälden finden Sie hier im Buch. Das eine nennt sich ‚Violet Bar‘ (dreifeldrig, waagrecht, hell in der Mitte, 1957) dann ist da noch ‚Black Stripe‘ (dreifeldrig, waagrecht, schwarz in der Mitte, 1958). Bei ‚Orange and Red on Red‘ wird es allerdings schon schwerer vielleicht hilft dann der Jahrgang weiter (auch 1957, zweifeldrig, Untergrund rot, oranges Feld zieht sich über die obere Hälfte). Das kompostfarbene ‚The Ochre/Ochre, Red on Red‘ (1954, rotrandig, Ocker oben grösser, unten schmales Orange) schmeckt nach Gartenlaube, wogegen mir ‚Red and Yellow‘ deutlich besser gefällt, aber auch hier ist grosse Verwechslungsgefahr mit ‚Orange an Tan‘ (zweifeldrig, Tan = könnte Farbe: Taupe sein als Untergrund-rundum-Rand zu sehen, oben ein kleineres Orange, unten grosses Gelb, 1954). Sie merken Verwirrung komplett! Oder für Fans in ihrer eigenen neuen Sprache – sehr spannend. 😉

 

9. August 2016

Märchenhafte Machenschaften

von Gabriel Weber

In Tschechien werden (meiner bescheidenen Meinung nach) die besten Märchenfilme der Welt produziert. Ein Beispiel dafür ist die Fernsehserie Die Märchenbraut. Von Milos Macourek erdacht und von Peter Markov in Buchform nacherzählt, ist Die Märchenbraut jetzt bei buchplanet.ch erhältlich.

Karl Maier ist Schauspieler von Beruf. Jeden Abend erzählt er im Fernsehen den Kindern Märchen. Was er jedoch nicht weiss: Was er da so erzählt, wirkt sich direkt auf das Märchenreich aus, in dem, unter der Regierung von König Hyazinth, sämtliche Märchenfiguren zusammenleben. Eines Tages beginnt Herr Maier plötzlich, die Märchen völlig verkehrt zu erzählen – mit dramatischen Konsequenzen. Plötzlich frisst Rotkäppchen den Wolf und der Prinz lässt Dornröschen pennen… Die Bewohner des Märchenreichs sind entsetzt; sie können ja nicht wissen, dass in Wirklichkeit nicht Herr Maier der Schuldige ist, sondern der Zauberer Rumburak, der mit dem Märchenreich und seinem König noch eine Rechnung zu begleichen hat. Wie auch immer, jedenfalls kommen das Märchenreich und die Menschenwelt miteinander in Berührung. Und damit geht der Schlamassel los: Eine Delegation aus dem Märchenreich begibt sich in die Menschenwelt, um dem vermeintlichen Übeltäter, Herrn Maier, auf die Pelle zu rücken. Da die Mitglieder dieser Delegation jedoch mit den örtlichen Sitten und Gebräuchen kaum vertraut sind, landen sie samt und sonders entweder im Gefängnis oder in der Psychiatrie. Herr Maier muss eine Weile als Dackel herumlaufen und sein Sohn Peter verliebt sich in Arabella, die Tochter von Märchenkönig Hyazinth. Doch auch Rumburak macht Arabella den Hof, weil er durch die Heirat mit ihr König werden will. Zaubermäntel und Zauberringe stiften Verwirrung, ganz besonders, als sie zwei Lausbuben in die Hände fallen. Eine ganze chemische Fabrik geht in Flammen auf. Und die mannstolle Klavierlehrerin Müller findet im Märchenreich endlich einen Deppen, der sie heiratet.

Doch am Schluss ist (mit wenigen Ausnahmen) jeder wieder da, wo er hingehört!